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Polizei warnt vor Comeback der Hooligans in der 4. Liga

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Polizei warnt: Hooligans kehren zurück in die Stadien

20.01.2009, 13:24 Uhr | t-online.de

Auch im Osten gibt es Probleme: Szene aus dem Spiel von Energie Cottbus II gegen Auerbach. (Foto: imago)Auch im Osten gibt es Probleme: Szene aus dem Spiel von Energie Cottbus II gegen Auerbach. (Foto: imago) Fußball-Deutschland erlebt die Rückkehr der Hooligans. Das Problem mit gewaltbereiten Fußballfans tauchte bereits in den Achtziger Jahren in Deutschland auf, schien aber längst kein Thema mehr zu sein. Doch jetzt warnt die Polizei vor einer steigenden Gewaltbereitschaft unter den Fußball-Anhängern speziell im Südwesten der Republik.

"Immer mehr Jugendliche steigen direkt in die gewaltbereite Szene ein, und es ist eine gewisse Renaissance der Althooligan-Szene zu beobachten“, sagte Landespolizeipräsident des Innenministeriums von Baden-Württemberg Erwin Hetger in Stuttgart. Nicht ganz schuldlos scheint dabei die neue Ligeneinteilung des DFB.

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Viele Traditionsklubs in 4. Liga

In der vergangenen Saison war in der Regionalliga Süd oftmals nur ein minimales Polizeiaufgebot notwendig. Doch die Neuverteilung der Klubs zu Saisonbeginn spülte etliche Traditionsklubs wie z.B. Waldhof Mannheim oder Hessen Kassel mit einer großen Anhängerschar in die 4. Liga. "In der laufenden Saison kam es in dieser Liga wesentlich häufiger zu Ausschreitungen und Straftaten“, sagte Hetger. Teilweise seien so viele Polizeibeamte eingesetzt worden wie in der Bundesliga.

Ergebnisse und Tabellen Regionalliga Süd

Keine professionellen Bedingungen

Während die Polizei in der Bundesliga auf moderne Stadien und jede Menge geübter Ordner zurückgreifen kann, findet sie bei den unterklassigen Vereinen jedoch selten solche Bedingungen vor. Dies ermöglicht Hooligans, sich immer nachhaltiger in Szene zu setzen.

Belastung für Polizei wird zu hoch

Laut Polizeiangaben wurden zum Beispiel am 15. August 2008 beim Spiel SV Waldhof Mannheim gegen die zweite Mannschaft des TSV 1860 München 15 Beamte verletzt und 144 Strafanzeigen bearbeitet. Am selben Tag wurden beim Spiel SSV Reutlingen gegen SSV Ulm 38 Personen festgenommen. Insgesamt wurden in der laufenden Saison bisher 319 Personen festgenommen. 67 Menschen wurden verletzt, darunter 44 Polizeibeamte. 304 Strafanzeigen mussten von den Ordnungshütern bearbeitet werden. Die Belastung für die Beamten sei "deutlich zu hoch und so nicht hinnehmbar“, kritisierte Hetger.

Ärger bereits vor Saisonbeginn

Bereits zu Saisonbeginn forderte die Deutsche Polizeigewerkschaft, dass die Vereine für die Polizei-Einsätze in den Stadien selbst zahlen. "Wir verlangen 50 Millionen Euro vom DFB“, sagte damals Gewerkschaftschef Rainer Wendt der "Bild“-Zeitung. "So viel kostet der Einsatz der Beamten jede Saison - Geld, das bisher die Steuerzahler aufbringen mussten, um Jungmillionäre in kurzen Hosen zu schützen.“

DFB wehrt sich

DFB und DFL wiesen damals die Forderung in scharfer Form zurück. "Dies ist zum wiederholten Male von Seiten der Polizei-Gewerkschaften eine populistische und oberflächliche Darstellung. Der DFB und die Bundesliga-Vereine haben das gleiche Recht wie alle anderen gesellschaftlichen Gruppierungen, dass die Polizei bei öffentlichen Veranstaltungen ihren dienstlichen Verpflichtungen nachkommen muss", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

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