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Frauen-WM 2015: DFB-Elf spielt gegen Thailand um Gruppensieg

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Sieg für den Titeltraum  

DFB-Frauen spielen gegen Thailand um den Gruppensieg

15.06.2015, 18:15 Uhr | t-online.de, dpa

Frauen-WM 2015: DFB-Elf spielt gegen Thailand um Gruppensieg. Tabea Kemme (Mitte) konnte im Spiel gegen Norwegen überzeugen. (Quelle: imago/ZUMA Press)

Tabea Kemme (Mitte) konnte im Spiel gegen Norwegen überzeugen. (Quelle: ZUMA Press/imago)

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft geht das dritte Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gegen Thailand mit einigen frischen Spielerinnen an. Bundestrainerin Silva Neid plant diverse Änderungen in der Startformation.

Da bei der Frauen-WM in Kanada erstmals 24 statt 16 Mannschaften teilnehmen, gibt es mit dem Achtelfinale zum ersten Mal auch eine K.O.-Runde mehr. Ein Gruppensieg hätte für die deutsche Auswahl vor allem logistische Vorteile, auch wenn der zweite Platz die vermeintlich einfachere Partie bedeuten würde.

Als Gruppensieger würde die DFB-Elf auf einen Gruppen-Dritten treffen. Der könnte z.B. aus der starken Gruppe D kommen, also USA, Schweden, Australien oder Nigeria heißen. Als Zweiter der Gruppe B würde die DFB-Elf gegen den Zweiten der Gruppe F antreten. Auch da ist noch nichts entschieden.

Logistischer Vorteil im Viertelfinale

Nach dem Achtelfinale, das sowohl Erster als auch Zweiter wieder in Ottawa bestreiten, könnte man als Gruppensieger das Viertel- und gegebenenfalls auch das Halbfinale in Montreal spielen. Von Ottawa nach Montreal sind es nur ca. 200 Kilometer mit dem Bus. Zudem gäbe es zwischen Achtel- und Viertelfinale eine längere Erholungspause. Erst zum Finale ginge es im Erfolgsfall an Kanadas Westküste nach Vancouver. Das Spiel um Platz drei findet in Edmonton statt.

Logistik hin oder her, für Bundestrainerin Silvia Neid zählt im Spiel gegen Thailand sowieso nur ein Sieg: "Das kann man sowieso nicht planen, weil man nicht weiß, wie die anderen spielen. Wir schauen nur auf uns und wollen immer das nächste Spiel gewinnen", sagte Neid.

Norwegerinnen auf DFB-Jagd

Die Chancen auf den Gruppensieg stehen für die deutschen Damen sehr gut. Der Gruppen-Zweite Norwegen hat zwar genauso viele Punkte (4) wie Deutschland, aber eine um sechs Treffer schlechtere Tordifferenz.

Die Norwegerinnen müssen auf einen Ausrutscher der DFB-Elf gegen Thailand hoffen. Oder das Team von Even Pellerud muss mindestens mit einer um sechs Treffer höheren Differenz gegen die Elfenbeinküste gewinnen als Deutschland gegen Thailand. Bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz entscheidet zunächst die Gesamtzahl der geschossenen Tore, erst danach käme der direkte Vergleich ins Spiel.

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Keine "Mathe-Olympiade"

Und auch die Spielerinnen wollen nicht um den Gruppensieg taktieren und sich auf Rechenspielchen einlassen. "Ich bin hier nicht bei der Mathematik-Olympiade", sagte die Linksverteidigerin Tabea Kemme vor dem Duell mit den Asiatinnen unmissverständlich. "Diese Rechnerei macht mich eher nervöser. Wir haben den Titeltraum. Und wenn wir diesen verwirklichen wollen, müssen wir jeden Gegner besiegen."

Für das Fernduell gegen die Norwegerinnen, wird Neid auf einigen Positionen rotieren. "Eigentlich bleibt man gerne im Spielrhythmus, wenn es ein normales Turnier ist. Aber diese WM ist wegen der schwierigen Umstände kein normales Turnier", meinte Neid beim Abschlusstraining. Für den DFB-Trainerstab ist wegen der Dauer der WM, der langen Reisen und der höheren Belastung auf Kunstrasen wichtig, "dass wir viele Spielerinnen bringen, damit sie ins Turnier finden".

Personelle Veränderungen

Um möglichst vielen Spielerinnen Spielpraxis zu bieten, plant die Bundestrainerin einige Änderungen. Die zuletzt wegen einer Schambeinprellung pausierende Melanie Leupolz kehrt in die Anfangself zurück. "Sie wird spielen", verriet Neid. Klar ist auch, dass Simone Laudehr wegen ihrer leichten Bauchmuskelzerrung und Alexandra Popp (Kniereizung) eine Pause bekommen.

Es ist aber davon auszugehen, dass weitere Positionen gegen die Thailänderinnen vorübergehend umbesetzt werden. So könnten die Offensivspielerinnen Lena Lotzen und Sara Däbritz einen Chance von Beginn an bekommen. Für die Außenverteidigerinnen Leonie Maier und Tabea Kemme, die in den ersten beiden Partien durchspielten, könnten Bianca Schmidt und Jennifer Cramer in die Anfangself rutschen.

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