29.07.2013, 14:47 Uhr | t-online.de
Dass die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der EM in Schweden um den Titel mitspielen würden, hatten viele Fans und Verantwortliche gehofft. Dass es am Ende so kam und die Mannschaft den Titel holte, damit hatte längst nicht jeder gerechnet. Auch nicht Bundestrainerin Silvia Neid.
Mit ihrem achten EM-Titel (drei als Spielerin, drei als Co-Trainerin und zwei als Chef-Trainerin) schrieb sie Fußball-Geschichte. Und machte sich selbst das schönste Geschenk. "Es ist ein tolles Gefühl. Vor allem, weil nicht allzu viele daran geglaubt haben, dass wir es schaffen können. Ich bin sehr glücklich."
Denn gerade Neid stand im Vorfeld und während der Titelkämpfe in Schweden unter besonderer Beobachtung. Nach der verpatzten Heim-WM vor zwei Jahren mit dem Aus im Viertelfinale gegen Japan hatten sich die Stimmen gehäuft, ob Neid noch die Richtige für den Job sei.
Die Verantwortlichen beim DFB hielten an der Trainerin fest. Eine souveräne Qualifikation gab ihnen Recht. Hiobs-Botschaften kurz vor dem Turnier ließen noch einmal Zweifel aufkommen. Leistungsträgerinnen wie Kim Kulig verletzten sich, fielen aus. Neid musste umstellen, setzte notgedrungen auf junge Talente und trieb so - eher unfreiwillig - einen Umbruch in ihrem Team voran.
Die Probleme, die solch ein Umbruch mit sich bringt, traten dann vor allem während des Turniers zutage. Ohne sechs Stammkräfte tat sich die Mannschaft in der Vorrunde sehr schwer, negativer Höhepunkt war die Niederlage gegen den späteren Final-Gegner Norwegen. Das war natürlich Wasser auf die Mühlen der Kritiker, allen voran Bernd Schröder. Der Meistertrainer von Turbine Potsdam hatte mehrfach erklärt, dass Neid im Fall eines frühen Scheiterns "nicht zu halten" sei.
An Neid prallten diese und andere Äußerungen allerdings ab. "Ich habe es gelesen, aber ich beschäftige mich nicht damit", hatte sie gesagt und angefügt: "Ich habe ein viel dickeres Fell als vor zwei Jahren. Das tut mir und auch der Mannschaft gut."
Offensichtlich, denn im weiteren Turnierverlauf funktionierte das Team immer besser, über Kampf und mannschaftliche Geschlossenheit kam man dem großen Ziel für Schritt näher. Und im Finale gegen Norwegen kam auch das nötige Quäntchen Glück dazu.
"Diese junge erfrischende Mannschaft hat mich zehn Jahre jünger gemacht! Es war ein schweres Endspiel, ich bin sehr stolz", freute sich Neid nach dem 1:0-Triumph über die starken Norwegerinnen. "Ob das nach den anstehenden Feierlichkeiten immer noch so ist, wird sich allerdings erst noch zeigen", sagte Neid.
29.07.2013, 14:47 Uhr | t-online.de
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