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Zwanziger zwingt sich zur UEFA-Kandidatur

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UEFA  

Zwanziger zwingt sich zur UEFA-Kandidatur

28.10.2008, 13:49 Uhr | dpa

Bald auf internationalem Parkett unterwegs: Theo Zwanziger (Foto: imago)Bald auf internationalem Parkett unterwegs: Theo Zwanziger (Foto: imago) Als "Kandidat Wider Willen" bewirbt sich DFB-Präsident Theo Zwanziger um einen Sitz im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA. Der Sprung auf die internationale Funktionärsbühne als Nachfolger des aus Altersgründen im März 2009 ausscheidenden Gerhard Mayer-Vorfelder ist für Zwanziger aber keine Herzensangelegenheit.

"Ich mache es nicht begeistert, aber richtig. Wenn ich es nicht machen würde, gäbe es Diskussionen", sagte der 63-Jährige. Nach Ansicht von Zwanziger wäre DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach der beste deutsche Repräsentant im höchsten kontinentalen Fußball-Gremium gewesen.

Theo Zwanziger Skepsis gegenüber Ballack

Von DFB-Landesverbänden gedrängt

"Niersbach wäre der Einzige, der infrage kam. Ich hatte nie Gelegenheit, in internationalen Gremien zu arbeiten. Ich war zwar einmal in der Finanzkommission der UEFA, aber die hat nie getagt", sagte Zwanziger. Zum Sinneswandel für eine eigene Kandidatur beim UEFA-Kongress im kommenden Frühjahr in Kopenhagen drängten den Juristen nun Stimmen aus den DFB-Landesverbänden. Der hauptamtlich als Generalsekretär engagierte Niersbach sollte offenbar nicht auch noch das internationale Ehrenamt innehaben.

Fünf Jahre den deutschen Fußball vertreten

"Die Stärkung des Hauptamtes gefällt nicht jedem Landesverband. Ich habe keine Lust, mich ein Jahr mit den Landesverbänden zu streiten, ob die Entscheidung richtig ist", beschrieb Zwanziger die Lage im DFB. An der Person Niersbach habe das Veto nicht gelegen, betonte der 63-Jährige. Neben FIFA-Exekutivmitglied Franz Beckenbauer wird Zwanziger dann fünf Jahre nach seiner Wahl zum DFB-Chef den deutschen Fußball in den internationalen Gremien vertreten. An einer Wahl durch die UEFA-Delegierten gibt es kaum Zweifel. Auch UEFA-Präsident Michel Platini wünscht sich ein deutsches Mitglied in seiner Exekutive.

"Platini ist der starke Mann"

Dabei war das Verhältnis zwischen Platini und Zwanziger noch im Vorjahr mehr als gespannt. Der DFB-Boss unterstützte bei der Wahl in Düsseldorf im Januar 2007 Platinis Kontrahenten Lennart Johansson und bezeichnete den Franzosen despektierlich als "Romantiker". Heute beurteilt Zwanziger die Lage anders. "Platini ist der starke und unterstützungswürdige Mann. Die Entscheidung, dass er die UEFA-Führung übernommen hat, war richtig."

International noch wenig Erfahrung

Zwanziger, der sich eher als Mann der Fußball-Basis und des Amateursports gegeben hat, kann auf dem hoch professionalisierten internationalem Parkett bislang kaum Meriten aufweisen. Auch die im Geflecht der Sportpolitik eminent wichtigen Verbindungen muss er sich noch erarbeiten. Dennoch will er die neue Verpflichtung mit dem ihm typischen Elan angehen. "Ich gehe die Aufgabe nicht so an, dass ich nur sechsmal im Jahr zur Exko-Sitzung fahre, um anwesend zu sein. Ich werde versuchen, die Dinge mitzugestalten", sagte er.

Positives Echo

Die Entscheidung Zwanzigers wurde durchweg positiv aufgenommen. "Mit seinem rhetorischen Geschick und seiner Erfahrung, mit seinem juristischen Sachverstand und seiner Fähigkeit, gerade in schwierigen Diskussionen und Situationen die richtigen Argumente und Wege zu finden, wird er die Entwicklung des Fußballs in Europa mit vorantreiben", sagte Beckenbauer. Auch Mayer-Vorfelder, der einst mit Zwanziger - in heftiger Konkurrenz verbunden - die Doppelspitze als DFB-Chef bildete, äußerte sich freundlich: "Ich werde ihn selbstverständlich bei seiner Bewerbung unterstützen."

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