Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Amateurfußball: "Hartplatzhelden" unterliegen vor Gericht

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Amateure  

"Hartplatzhelden" unterliegen vor Gericht

19.03.2009, 17:34 Uhr | dpa

Die "Hartplatzhelden" wollen Amateur-Fußball im Internet zeigen. Die Gerichte sagen "Nein". Die "Hartplatzhelden" wollen Amateur-Fußball im Internet zeigen. Die Gerichte sagen "Nein". Amateurfußball-Spiele dürfen nicht gegen den Willen des zuständigen Verbandes im Internet übertragen werden. Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart wies eine Berufung des Videoportals "Hartplatzhelden" gegen ein entsprechendes Verbot zurück.

Der Württembergische Fußballverband (WFV) dürfe von dem hessischen Betreiber verlangen, Aufzeichnungen von Spielen im Verbandsgebiet zu unterlassen, teilte das Gericht mit. Die Stuttgarter Richter gaben damit dem WFV recht, dem nach eigener Auffassung das Verwertungsrecht seiner Fußballspiele allein zusteht.

Anstoßzeiten Amateure wehren sich weiter


Gericht: Unlautere Nachahmung

Die Ausstrahlung von Bildern im Internet durch das Unternehmen stelle "eine unlautere Nachahmung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb" dar, urteilte das Gericht. Der WFV habe ein eigenes Interesse an der Vermarktung der Spielszenen, wenn auch nur zur Deckung seiner laufenden Kosten. Der Verband habe daher zurecht geltend gemacht, dass durch den Online-Anbieter "Leistungen nachgeahmt würden, die nur er verwerten dürfe", sagten die Richter.

DFB begrüßt Urteil, "Hartplatzhelden" äußern Kritik

Naturgemäß waren die Reaktionen unterschiedlich. Der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch begrüßte die Entscheidung: "Dies ist ein wichtiges Signal: Der Amateurfußball verkörpert einen wirtschaftlichen Wert und darf über die Bildrechte an seinen Spielen selbst entscheiden. Das OLG Stuttgart hat erkannt, dass die Verbände hier nicht auf eigene Rechnung, sondern im gebündelten Interesse der Mitgliedsvereine auftreten." Die "Hartzplatzhelden" schreiben dagegen auf ihrer Webseite: "Das Urteil setzt nicht nur uns ein Stopp-Zeichen, sondern besagt auch: Der Amateurfußball gehört den Verbänden. Wir halten das für falsch und fatal."

Revision vor dem BGH möglich

Nach ihrem erneuten juristischen Scheitern haben die Betreiber des Video-Portals, deren Seite auf etwa 500.000 Abrufe im Monat kommt, nun noch die Chance, beim Bundesgerichtshof in Revision zu gehen. "Wir würden gern vor den BGH ziehen", sagte Oliver Fritsch von den "Hartplatzhelden" gegenüber "heise online", "wir können die Kosten aber nicht mehr alleine tragen."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal