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U-19-EM - Finale  

Deutscher Nachwuchs beendet Titel-Flaute

27.07.2008, 13:24 Uhr | dpa

U-19-Bundestrainer Horst Hrubesch (Foto: imago)U-19-Bundestrainer Horst Hrubesch (Foto: imago) Mit einem 3:1-Erfolg im Finale der U 19-EM gegen Italien beendete der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Trainer Horst Hrubesch eine 16 Jahre dauernde Titel-Flaute. Der 57-jährige Hrubesch, 1982 als Nationalstürmer im WM-Endspiel Italien genau mit 1:3 unterlegen, ist davon überzeugt, dass die deutschen Junioren längst in Europas Elite angekommen sind und auf neue Erfolge nicht mehr lange warten müssen.

U-19-EM DFB-Junioren beweisen gegen Italien ihre Klasse

Sie führten eine Mannschaft, deren Spieler nahezu ohne jede Bundesliga-Erfahrung sind, an die Spitze Europas. Wo lag der Schlüssel zum Erfolg?
Hrubesch: "Diese U 19 ist ein komplettes Team, in der gute Individualisten, echte Typen und Mannschaftsspieler vertreten sind. Mir war seit einem Jahr klar, dass die Jungs das Potenzial zum EM-Titel haben, und das habe ich ihnen immer wieder klar gemacht. Entscheidend waren nicht nur die typischen deutschen Tugenden wie Gas geben. Die Mannschaft hat im Turnier auch spielerisch dominiert. Wir hatten acht verschiedene Torschützen, dabei fehlte uns neben einigen verletzten Spielern auch Marko Marin, den wir ja bereits im höheren Altersbereich spielen lassen."

Zuletzt gelang eine U 16-Auswahl des DFB 1992 einen EM-Titel. Sind die deutschen Talente nach dieser Durststrecke jetzt wieder in der europäischen Spitze konkurrenzfähig?
Hrubesch: "Wir konnten bereits in den vergangenen Jahren auf dem hohen europäischen Niveau mithalten, problematisch ist jedes Jahr nur die Endrunden-Qualifikation, in der ein schlechter Tag zum Ausscheiden führen kann. An einer EM können ja nur acht Teams teilnehmen, in Tschechien fehlten beispielsweise die Niederlande. Es wird aber mit Sicherheit keine 16 Jahre bis zum nächsten Titel dauern. Ich glaube, dass schon in den kommenden zwei bis drei Jahren weitere Triumphe folgen."

Im EM-Finale 1980 gelangen Ihnen als Spieler gegen Belgien beide Tore. Welchen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang Ihr erster EM-Titel als Trainer?
Hrubesch: "Beide Titel haben für mich eine sehr hohe Bedeutung, ich kann sie auf eine Ebene stellen. In Tschechien konnte ich, anders als 1980, nicht mehr mitspielen, habe aber ein Jahr mit den Jungs auf dieses Ziel hingearbeitet. Das sind alles meine Spieler, die mir so ans Herz gewachsen sind, dass ich sie auch adoptieren würde. Alle haben das Potenzial, irgendwann A-Nationalspieler zu werden. Wer sich am Ende aber wirklich durchsetzt, kann ich heute nicht prognostizieren."

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