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Die Bayern liegen auch an den Festtagen vorn

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Fußball an Weihnachten  

Die Bayern liegen auch an den Festtagen vorn

24.12.2007, 10:58 Uhr | t-online.de

Von Jörg Hausmann

FC Bayern-Christbaumschmuck (Foto: imago)FC Bayern-Christbaumschmuck (Foto: imago) Alle Jahre wieder: Wenn in England längst wieder der grüne Rasen im Kampf um Punkte umgepflügt wird, sortieren die Profi-Kollegen in der deutschen Bundesliga noch die Gaben unter dem Weihnachtsbaum. Das nennt sich Winterpause, obwohl die kalte Jahreszeit immer später Einzug hält. Es gab Zeiten, da waren deutsche Profis genauso harte Kerle wie die in England, und es wurde auch in Fußball-Deutschland vor Weihnachten kein Halt gemacht. Vor genau 30 Jahren war das noch der Fall, als in den 2. Bundesligen Nord und Süd komplette Spieltage anstanden. 232 statistisch belegbare Pflichtspielbegegnungen (oberste beide Ligen und Pokal) fanden nach 1945 an den Weihnachtstagen im alten Bundesgebiet statt. Und die meisten Punkte holten? Der FC Bayern München und der 1. FC Nürnberg. Auf Grund der Tordifferenz sind die Bayern aber auch hier Meister.

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Vor 60 Jahren FC Bayern vor Münchner Derby Letzter
Danach sah es vor genau 60 Jahren noch nicht aus. Am 26. Dezember 1946 trafen sich die Roten und die Blauen zum Münchner Stadtderby in der Oberliga Süd, damals eine der insgesamt fünf höchsten Ligen in Deutschland. Bis 1963 endlich die 1. Bundesliga startete, maßen sich in den Oberligen Nord, Berlin, West, Südwest und Süd die besten Mannschaften. Zu Weihnachten 1946 gehörte der heutige Rekordmeister nicht unbedingt dazu. Als Tabellenletzter empfing der FC Bayern vor 22.000 Zuschauern die Löwen, damals auf Position zwei platziert. Insofern durften die Kicker von der Säbener Straße mit dem 1:1-Endergebnis durchaus zufrieden sein.

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Seit 1977 ist Fußball zu Weihnachten tabu
Seitdem gewannen die Bayern an Weihnachten (1949, 1958, 1960 und 1961) immer, wenn sie antraten. Da nutzt es der SpVgg Fürth auch nicht, im Laufe der Jahre acht Mal das Fest der Liebe unterbrochen zu haben, um Fußball zu spielen. Der fränkische Zweitligist sammelte "nur" 12 Punkte und landete in der inoffiziellen Weihnachtstabelle auf Platz fünf. Die Fürther gehörten am 26. Dezember mit ihrer 0:1-Niederlage in Darmstadt zu den "letzten Mohikanern", als die zweiten Ligen komplett aktiv waren. Zwölf Monate darauf kam es noch zu einem Pokal-Wiederholungsspiel im Viertelfinale des DFB-Pokals. Düsseldorfs Urgestein Egon Köhnen warf seinerzeit den FC Schalke 04 vor 50.000 Zuschauern aus dem Wettbewerb. Die Rheinländer - heute wieder mit Ambitionen auf den Zweitliga-Aufstieg - verloren später das Endspiel gegen den 1. FC Köln.

DFB-Pokal Das letzte Weihnachtsspiel 1977

Im hohen Norden regelmäßig heiße Weihnachts-Derbys
Die derzeit darbenden Geißböcke spielen in der Weihnachts-Historie nur eine marginale Rolle. Sie traten lediglich am 26. Dezember 1960 im Rahmen der DFB-Pokal-Qualifikation beim SV Schlebusch (Stadtteil Leverkusens) mit einem 4:0-Sieg in Erscheinung. Da brannte im hohen Norden schon des öfteren die Hütte - beispielsweise am 25. Dezember 1949. Derby in Hamburg, St. Pauli gegen den Hamburger SV, Zweiter gegen Erster, 28.000 Zuschauer. St. Pauli siegt mit 2:0. Oder im Jahr des ersten WM-Siegs. Am 26. Dezember 1954 siegte der Vierte Werder Bremen vor 10.000 Zuschauern bei Tabellenführer HSV mit 3:2.

HSV verwandelt ein 0:4 in ein 6:4
Auch genau ein Jahr darauf reichte es für den Ersten aus Hamburg an der Weser nur zu einem 1:1. Zeitgleich trotzte im Südwesten der Oberliga-Dritte FK Pirmasens - im Sommer 2006 in die Regionalliga Süd aufgestiegen - der halben Weltmeister-Elf aus Kaiserslautern vor 10.000 Zuschauern ebenfalls ein 1:1. ab. Und dann erst der 26. Dezember 1957: Wieder ist der HSV zu Weihnachten Erster, Verfolger Eintracht Braunschweig reiste an. Zur Pause führten die Niedersachsen mit 4:0! Drei Uwe-Seeler-Tore sorgten unter anderen für eine noch verrücktere zweite Halbzeit und die Wende. Endstand 6:4.

Vor elf Jahren Yeboah-Tor an Heiligabend
Noch zwei Tore mehr produzierten acht Jahre später, am 26. Dezember 1965, in der Regionalliga Süd die Offenbacher Kickers und der VfR Pforzheim. Die badischen Gäste waren am Main chancenlos und brachen in der Schlussphase noch richtig zusammen. Es stand in der 83. Minute noch 7:1 für den OFC, ehe binnen sieben Minuten noch vier Mal der Frankfurter Nachbar jubeln durfte. Heiligabend blieb hier zu Lande aber heilig und fußballfrei. In England trafen sich an jenem Feiertag zuletzt 1995 Leeds United und Manchester United zum Premier-League-Duell. Leeds - inzwischen nur noch Zweitligist - behielt mit 3:1 die Oberhand. Das zweite Tor erzielte der frühere Bundesliga-Stürmer Anthony Yeboah.

Die deutsche Weihnachts-Top Ten
1. FC Bayern München
2. 1. FC Nürnberg
3. SV Waldhof Mannheim
4. Borussia Neunkirchen
5. SpVgg Fürth
6. STV Horst-Emscher
7. Kickers Offenbach
8. Arminia Bielefeld
9. Werder Bremen
10. VfB Stuttgart
zu den besten 50

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