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Rapid Wien: Bitteres Karriereende für Georg Koch

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Georg Koch  

Bitteres Karriereende für Georg Koch

18.03.2009, 13:43 Uhr | sid

Rapid Wiens deutscher Torwart Georg Koch wird am 24. August 2008 in Wien verletzt vom Feld getragen. (Foto: imago)Rapid Wiens deutscher Torwart Georg Koch wird am 24. August 2008 in Wien verletzt vom Feld getragen. (Foto: imago) Am Ende war alle Hoffnung umsonst. Torwart Georg Koch muss seine Fußball-Karriere wegen anhaltender Gleichgewichtsprobleme beenden, nachdem im August 2008 im Lokalderby zwischen Rapid und Austria Wien ein Knallkörper direkt neben dem damaligen Rapid-Keeper explodiert war. "Auch wenn man damit rechnen musste, habe ich bis zuletzt gehofft, dass ich meine Karriere fortsetzen kann. Aber ich muss einsehen, dass es keinen Sinn mehr macht, auch wenn das im Moment weh tut", sagte der 37-Jährige.

"Hätte mich gerne vernünftig von meinen Fans verabschiedet"

Der renommierte Düsseldorfer Neurologe Dr. Hans-Heiner Friedmann teilte nun dem langjährigen Bundesliga-Torwart mit, dass eine Rückkehr nicht möglich sei. "Ich bin zwar überzeugt davon, dass ich das meistern werde. Aber es ist nicht so einfach, wenn man sein ganzes Leben lang als Aktiver auf dem Fußballplatz gestanden und nichts anderes gemacht hat", sagte der Torwart. Seinen Abschied von der Profibühne hatte er sich immer anders vorgestellt. "Ich hätte mich gerne vernünftig von meinen Fans verabschiedet", bedauert Koch.

Dem Fußball verbunden bleiben

Trotz der aktuellen Frustration denkt der in der Nähe von Düsseldorf lebende Koch an die Zukunft. Seinen Vertrag bei Rapid hat er zwar bereits im Januar gekündigt. Doch der von ihm geliebte Sport lässt ihn nicht los. "Ich will im Fußball bleiben. Ich weiß, dass ich gut organisieren kann. Zuletzt habe ich mir schon sehr viele Spiele angeschaut, alte Kontakte gepflegt und neue geknüpft", sagt der 213-malige Bundesliga- und 165-malige Zweitligaspieler. In ferner Zukunft traue er sich durchaus einen Job als Manager oder Sportdirektor zu.

Alte Liebe rostet nicht

Am liebsten wäre ihm ein Job bei dem Verein, bei dem er 1991 seine Profikarriere begann. Koch will seine Erfahrungen irgendwann mal bei Fortuna Düsseldorf einbringen. "Fortuna ist mein Verein, selbst wenn die in die Kreisliga spielen würden, bliebe ich Fan", sagt Koch über seine Zuneigung zu dem derzeitigen Drittligisten.

Psychologe hilft

Zunächst müsse er aber erst einmal verarbeiten, dass seine aktive Zeit vorbei ist. Unterstützung bekommt er dabei von einem Psychologen. "Ich war als Profi nie länger als zwei Wochen krank geschrieben, nun habe ich sieben Monate vergeblich an einem Comeback gearbeitet. Das muss ich irgendwie verarbeiten."

Potentielle Wiederholungstäter sollen abgeschreckt werden

Damit ein solcher Vorfall wie am 24. August in Wien nicht noch einmal in einem Stadion vorkommt, hofft Koch, dass die mutmaßlichen Täter eine abschreckende Strafe erhalten. "Es sind wohl zwei 16-Jährige gewesen. Mir geht es nicht darum, Geld aus dieser Sache herauszuschlagen. Es waren zwei Idioten, die für mein Karriereende verantwortlich sind. Ich hatte nie Probleme mit Beschimpfungen, aber solche Dinge dürfen in einem Stadion nicht passieren. Das muss Konsequenzen haben", sagt der Keeper.

Zahlreiche Stationen in In- und Ausland

Koch spielte in Deutschland unter anderem für Düsseldorf, Arminia Bielefeld, den 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus, den MSV Duisburg. Im Ausland war Koch beim PSV Eindhoven, Dinamo Zagreb und zuletzt in Wien tätig.

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