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Fußball - Kraftakt abgehakt: DFB-Elf nun heiß auf die USA

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Fußball  

Kraftakt abgehakt: DFB-Elf nun heiß auf die USA

28.06.2015, 13:51 Uhr | dpa

Fußball - Kraftakt abgehakt: DFB-Elf nun heiß auf die USA. Bundestrainerin Silvia Neid baut auf die große Moral und den Charakter ihres Teams.

Bundestrainerin Silvia Neid baut auf die große Moral und den Charakter ihres Teams. Foto: Carmen Jaspersen. (Quelle: dpa)

Montreal (dpa) - Erst der Kraftakt gegen Frankreich, nun der Klassiker gegen die USA: Nach dem Happy End im Elfmeterkrimi gegen die Französinnen bereitet sich die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid auf den nächsten WM-Kracher in Kanada vor.

Im wohl ausverkauften Olympiastadion von Montreal muss die DFB-Auswahl am Dienstag im Halbfinale gegen die US-Girls mit einer ähnlich feindseligen Atmosphäre rechnen wie bei der spektakulären Nadine-Angerer-Show gegen "Les Bleues".

"Für uns ist das kein Problem. Wir sind jetzt so heiß, es macht total Spaß in dem Stadion. Ich freue mich riesig darauf und würde am liebsten sofort wieder spielen", betont Melanie Behringer, die sich wie ihre Teamkolleginnen beim Showdown gegen Frankreich auch von den Pfiffen und Buhrufen der Zuschauer nicht aus der Ruhe bringen ließen. "Bei meinem Elfer habe ich gar nichts mitbekommen. Nix gesehen, nix gehört", berichtet Babett Peter. Nur bei den anderen Schützinnen habe sie den Lärm wahrgenommen. "Ich schätze, gegen die USA wird es ähnlich sein."

Den US-Girls bietet sich nach zwölf Jahren nun endlich die Chance, ihr Deutschland-Trauma zu besiegen. Die 0:3-Demütigung im Halbfinale der Heim-WM 2003 gegen Birgit Prinz und Co. auf deren Weg zum ersten deutschen WM-Triumph haben die Amerikanerinnen nie verwunden. Es war die Wachablösung im Weltfußball der Frauen, die bis heute Bestand hat. Im Prestige-Duell in Montreal geht es also um mehr als den Einzug ins WM-Finale.

"Wenn wir nach Frankreich auch noch die USA ausschalten, können wir stolz sein - der Weg ins Finale hätte nicht härter sein können", betont Melanie Leupolz im Interview des "Münchner Merkur" (Montag). Die Partie werde sicher "nicht deutlich leichter", meint die Mittelfeldspielerin des FC Bayern. Aber mit der Einstellung aus der zweiten Halbzeit und der Verlängerung des Frankreich-Spiels "werden sie es sehr schwer haben, uns zu schlagen". Leupolz klingt selbstbewusst und entschlossen: "Wir wollen unseren Titeltraum wahr werden lassen. So kurz vor dem Finale ist das Endspiel das klare Ziel, alles andere wäre verkehrt. Und wenn man als deutsche Nationalelf um den Titel spielt, will man ihn auch gewinnen."

Elfmeter-Heldin Angerer, die gegen Frankreich den entscheidenden Strafstoß parierte hatte, erwartet im Duell der zweimaligen Weltmeister ein Spiel mit völlig anderem Charakter. Im Gegensatz zu den französischen Edeltechnikerinnen lebt das Team von Jill Ellis von der Kraft, von hoher Laufbereitschaft und unbedingtem Siegeswillen. Spielerisch ist es im Mittelfeld, das stets schnell überbrückt wird, eher limitiert: "Die USA sind ein richtig starker Gegner mit einer erfahrenen Mannschaft, die viel individuelle Klasse hat. Sie sind sehr athletisch und kommen über ihre Power", erläutert Spielführerin Angerer, die in ihrer zweiten und letzten Saison für die Portland Thorns in der US-Profiliga spielt. "Ich habe mit einigen Nationalspielerinnen bereits zusammengespielt. Sie kennen mich, aber ich kenne sie auch. Es wird auf jeden Fall wieder ein sehr, sehr schweres Spiel."

Bundestrainerin Silvia Neid lobte vor allem die große Moral und den Charakter des Teams, das gegen die spielerisch klar überlegenen Französinnen auch nach dem 0:1 von Louisa Necib (63.) nie aufgab und an sich glaubte. So fiel der Ausgleich durch Celia Sasic (84./Handelfmeter) zwar spät, aber nicht zu spät. "Ich finde, dass meine Mannschaft richtig charakterstark ist."

Peter sieht als großes Plus der DFB-Elf die Geschlossenheit, die Bereitschaft und den Willen, in kritischen Situationen noch enger zusammenzurücken, auf dem Platz füreinander da zu sein und der anderen zu helfen. "Wir sind vielleicht nicht die beste Mannschaft, aber mit Sicherheit das beste Team!"

Dieser Teamgeist ist nun auch gegen die Superstars Abby Wambach, Alex Morgan und Co. vonnöten. Ob Dzsenifer Marozsan wieder helfen kann, ist noch unklar. Die deutsche Nummer 10, die in der zweiten Hälfte gegen Frankreich für frischen Schwung sorgte und trotz Schmerzen im Fuß im Elfmeterschießen Verantwortung übernahm, hatte sich bei einer Abwehraktion eine Bänderdehnung im ohnehin lädierten linken Sprunggelenk zugezogen. Sie wurde auch am Sonntag intensiv behandelt.

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