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Trainer Schröder: Meine Generation ist "Auslaufmodell"

26.08.2015, 13:42 Uhr | dpa

Fußball - Trainer Schröder: Meine Generation ist "Auslaufmodell". Bernd Schröder trainiert die Potsdamer Fußballerinnen.

Bernd Schröder trainiert die Potsdamer Fußballerinnen. Foto: Christoph Schmidt. (Quelle: dpa)

Potsdam (dpa) - Bernd Schröder nimmt langsam Abschied - und mit dem 73 Jahre alten Potsdamer Frauenfußball-Trainer verschwindet aus seiner Sicht eine gesamte Generation.

Für einen Typen wie ihn, der als autoritärer und oft kantiger Nörgler gilt, gehe die Zeit zu Ende. "Im Moment sieht es so aus, dass wir eine Generation sind, die Auslaufmodell ist", sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur. "Im Moment wird es nicht so verstanden, dass eine klare Linie wichtig ist."

Am Freitag eröffnet Schröders 1. FFC Turbine Potsdam mit einem Gastspiel beim Meister FC Bayern München nicht nur die neue Bundesliga-Spielzeit. Das Trainer-Urgestein startet seine persönliche Abschiedstour. Nach 45 Jahren will sich Schröder im nächsten Sommer zurückziehen. Der deutsche Frauenfußball verliert eines seiner bekanntesten Gesichter. Es geht ein Erfolgscoach, der mit seinen direkten, teils unbequemen Worten für Kontroversen sorgt - und auch Bundestrainerin Silvia Neid oft nicht verschonte.

Klare Ansprachen seien "schwierig" in der heutigen Gesellschaft. "Wir haben einen hohen Grad an Heuchelei und Scheinheiligkeit entwickelt", behauptet Schröder gewohnt kritisch. "Aber das wird sich irgendwann mal wieder ändern." Als sogenannter harter Hund erinnert er an die früheren Bundesliga-Trainer Eduard Geyer und Felix Magath oder Box-Coach Ulli Wegner. "Man spart viel Zeit, wenn man eine klare Richtung angibt und das auch klar artikuliert", findet Schröder. "Vor mir haben schon viele Trainer gesagt: 'Die Sprache des Erfolgs ist rau.'"

Seit 1971 prägt er den Potsdamer Verein. Er baute eine Sportart mit auf und formte einen Spitzenclub, der auch nach der Einheit erfolgreich blieb. Sechsmal wurde er DDR-Meister, sechsmal deutscher Meister, dreimal Pokalsieger, zweimal Europas Nummer eins. Trotzdem - seine Art gefällt längst nicht jedem. "Er ist sehr speziell", erklärte Nationalspielerin Anja Mittag, die am Dienstag im Testspiel gegen Paris St. Germain (1:1) ihren alten Coach wiedertraf. "Er motzt mich mal an, wenn ich einen Fehler mache. Er freut sich, wenn ich gut spiele. Er ist eine ehrliche Haut", beschrieb ihn Bianca Schmidt.

Immer wieder verließen Hauptdarstellerinnen Potsdam, der Umbruch war auch in diesem Sommer groß. Nach vier Meisterschaften in Serie bis 2012 trumpfte zuletzt vor allem der VfL Wolfsburg auf, mit dem Triple 2013 sowie Champions-League-Sieg und Meistertitel ein Jahr später. Parallelen zu den Männern sind unverkennbar, eine Dominanz der finanzkräftigen Niedersachsen und Münchner fürchtet Schröder nicht.

Schröder betreute die DDR-Auswahl bei ihrem einzigen Länderspiel - ob er auch nach der Wende gern die Nationalelf trainiert hätte? Er hätte sich wohl geschmeichelt gefühlt. Schröder wehrte aber ab: "Nö, das stand für mich nie zur Diskussion."

Ohne besondere Wehmut will er nun seine Abschiedssaison angehen. Er habe ja genügend Zeit gehabt, sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen. Und er habe sich auch deswegen entschieden, aufzuhören, "weil man irgendwann selbst denkt, alles gesagt zu haben, was man sagen wollte". Seinen Entschluss könne "eigentlich nichts" umbiegen. "Man muss das gesprochene Wort auch halten", sagt Schröder.

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