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TV-Rechte: Private stechen erneut Öffentlich-Rechtliche aus

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Champions League und UEFA Cup  

Private stechen erneut Öffentlich-Rechtliche aus

19.06.2008, 16:38 Uhr | dpa

Am Spielfeldrand eines Europapokalspiels (Foto: imago)Am Spielfeldrand eines Europapokalspiels (Foto: imago) Die Champions League wird von 2009 stärker als bisher im frei empfangbaren Fernsehen (Free TV) präsent sein. Der Privatsender Sat.1 darf zukünftig 17 Partien pro Saison live aus der europäischen "Königsklasse" übertragen. Der umfangreiche Vertrag, den die ProSiebenSat.1 Media AG mit der Europäischen Fußball Union (UEFA) abgeschlossen hat, beinhaltet auch 29 Live-Begegnungen im UEFA Cup. Sie sollen donnerstags um 19.00 und 21.00 Uhr ausgestrahlt werden. Sendetag für die Champions League bleibt der Mittwoch. Ist nur noch ein deutsches Team im Wettbewerb und hat ein Dienstag-Spiel, kann auch diese Partie gezeigt werden. Dies war bisher nicht erlaubt.

Mehr Bilder von den deutschen Vertretern

"Europas bester Fußball in Sat.1. Dieses Konzept ist für unseren Konzern eine strategisch wichtige Entscheidung", kommentierte Vorstandsmitglied Andreas Bartl den Abschluss der Vereinbarung für die Spielzeiten 2009/2010 bis 2011/2012. Auch der Pay TV-Sender Premiere einigte sich mit der UEFA auf einen neuen Drei-Jahres-Vertrag und wird zukünftig 145 statt 125 Champions League-Spiele live im Bezahlfernsehen zeigen. Neu sind 20 Begegnungen der dritten Qualifikationsrunde, wobei das Hin- und Rückspiel des deutschen Vertreters auch von Sat.1 übertragen wird.

Neues Paket enthält auch den UEFA Cup

"Im Gegensatz zur bisherigen Praxis können wir mittwochs das attraktivste Champions-League-Spiel auswählen. Das gilt auch für die beiden UEFA-Cup-Begegnungen am Donnerstag", erläuterte Bartl die Vereinbarung mit der UEFA, die neue Pakete geschnürt hatte, um vor allem die Champions League besser im Free TV zu verankern. In der kommenden Saison zeigt Premiere wie bisher eine Mittwoch-Partie der "Königsklasse" unter dem Namen "Champions TV" in Sat.1.

Zentralvermarktung steht vor der Tür

Über die finanzielle Größenordnung der Vereinbarung machte die ProSiebenSat.1 Group keine Angaben. ARD und ZDF hatten ebenfalls Interesse an den Europapokal-Rechten und dem neuen Modell von 2009 an bekundet. Das Erste soll rund 20 Millionen Euro für den UEFA-Cup geboten haben. Premiere hat nach eigenen Angaben noch keinen Vertrag über die UEFA-Cup-Spiele abgeschlossen. Der Wettbewerb mit insgesamt 205 Spielen soll von 2009 an ebenso wie die Champions League von der UEFA zentral vermarktet werden.

Bedeutung des Internets wächst weiter

Der Medienkonzern erwarb neben den TV-Rechten an den beiden Europapokal-Wettbewerben auch Live-Übertragungsrechte im Internet und über mobile Endgeräte. Damit sollen vor allem jüngere Menschen angesprochen werden. "Wichtig ist uns, erstmals alle Begegnungen sowohl live als auch zeitversetzt im Online- und Mobil-Bereich ausstrahlen zu können", betonte Vorstandschef Guillaume de Posch, der auf eigenen Wunsch Ende des Jahres ausscheidet.

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