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Amateurfußball: In Unna/Hamm rollt nun doch das Leder

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Fussball - Amateure  

In Unna/Hamm rollt nun doch das Leder

26.02.2009, 14:19 Uhr | dpa

In der Kreisliga rollt der Ball vorerst wieder. (Foto: imago)In der Kreisliga rollt der Ball vorerst wieder. (Foto: imago) Der drohende Aufstand der Amateure gegen den Profi-Fußball in Deutschland ist vorerst abgesagt, aber der Konflikt ist noch nicht endgültig vom Tisch. So wurde der geplante Boykott der Spiele am Wochenende im westfälischen Kreis Unna/Hamm aus Protest gegen die künftige Bundesligapartie am Sonntag um 15.30 Uhr rückgängig gemacht.

"Es wird gespielt", erklärte Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes, nach einem Gespräch zwischen DFB-Präsident Theo Zwanziger und Vertretern von Amateur-Klubs in Bielefeld.

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Entwicklung der Liga steht im Vordergrund

"Sicher ist diese Zeit für die Amateure belastend, aber es geht um die Entwicklung der Liga. Und ohne Pay-TV ist die nicht zu finanzieren", sagte Zwanziger dem "Westfalen-Blatt". "Wir werden im Dialog bleiben. Es ist wohl so, dass die Vereine Flexibilität zeigen müssen. Manche Dinge sind alternativlos." Diese Feststellung fand bei den Amateur-Vertretern in der emotionalen, fast vierstündigen Versammlung wenig Verständnis. "Das Gespräch hat zur Klarheit beigetragen, nicht aber eine Veränderung der Grundhaltungen bewirkt", berichtete Korfmacher.

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Streik in Gelsenkirchen-Buer

Ähnliche Boykott-Androhungen in Bayern oder Hessen werden nach seinen Informationen am Wochenende nicht realisiert. "Man kann jetzt erkennen, dass es kein bundesweites Ereignis wird", sagte Korfmacher, der auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist. Ausgesetzt bleibt in seinem Verband aber der Spielbetrieb in Gelsenkirchen-Buer, wo am Sonntag eine Demonstration geplant ist. Die Amateur-Klubs befürchten durch das frühe Bundesliga-Sonntagsspiel Zuschauerschwund und Einnahmerückgänge. "Wir müssen uns um die wenigen Zuschauer kümmern, die geblieben sind, und nicht um die, die womöglich wegbleiben", sagte Korfmacher, der eine von Sponsoren finanzierte Imagekampagne für den Amateur-Fußball initiieren will.

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Kein Ende der Auseinandersetzung mit dem DFB

"Der Austausch von Argumenten war der Versuch, uns zu beruhigen und uns klarzumachen, dass es keine Alternative gebe. Wir sollen flexibel reagieren", sagte Reiner Grundmann, Vorsitzender des SC Schaffrath und Initiator des Protests im Fußballkreis Gelsenkirchen, nach dem vierstündigen Gespräch mit Zwanziger. "Unsere Argumente wurden schnell vom Tisch gewischt." Als Ende der Auseinandersetzung mit dem DFB sieht er den Meinungsaustausch nicht. "Wir bleiben im Dialog und werden unseren Weg weitergehen", so Grundmann, der von Benefizspielen zum finanziellen Ausgleich für Amateure nichts hält: "Wir wollen keine Gelder. Wir wollen Zuschauer am Platz und unsere Existenz aus eigener Hand realisieren."

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"Wo das Geld ist, ist die Macht"

Dagegen wollen sich die Amateure in Unna/Hamm den Spielplan-Realitäten in der kommenden Saison zähneknirschend fügen. "Die Amateurvereine haben keine Chance. An den TV-Verträgen wird nicht gerüttelt", sagte Horst Weischenberg, Vorsitzender des Fußballkreises Unna/Hamm. "Der DFB ist macht- und hilflos." Als böser Bube sei die Deutsche Fußball Liga (DFL) ausgemacht. "Die DFL braucht und will das Geld aus den TV-Einnahmen", sagte Weischenberg. "Wo das Geld ist, ist die Macht."

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