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VfL Wolfsburg gewinnt irres Champions-League-Finale

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Irrer Finalkrimi  

Wolfsburg verteidigt Titel in der Champions League

22.05.2014, 22:49 Uhr | dpa

VfL Wolfsburg gewinnt irres Champions-League-Finale. Wolfsburgs Nadine Kessler (re.) im Duell mit Tyresös Line Reddik. (Quelle: dpa)

Wolfsburgs Nadine Kessler (re.) im Duell mit Tyresös Line Reddik. (Quelle: dpa)

Die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg haben als erste deutsche Mannschaft ihren Titel in der Champions League verteidigt. Ein Jahr nach dem überraschenden Erfolg gegen Olympique Lyon in London gewannen die Norddeutschen in Lissabon gegen den schwedischen Klub Tyresö FF dank einer großen Energieleistung nach der Pause mit 4:3 (0:2) und wiederholten ihren Coup aus dem Vorjahr.

Vor rund 8000 Zuschauern im Estádio do Restelo waren die Schwedinnen durch Marta (28. Minute) und Verónica Boquete (30.) vor der Pause in Führung gegangen. Doch nach dem Seitenwechsel sorgten Alexandra Popp (47.), Fußballerin des Jahres Martina Müller (53.), das eingewechselte Geburtstagskind Verena Faißt (68.) und erneut Müller (80.) für die Wende. Die Brasilianerin Marta hatte den Außenseiter in der 56. Minute noch einmal in Führung gebracht.

Kellermann findet in der Halbzeit die richtigen Worte

"Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit sensationell gespielt, und ich bin richtig stolz auf sie", sagte Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann nach dem schweißtreibenden Endspiel.

Sein Team lag zur Pause scheinbar entscheidend zurück. "Das ist der Charakter der Mannschaft. Wir haben in der Halbzeit wohl die richtigen Worte gefunden: Das ist schließlich ein Champions-League-Finale - und das kann's doch noch nicht sein."

Favoritenrolle zunächst eher eine Bürde

UEFA-Präsident Michel Platini und DFB-Boss Wolfgang Niersbach sahen die Wolfsburgerinnen zunächst in die Defensive gedrängt. Der schwedische Vize-Meister um die fünffache Weltfußballerin des Jahres Marta startete druckvoll und überraschte den Titelverteidiger damit ganz offensichtlich. War der deutsche Meister im vergangenen Jahr noch als Außenseiter ins Endspiel gegen Lyon gegangen, galten die Niedersachsen dieses Mal als Favoritinnen - und kamen mit dieser Rolle zunächst nicht zurecht.

Zwar erspielte sich der VfL durch Alexandra Popp (14.) und Martina Müller (25.) die ersten kleinen Möglichkeiten. Doch dann schlugen die Skandinavierinnen eiskalt zu. Zunächst narrte Marta die komplette Wolfsburger Defensive und ließ Nationaltorhüterin Almuth Schult mit einem strammen Schuss keine Abwehrchance. Nur zwei Minuten später lief die Amerikanerin Christen Press von den VfL-Abwehrspielerinnen nahezu unbedrängt einmal diagonal über den Platz und bediente die Spanierin Verónica Boquete in der Mitte, die Schult erneut keine Abwehrchance ließ.

Popp bringt die Wölfe wieder ins Spiel

Es passte zur miserablen ersten Hälfte der Wolfsburgerinnen, dass sich Nationalspielerin Lena Gößling bei einem Zusammenprall mit dem Schwedin Lisa Dahlkvist eine blutige Platzwunde im Gesicht zuzog und minutenlang behandelt werden musste. Allerdings biss die Angreiferin auf die Zähne und kehrte auf den Rasen des idyllischen Stadions am Ufer des Rio Tejo zurück.

VfL-Coach Ralf Kellermann schien in der Pause die richtigen Worte an seine im ersten Durchgang völlig verunsicherten Spielerinnen gefunden zu haben. Der Bundesliga-Dritte kam wesentlich schwungvoller aus der Kabine und schaffte prompt den Anschluss durch Nationalstürmerin Popp. Die 23-Jährige köpfte nach schöner Vorarbeit des erst zur Pause eingewechselten Geburtstagskindes Verena Faißt ein.

Von Martas Traumtor nur kurz geschockt

Wenig später sorgte Müller für den Ausgleich, ehe Marta mit einem herrlichen Schlenzer für den nächsten Wolfsburger Schock sorgte. Doch mit großer Moral stemmte sich der VfL gegen die Niederlage und wurde durch die Treffer von Faißt und Müller belohnt.

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