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Rummenigge: Es wird keinen zweiten Fall Bosman geben

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Rummenigge: Es wird keinen zweiten Fall Bosman geben

08.02.2008, 17:06 Uhr | sid

Karl-Heinz Rummenigge (Foto: imago)Karl-Heinz Rummenigge (Foto: imago) Die FIFA ist einen großen Schritt auf die Profiklubs zugegangen und hat Vertretern von 18 Spitzenvereinen aller Kontinente die Modifizierung des umstrittenen Artikels 17 versprochen. Das bestätigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München. Nach Aussagen des ehemaligen Weltklasse-Stürmers sicherte der Fußball-Weltverband den Klubs bei einem Treffen in ihrem Hauptquartier in Zürich zu, gemeinsam an einer Änderung des Artikels, der Profis einen vorzeitigen Vertragsausstieg ermöglicht, zu arbeiten.

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Klub-Arbeitsgruppe wird aufgewertet

Zudem hat der Weltverband beschlossen, ihre Klub-Arbeitsgruppe zur ständigen FIFA-Klubkommission aufzuwerten. Die neue Kommission soll gewährleisten, dass der Klubfußball stärker in die Entscheidungsfindungsprozesse der FIFA eingebunden wird, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Die FIFA lobte die "erfolgreichen und konstruktiven Gespräche", Präsident Sepp Blatter würdigte das Treffen als "wichtigen Schritt".

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Bayern-Boss ist jetzt beruhigter

Rummenigge betonte, es sei nun "gewährleistet, dass wir unsere Interessen in der FIFA vertreten können. Die FIFA-Klub-Taskforce, die als zeitlich limitierte Veranstaltung angedacht war, wird jetzt in ein festes Verhältnis übergeführt. Das ist sehr sinnvoll." Das Versprechen, Artikel 17 (Fall Webster) zu modifizieren, nahm Rummenigge mit Erleichterung auf. "Ich bin nach dieser Sitzung wesentlich beruhigter", sagte er: "Ich glaube, es wird kein zweiter Fall Bosman auf den Klubfußball zukommen."

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Kein Wechsel- und Kündigungswahn

FIFA und Klubs wollten "einen Wechsel- und Kündigungswahn der Spieler" mit der Neugestaltung der bisherigen Regelung vermeiden, ergänzte Rummenigge. "Durch intelligente Manöver und geschickte juristische Formulierungen" könne man aber bereits gewährleisten, "dass die Dinge nicht total in Frage gestellt werden". Klubs könnten etwa in künftige Verträge eine Klausel einbauen, "die beiden Vertragsparteien im Falle einer einseitigen Kündigung nicht nur das Restgehalt, sondern auch eine Strafe in Form des zwei- oder dreifachen Gehaltes zuspricht", sagte Rummenigge. Zudem könne man Treue der Spieler bei langfristigen Verträgen belohnen, indem ab einem gewissen Zeitpunkt mehr bezahlt wird.

Klare Regelungen sollen getroffen werden

Von einem Gentlemen's Agreement, das verhindern soll, dass der Artikel angewendet wird, rät Rummenigge "dringend ab. Das käme einem Kartell zu Lasten der Spieler gleich - und wäre weltweit nicht durchsetzbar." Der Ex-Profi ist überzeugt, dass es zu einer Einigung kommt, weil auch der Spielervereinigung FIFPRO "nicht daran gelegen sein kann, dass es hier zu großen Irritationen kommt".

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