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DFB und DFL beharren auf frühem Sonntagsspiel

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Frühes Sonntagsspiel perfekt - Museum in Dortmund

24.04.2009, 18:35 Uhr | dpa

Zukünftig rollt in der Bundesliga Sonntagmittag das Leder. (Foto: imago)Zukünftig rollt in der Bundesliga Sonntagmittag das Leder. (Foto: imago) Trotz massiver Proteste aus dem Amateurlager wird in der Bundesliga künftig am Sonntagnachmittag um 15.30 Uhr gekickt. Auf dem Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Düsseldorf wurde der am 1. Juli für drei Jahre in Kraft tretende neue Grundlagenvertrag zwischen dem DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) von den 257 Delegierten ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung verabschiedet.

Zuvor triumphierte die schwarz-gelbe Ruhr-Metropole im sportpolitischen Revier-Derby gegen Gelsenkirchen um den Standort für das 30 Millionen Euro teure Museum, mit dessen Bau im kommenden Jahr begonnen werden soll.

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Zwanziger: "Auf dieser Basis kann man arbeiten"

"Soweit weg, dass wir nicht wissen, worum es geht, sind wir nicht. Ich bin stolz, dass die Landesverbände Vertrauen in uns haben. Der neue Grundlagenvertrag garantiert die Einheit des Fußballs. Der deutsche Fußball ist gut aufgestellt. Auf dieser Basis kann man arbeiten", kommentierte DFB-Präsident Theo Zwanziger das eindeutige Votum der Delegierten.

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Emotionale Rede des DFB-Präsidenten

Die teilweise harsche Kritik aus dem Amateurlager wegen des ab der kommenden Saison im Bundesliga-Spielplan verankerten Sonntagsspiels um 15.30 Uhr wies Zwanziger zuvor in einer emotional vorgetragenen Rede zurück: "Mit der neuen Spielplan-Gestaltung werden massive Einnahmeausfälle verhindert. Wir werden dem Amateur-Fußball immer alles Menschenmögliche zur Verfügung stellen, aber wir können nicht alles tun."

Ein Viertel der gesamten Demonstranten auf einem Bild. (Foto: ddp)

Protestaktion zeigt keinen Erfolg

Die angekündigte Großdemonstration der Amateure gegen das Sonntagnachmittag-Spiel verebbte als Sturm im Wasserglas. Nur rund 20 Protestler versammelten sich vor dem Congress Center, um ihren Unmut über den neuen Spieltermin, durch den sie Einnahmeverluste und Zuschauerrückgang befürchten, zum Ausdruck zu bringen.

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Rauball: "Nehmen die Sorgen der Amateurvereine sehr ernst"

"Wir haben harte Verhandlungen und teilweise hitzige Diskussionen erlebt. Mit dem Ergebnis können wir leben. Zum Miteinander von Profis und Amateuren gibt es keine Alternative. Da passt kein Blatt Papier dazwischen. Es gab und gibt keine separatistischen Tendenzen", sagte Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball und fügte hinzu: "Wir nehmen die Sorgen der Amateurvereine sehr ernst. Aber Fakt ist, dass die Liga bereits in der kommenden Saison trotz der Einführung des Sonntagsspiels um 15.30 Uhr deutliche Einnahme-Verluste zu verzeichnen hat, die andernfalls noch höher ausgefallen wären."

Ligaverband wird an Einnahmen der DFB-Elf beteiligt

Einigkeit wurde auch über die Finanzströme zwischen DFB und DFL erzielt. Wegen der unsicheren Erlöse infolge der Finanzkrise wurde der Saldo im Interesse der Planungssicherheit festgeschrieben: In den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 kassiert der DFB jeweils 4,75 Millionen Euro, in der Saison 2011/12 sechs Millionen Euro. Im Gegenzug wird der DFB den Ligaverband auch in Zukunft an den Einnahmen der Nationalmannschaft beteiligen.

Aufstockung der Gelder für den Amateurfußball

Zur Stärkung der Basis wird der DFB das finanzielle Engagement für seine rund 26.000 Amateurvereine um eine Million auf fünf Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Zudem wird auch der Ligaverband dem Amateurfußball pro Saison zusätzlich eine Million Euro als Solidaritätszuschlag zur Verfügung stellen. Außerdem verpflichten sich die Profi-Vereine weiterhin zu einer Ausbildungsentschädigung an die ehemaligen Vereine ihrer Spieler. In dieser Saison belief sich diese Summe auf eine Million Euro. "Die Liga ist bereit, auch künftig als Teil der großen Fußball-Familie ihren Beitrag zu leisten und wird zu ihrer Verantwortung gegenüber den Amateuren stehen", sagte Rauball.

Dortmund erhält Zuschlag für den Bau des Fußball-Museums

In der Abstimmung um den Standort des Nationalen Fußball-Museums setzte sich Dortmund mit 137:102 Stimmen bei 12 Enthaltungen durch. "Alle erwarten, dass wir den Fußball als Erlebnis präsentieren. Wir werden uns von heute an mächtig ins Zeug legen, um diesem Anspruch gerecht zu werden", sagte der Dortmunder Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer.

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