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Frauen-WM 2015: DFB-Elf scheitert an USA - Sasic zeigt Nerven

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WM-Titeltraum geplatzt  

DFB-Damen scheitern an USA - Sasic vergibt Elfer

01.07.2015, 14:54 Uhr | dpa

Frauen-WM 2015: DFB-Elf scheitert an USA - Sasic zeigt Nerven. Anja Mittag (l), Nadine Angerer und Simone Laudehr (r)  sitzten nach dem Spiel schwer enttäuscht auf der deutschen Bank. (Quelle: dpa)

Anja Mittag (l), Nadine Angerer und Simone Laudehr (r) sitzten nach dem Spiel schwer enttäuscht auf der deutschen Bank. (Quelle: dpa)

Aus der Traum für Deutschlands Fußball-Frauen: Das DFB-Team scheiterte bei der WM in Kanada mit 0:2 (0:0) im Halbfinale an den USA und muss somit weiter auf den dritten WM-Titel warten. Auf die Elf von Trainerin Silvia Neid wartet im Spiel um Platz drei in Edmonton nun entweder Titelverteidiger Japan oder England.

Vor 51.176 frenetischen Zuschauern im Olympiastadion von Montreal trafen Spielführerin Carli Lloyd mit einem umstrittenen Elfmeter in der 69. Minute und die eingewechselte Kelley O'Hara (84.) für die US-Girls. Zuvor hatte Celia Sasic (60.) die große Möglichkeit zur deutschen Führung vergeben, als sie einen Strafstoß am Tor vorbei schoss.

"45 Minuten reichen nicht"

Vorwürfe gab es aber keine. "Das ist natürlich bitter. Aber so ist der Fußball. Vor einigen Tagen haben wir gemeinsam gewonnen, heute gemeinsam verloren", sagte Neid nach der Partie. "Klar sind wir alle enttäuscht und ein bisschen traurig", stieß Torhüterin Nadine Angerer ins gleiche Horn. Die Kapitänin räumte aber auch ein: "Die erste Halbzeit ist an uns vorbeigerauscht. 45 Minuten reichen nicht."

Nach dem Viertelfinale gegen Frankreich wechselte Neid ihre Anfangsformation wie erwartet nur auf einer Position. Für Babett Peter rückte Saskia Bartusiak nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Innenverteidigung neben Annike Krahn. US-Trainerin Jill Ellis brachte in Megan Rapinoe (nach Gelbsperre) und Lauren Holiday für Amy Rodriguez und O'Hara zwei frische Kräfte.

DFB-Elf startet gut

Von Beginn an entwickelte sich zwischen dem Weltranglisten-Ersten Deutschland und dem Zweiten eine rasante, temporeiche Partie mit vielen Chancen. Die DFB-Elf startete wesentlich wacher und aggressiver als zuletzt gegen Frankreich. Ein Kopfball von Melanie Leupolz (3.) fiel auf das Tornetz.

Dann aber hatten die US-Girls ihre erste große Möglichkeit, und was für eine. Nach einer Ecke der erneut ganz starken Rapinoe konnte Angerer den Kopfball von Julie Johnston (7.) aus kurzer Distanz reaktionsschnell abwehren. Kurz darauf musste Angerer, die ihr Team schon gegen Frankreich mehrfach gerettet hatte, noch einmal ihr ganzes Können aufbieten. Als US-Star Alex Morgan allein auf sie zulief, war die 36-Jährige erneut mit einer Fußabwehr zur Stelle.

Platzwunde bei Popp

Nach einer knappen halben Stunde rasselten Alexandra Popp und Morgan Brian im Luftkampf mit den Köpfen zusammen. Die Wolfsburger Stürmerin erlitt eine Platzwunde, konnte aber ebenso nach einer längeren Behandlungspause weitermachen wie die zunächst benommen wirkende Amerikanerin. In der zweiten Hälfte spielte Popp dann mit einem dicken Kopfverband weiter.

Die deutsche Offensive tat sich sehr schwer, entwickelte zu wenig Ideen und verlor die Bälle zu schnell. Dagegen musste die Abwehr einige kritische Situationen gegen die mit viel Power anstürmenden US-Spielerinnen überstehen. Vor allem die bereits verwarnte Leonie Maier hatte große Mühe, die immer wieder gefährlich über die linke Seite vorstoßende Rapinoe in den Griff zu bekommen.

Sasic zeigt Nerven

Nach einer Stunde schien sich das Blatt zugunsten der achtmaligen Europameisters zu wenden. Als Johnston Popp im Strafraum umriss, entschied die rumänische Schiedsrichterin Teodora Albon auf Strafstoß für Deutschland. Doch der sonst so sicheren Sasic versagten diesmal die Nerven. Auf der Gegenseite machte es Lloyd neun Minuten später besser und ließ Angerer beim allerdings sehr umstrittenen Elfmeter keine Chance. Krahn hatte Alex Morgan an der Strafraumgrenze abgeblockt.

Das DFB-Team gab nicht auf, warf noch einmal alles in die Waagschale, doch klare und durchdachte Aktionen gab es zu selten. Am Ende fehlten Kraft und Konzentration, um das Spiel noch umzubiegen. So nahm das US-Team erfolgreich Revanche für die 2003 in den USA erlittene Halbfinal-Niederlage gegen den späteren Weltmeister aus Deutschland.

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