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FIFA-Präsident Sepp Blatter will die Zäune in Stadien abschaffen

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Blatter-Vorschlag sorgt für Wirbel

04.06.2009, 12:50 Uhr | sid

FIFA-Präsident Joseph Blatter will Zäune und Stehplätze in Stadien abschaffen (Foto: imago)FIFA-Präsident Joseph Blatter will Zäune und Stehplätze in Stadien abschaffen (Foto: imago) FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat angekündigt, Zäune aus den Fußball-Stadien der Welt zu verbannen. "Wer ist hinter Gittern gefangen? Verbrecher und wilde Tiere! Gehören Fußball-Fans zu einer dieser beiden Kategorien?", fragte Blatter die Delegierten aus 205 Ländern beim Kongress des Weltverbandes.

Allerdings werde es in absehbarer Zeit noch nicht zur vollständigen Umsetzung seines Vorschlags kommen, sagte der FIFA-Boss. Die Zäune könnten aber Stück für Stück entfernt werden. Blatter wörtlich: "Sitzende Menschen sind ruhig." Der Schweizer verwies auf die Stadien in Großbritannien, wo es keine Zäune, keine Stehplätze und keine Schwierigkeiten gebe. Blatter forderte in diesem Zusammenhang die Delegierten auf, in ihren Ländern mithilfe der Klubs schon außerhalb der Stadien für mehr Sicherheit zu sorgen und den Kampf gegen Hooligans zu verschärfen. "Wir müssen diese Elemente verbannen", sagte Blatter.

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Bundesliga blüht lebhafte Diskussion

Blatters Vorstoß dürfte in der Bundesliga allerdings nicht nur auf Begeisterung stoßen. So haben gerade Klubs wie Borussia Dortmund und der FC Schalke 04, die maßgeblich zum Zuschauerboom in der Liga beigetragen haben, im Rahmen ihrer millionenteuren Stadionausbauten bewusst auf Sitzplätze in den Kurven verzichtet. Diese werden nur auf Druck der UEFA bzw. der FIFA bei internationalen Spielen installiert. Unter den zahlreichen organisierten Fans der Bundesligisten herrscht zudem der Wunsch nach Erhalt der Stehplätze vor.

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FIFA trotzt der Finanzkrise

Unterdessen vermeldete die FIFA in ihrer Bilanz solide schwarze Zahlen. Trotz der einsetzenden Finanzkrise machte sie im Jahr 2008 184 Millionen Dollar (130 Millionen Euro) Gewinn. "Wir befinden uns in einer gesunden, man könnte sogar sagen komfortablen finanziellen Position", sagte Blatter. Für das kommende Jahr rechnet die FIFA allerdings wegen der Kosten für die WM in Südafrika, die sich auf knapp 400 Millionen Euro belaufen sollen, mit einem Verlust. Viele Einnahmen durch Verkäufe der TV-Rechte sind bereits in vorangegangenen Jahren bilanziert worden.

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