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Oliver Kahn tritt ab: Abschiedsspiel vom Titan

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Abschiedsspiel von Oliver Kahn  

Der Titan tritt ab

02.09.2008, 23:01 Uhr | sid, t-online.de

Oliver Kahn nimmt Abschied von seinen Fans (Foto: dpa)Oliver Kahn nimmt Abschied von seinen Fans (Foto: dpa) Oliver Kahn hat seine großartige Karriere beendet. Mit großen Emotionen und viel Applaus hat sich der Torwart von der großen Fußball-Bühne verabschiedet. Der langjährige Nationaltorwart bestritt im Trikot von Bayern München seine letztes Partie und feierte beim 1:1 (0:1) gegen die DFB-Elf einen würdigen Abschluss einer großen Laufbahn.

"Ich glaube, das war das Größte, was ich in meiner Karriere erlebt habe - und das als Abschluss. Das war der Gipfel für mich. Hut ab und vielen Dank dafür!", sagte Kahn nach seiner Auswechslung über das Stadionmikrofon.

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Breno gelingt der letzte Treffer gegen Kahn

"Nach 557 Bundesligaspielen, 86 Länderspielen und 24 Titeln war um 21.41 Uhr endgültig Schluss für den dreimaligen Welttorhüter. Als letzter Spieler hatte Bayern-Verteidiger Breno die zweifelhafte Ehre, Kahn zu bezwingen: ihm unterlief ein Eigentor (33.). Miroslav Klose erzielte das 1:1 für den FC Bayern (51.), der einzig Bastian Schweinsteiger für die DFB-Auswahl abstellte.

Schweini will Kahn ärgern

Vor dem Spiel stieg Kahn zu Ehren eine kleine Abschiedsparty, bei deren Höhepunkt der einstige Titan unter stürmischem Applaus das Stadion betrat. Die Pop-Band Ich + Ich spielte dazu ihren Song "So soll es bleiben" - und bei vielen Fans kam Wehmut auf. Nicht so bei Kahn selbst, der sich lächelnd von den Bayern-Verantwortlichen zum Ehrenspielführer des Klubs ernennen ließ. Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena sollte der Spaß im Vordergrund stehen - und zumindest Bastian Schweinsteiger, der den verletzten Michael Ballack als DFB-Kapitän vertrat, nahm sich das zu Herzen: Gleich vom Anstoß weg versuchte er, Kahn mit einem Schuss aus 50 Metern zu überlisten, doch der Torwart war wie meist in 21 Jahren als Profi auch im ersten Spiel als Rentner auf dem Posten.

Hoeneß: "Heute ist der Tag der Versöhnung"

Danach passierte lange nichts Außergewöhnliches mehr. Die Fans vertrieben sich deshalb die Zeit mit Schmähgesängen auf Jens Lehmann, der Kahn vor der Heim-WM 2006 aus dem DFB-Tor verdrängt hatte. Bayern-Manager Uli Hoeneß rief die Zuschauer mit bebender Stimme zur Ruhe auf. "Heute ist der Tag der Versöhnung", sagte er ins Stadion-Mikrofon - und traf den Ton: Neben Kahn und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatten auch DFB-Manager Oliver Bierhoff und Ballack vor dem Spiel alte Zwistigkeiten ausgeräumt. Auch die Profis wollten sich nicht unnötig weh tun - und so war das Privatduell zwischen Bayern-Stürmer Luca Toni und Robert Enke im deutschen Tor noch der unterhaltsamste Aspekt eines müden Kicks, in dessen Mittelpunkt Kahn hätte stehen sollen.

Alle Augen auf Kahn gerichtet

Der beste Keeper seiner Generation sah stattdessen meist beschäftigungslos zu, seine wenigen Aktionen wurden frenetisch gefeiert. Machtlos war Kahn beim 0:1, als Breno einen Schuss von Piotr Trochowski ins Tor stolperte. In der Halbzeitpause waren dann doch alle Augen auf Kahn gerichtet, als zehn Kandidaten gegen ihn beim Millionenkick im 16-Meter-Schießen antraten. Fünf Bälle ließ Kahn passieren, die Schützen kassierten je 100.000 Euro, für soziale Projekte blieben 500.000 Euro.

In ferner Zukunft zurück beim FC Bayern

Auf Seiten der Bayern gab der jüngste Zugang Massimo Oddo ein ansprechendes Debüt, der Italiener bereitete Kloses Treffer vor. Mit zunehmender Spielzeit entdeckten immer mehr Spieler die Freude am Fußball und beschäftigten Kahn ein wenig mehr - der 39-Jährige war aber wie zu besten Zeiten stets zur Stelle. Nach 75 Minuten war Kahns letztes Spiel auf großer Bühne dann beendet, Michael Rensing, sein Nachfolger im Bayern-Tor, wurde für ihn eingewechselt. Mit dem Klassiker "Time to say goodbye" ging er auf die Ehrenrunde. Als TV-Experte im ZDF, Torwart-Talentförderer und Buchautor will er künftig arbeiten. "In ferner Zukunft", sagte er in einem Interview, werde er wohl zu den Bayern zurückkehren: "Da gäbe es sicher Aufgaben, die mich reizen und mir Spaß machen."

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