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Dynamo Dresden: Bernd Maas erhält wieder Morddrohungen

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Dynamo Dresden  

Erneute Morddrohungen

19.02.2008, 14:32 Uhr | dpa, sid

Geschäftsführer bei Dynamo Dresden: Bernd Maas (Foto: imago)Geschäftsführer bei Dynamo Dresden: Bernd Maas (Foto: imago) Fußball-Regionalligist Dynamo Dresden hat nach erneuten Morddrohungen gegen Geschäftsführer Bernd Maas und Sachbeschädigung Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Am Wochenende waren Schmierereien mit massiven Anfeindungen gegen Maas auf dem Trainingsgelände, am Stadion und in der Stadt aufgetaucht. "Maas töten" und ein Galgen, an dem der Name Maas hängt, lassen den 38-Jährigen um sein Leben fürchten.

Massive Drohungen gegen Bernd Maas

Auch Marketingleiter Markus Hendel und Geschäftsstellenleiterin Elke Weiße sind von den Drohungen betroffen. Seit Monaten setzen Maas speziell Mitglieder der "Ultras Dynamo" zu. Bereits letzten Herbst musste er beim Heimspiel gegen Wuppertal unter Polizeischutz aus dem Stadion gebracht werden, bei der Auswärtspartie gegen Verl am Wochenende wurde er im Beisein seines fünfjährigen Sohnes massiv bedroht. Beim Amtsantritt im Juli 2007 hatte sich Maas dem Kampf gegen die Gewalt in Dresden verschrieben und verfolgt seitdem eine konsequente Linie gegen die Krawallmacher. Dynamo Dresden hatten in der Vergangenheit durch Krawalle gewaltbereiter Anhänger mehrfach für negative Schlagzeilen gesorgt.



Staatsanwälte und fliegende Kamera in Stadien


Als erstes Bundesland schickt derweil Sachsen im Kampf gegen Hooligans künftig eine fliegende Kamera und einen Staatsanwalt zu brisanten Fußballspielen. Bei Tumulten könne der Staatsanwalt mit Hilfe der Luftaufnahmen sofort Gewalttäter festnehmen lassen und Ermittlungen einleiten, sagte Landespolizeipräsident Bernd Merbitz. Seinen ersten Einsatz könnte der 60.000 Euro teure Hubschrauber schon am kommenden Sonntag beim Landesligaspiel Lok Leipzig gegen Kickers Markkleeberg haben. Die Begegnung sei anfällig für Ausschreitungen, sagte Merbitz.

Unbemannte Drohne wird eingesetzt

"Wir sehen sonst immer nur die erste Reihe. Wenn dann ein Stein aus der Menschenmenge geflogen kommt, kriegt man nicht raus, wer es war", sagte der Polizeipräsident. Viele andere Bundesländer seien gespannt, welche Erfahrungen Sachsen mit dem "fliegenden Auge" macht. Zwar besitzt auch Nordrhein-Westfalen schon eine Drohne. Wegen Bedenken an der Zuverlässigkeit wird sie dort aber bei Einsätzen derzeit nicht genutzt. "Wir sind die ersten, die eine unbemannte Drohne unter scharfen Bedingungen einsetzen", betonte Merbitz. In Großbritannien gebe es allerdings schon positive Erfahrungen.

Fotos sollen veröffentlicht werden

Die Polizei werde auch häufiger Fotos von gesuchten Hooligans auf Plakaten und in Zeitungen veröffentlichen, kündigte er an. Neben Hinweisen zu deren Identität erhofft sich der Polizeipräsident dadurch auch einen erzieherischen Effekt: "Vielleicht sehen das ja auch Freunde oder der Arbeitgeber und sagt dann: Junge, damit schadest Du auch meinem Unternehmen - lass die Finger davon." Die meisten verlasse ohnehin der Mut, sobald sie nicht mehr anonym seien.

Nur bei wirklichen Tumulten einsetzen

Die Drohne solle allerdings nur eingesetzt werden, wenn es tatsächlich zu Tumulten kommt. "Wir wollen die echten Fans ja nicht stigmatisieren", sagte Merbitz, der selbst großer Fußballfan ist. "Aber man darf im Stadion nicht immer Angst haben müssen, dass einige bei einem Gegentor gleich ausrasten."

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