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EM 2012 - Ukraine: Stadionbau in Lemberg geplatzt

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EM 2012 in Polen und Ukraine  

Ukraine: Stadionbau in Lemberg geplatzt

15.10.2008, 17:26 Uhr | sid

Eigentlich fehlt in Lemberg nur noch das Stadion. (Foto: imago)Eigentlich fehlt in Lemberg nur noch das Stadion. (Foto: imago) EM-Gastgeber Polen und Ukraine stehen knapp vier Jahre vor der Fußball-EM 2012 weiter unter Zugzwang. Nachdem Polen den drohenden Entzug des Turniers gerade noch abwenden konnte, sorgte jetzt die Ukraine wegen eines geplatzten Stadion-Baus für Aufregung. Der österreichischer Konzern Alpine, der unter anderem die Münchner WM-Arena errichtet hat, stieg trotz vorliegender Baugenehmigung in Lemberg aus dem Projekt aus.

"Die Anforderungen der Stadt Lemberg waren nicht zu erfüllen. Man wollte ein Stadion mit einer Ausstattung weit über die UEFA-Norm hinaus und nur 85 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer zahlen. Das ist - zumal bei der schlechten Infrastruktur - für uns nicht machbar", erklärte Karin Keglevich, Sprecherin der österreichischen Baufirma, der "Bild"-Zeitung.

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Fehlende Bankbürgschaft

Wie das Blatt weiter berichtet, habe der Baukonzern 100 Millionen Euro gefordert und in der vergangenen Woche eine Anzahlung von 30 Prozent verlangt. Die Stadt Lemberg konnte aber offenbar keine Bankbürgschaft vorlegen. Mitte September hatte die Ukraine noch groß die Eröffnung des ersten Arena-Neubaus für die EM-Endrunde in Dnjepropetrowsk gefeiert. Das knapp 30 Millionen Euro teure Stadion für 31.000 Zuschauer wurde vom ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko seiner Bestimmung übergeben.

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173 Millionen für neues Stadion

Die Eröffnung eines zweiten Neubaus ist für kommenden Sommer in Donezk geplant. Berichten zufolge ist der Rohbau des 53.500 Zuschauer fassenden und 173 Millionen Euro teuren Stadions in Donezk bereits fertig gestellt. Es stünden lediglich Abschlussarbeiten und die Verlegung des Rasens noch aus. Das größte Stadion des Co-Ausrichters Ukraine für die EM 2012, die Arena im Nationalen Olympischen Komplex in Kiew, wird derzeit umfassend saniert.

Immer wieder Kritik

Die Renovierung soll im Juni 2010 abgeschlossen sein. In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Kritik am Stand der Vorbereitung in beiden Ländern gegeben. Zuletzt hatte die UEFA den beiden EM-Gastgeberländern eine letzte Gnadenfrist gewährt.

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