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FIFA geht auf Konfrontationskurs mit der EU

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Fussball - FIFA  

6+5-Regel: FIFA geht auf Konfrontationskurs mit der EU

30.05.2008, 15:30 Uhr | dpa

FIFA-Boss Joseph Blatter (Foto Reuters)FIFA-Boss Joseph Blatter (Foto Reuters) Die FIFA hat die Einführung der von Präsident Joseph Blatter initiierten 6+5-Regel von der Saison 2010/11 an beschlossen. Damit hat sich der Weltfußball-Verband auf Konfrontationskurs zur Europäischen Union begeben. "Wir haben in Deutschland Vereine, in denen kein Deutscher spielt. Das kann doch nicht die Zukunft des Fußballs sein. Wir müssen nun gemeinsam mit der Europäischen Union eine Lösung finden", begrüßte Franz Beckenbauer die Entscheidung des FIFA-Kongresses in Sydney, bei dem die Delegierten mit der Unterzeichnung des neuen WADA-Codes zudem ein Zeichen im Anti-Doping-Kampf setzten.

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Fünf Gegenstimmen

155 Delegierte stimmten für die von Beckenbauer und UEFA-Präsident Michel Platini unterstützte 6+5-Regel, 40 enthielten sich der Stimme, fünf waren dagegen. "Wir werden innerhalb der gesetzlichen Grenzen alles dafür tun, dass dieses sportliche Ziel erreicht wird", erklärte Blatter auf der abschließenden Pressekonferenz.

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Blatter sucht Gespräch mit EU

Weil die EU den Plan als Diskriminierung von Arbeitskräften betrachtet und deshalb kategorisch ablehnt, möchte sich Blatter am 5. Juni in Brüssel mit dem deutschen Präsidenten des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering, zu einem Gespräch treffen. "Gesetze können korrigiert, geändert werden. Wir werden um Solidarität werben und die EU bitten, der sportspezifischen Regel zuzustimmen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", appellierte Blatter.

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Plan soll stufenweise eingeführt werden

Sein Plan sieht vor, das Regelwerk von 2010 an stufenweise einzuführen. Zunächst sollen in Spielen von Vereinsmannschaften vier einheimische Spieler in der Anfangsformation stehen. In der darauffolgenden Spielzeit sollen es fünf sein, ehe die Regel in der Saison 2012/13 mit sechs einheimischen Spielern vollständig umgesetzt werden soll.

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Bierhoff: "Entscheidung fällt auf politischer Ebene"

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff sprach sich wie Beckenbauer grundsätzlich für die Regelung aus, erwartet aber Probleme bei der Umsetzung. "Jeder fände es schön, wenn die Uhr zurückgedreht würde. Für den Fußball bewerte ich das positiv. Ich denke jedoch, es lässt sich mit dem EU-Recht nicht vereinbaren. Die Entscheidung wird wohl auf politischer Ebene fallen", sagte Bierhoff vor der Abreise aus dem EM-Trainingslager der DFB-Auswahl auf Mallorca.

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Uefa-Chef Michel Platini (Foto: imago)Uefa-Chef Michel Platini (Foto: imago)

Platini sichert Unterstützung zu

UEFA-Präsident Platini kündigte Blatter seine volle Unterstützung an, weiß allerdings um die massiven Widerstände in den Vereinen. "Europa ist in keiner bequemen Position, aber wir werden alles dafür tun, um dem FIFA-Präsidenten zu helfen. Einige Ligen sind dafür, einige dagegen. Die Klubs sind generell dagegen", erklärte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

WADA-Vertrag ratifiziert

Einigkeit herrschte beim FIFA-Kongress bei der Annahme des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Mit einer Zustimmung von 99 Prozent wurde der vom Weltverband leicht modifizierte Vertrag ratifiziert. Anders als von der WADA vorgesehen, wird es im Fußball keine Regelstrafe von zwei Jahren Sperre beim ersten Dopingverstoß geben. Dennoch zeigte sich WADA-Chef John Fahey zufrieden. "Der Fußball ist ein Gigant in der Welt des Sports. Sein Beispiel ist von höchster Bedeutung, denn seine Unterstützung für den Anti-Doping- Kampf wird Nachahmer in anderen Sportarten weltweit finden", sagte Fahey.

WM 2018 wieder in Europa

Ferner beschloss die FIFA in Sydney, dass im Juni 2011 erstmals in der Historie die Ausrichter für zwei Fußball-Weltmeisterschaften (2018 und 2022) gewählt werden. Blatter begründete dies mit der besseren Planungssicherheit für die Gastgeberländer und die Sponsoren. Seiner Ansicht nach wird die Endrunde 2018 mit größter Wahrscheinlichkeit wieder in Europa stattfinden.

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