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U-21-EM: Nationaltrainer Horst Hrubesch im Interview

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U-21-EM  

Hrubesch: "Wir müssen mehr Torgefahr entwickeln"

12.06.2009, 16:24 Uhr | t-online.de

Das Interview führte Sebastian Schlichting

Ab Montag wird es für die deutsche U21-Nationalmannschaft ernst. Bei der EM in Schweden steht für die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch (58) das Auftaktspiel gegen Spanien an. Weitere Gruppengegner sind Finnland und England. Im Interview spricht Hrubesch über die Aussichten für das Turnier, den wieder erstarkten deutschen Nachwuchs und sein großes Hobby, die Haflinger.

Herr Hrubesch, Montag beginnt die U21-EM. Sind sie mit der Vorbereitung zufrieden?
Dass Manuel Neuer und die drei Spieler, die noch im Pokalfinale standen, später zur Vorbereitung kamen, war natürlich nicht optimal. Aber dieses Problem war uns bewusst. Die Vorbereitung verlief gut und auch die Testspiele waren ganz ordentlich.

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Es gab jeweils ein 6:0 gegen die unterklassigen Mannschaften VfL Osnabrück II  und Germania Egestorf/Langreder…
Hinten haben wir nichts zugelassen. Aber das war so zu erwarten. Wir hätten allerdings mehr Tore schießen müssen. Insgesamt müssen wir mehr Torgefahr entwickeln.

Stichwort Torgefahr. Rouwen Hennings, der in der Qualifikation acht Tore erzielt hat, ist nicht dabei. Warum?
Er hat in der Rückrunde lange aus gesundheitlichen Gründen gefehlt. Ihm fehlt es einfach an der Kraft. Wir haben mit Sandro Wagner einen Stoßstürmer dabei. Ich traue ihm zu, dass er sich bei der EM durchsetzt. Aber Spieler wie Mesut Özil und Ashkan Dejagah, die hervorragende Individualisten sind, müssen auch treffsicherer werden.

Ihr Team spielt mit England, Spanien und Finnland in einer Gruppe. Es war von einer Hammergruppe die Rede.
Es ist egal, ob wir in dieser oder in der anderen Gruppe spielen. Da sind Italien, Schweden und vor allem Serbien drin. Das ist bestimmt kaum leichter. Aber egal gegen wen es geht, ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir nicht reagieren dürfen, sondern immer vorwärts gehen müssen.

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Wer ist Top-Favorit auf den Titel?
Die Spanier und die Engländer sind heiße Anwärter. Aber umgekehrt werden die sicherlich sagen, dass wir Top-Favorit sind.

Stimmt das denn?
Wir fahren nach Schweden, um den Titel zu gewinnen. Wenn man bei so einem Turnier dabei ist, muss man dieses Ziel haben. Alles andere macht doch keinen Sinn. Wenn wir die Gruppe überstehen, ist alles möglich. Aber bei so einem K.o.-Turnier entscheiden Nuancen. Ein schlechter Tag und Du bist draußen.

Sie verzichten bei der EM auf Toni Kroos  und Alexander Baumjohann. Eine Entscheidung, die viele überrascht hat.
Im zentralen Mittelfeld haben wir eine sehr große Auswahl an Topspielern. Mit Özil, Dejagah und Marko Marin habe ich drei Spieler, die ähnliche Positionen spielen können wie Alexander Baumjohann. Und was Toni Kroos angeht, bin ich mit Leverkusens Verantwortlichen übereingekommen, dass es für ihn in erster Linie wichtig ist, im Verein regelmäßig zu spielen. Außerdem hat er mit der U19 von Heiko Herrlich die zweite Phase der EM-Qualifikation gespielt.

Die deutsche U21 besteht seit 30 Jahren und hat noch keinen Titel geholt…
Dann wird es ja mal Zeit (lacht). Wie ich schon sagte, bei einem Turnier entscheiden Kleinigkeiten. Alle, die hier dabei sind, können den Titel holen. Schließlich ist es kein Zufall, dass Frankreich und die Niederlande bereits in der Qualifikation gescheitert sind. Wobei ich zugebe, dass wir gegen Frankreich vom Glück reich beschenkt wurden. Den Rest müssen wir uns jetzt erarbeiten.

Sie sind im vergangenen Jahr mit der U19 Europameister geworden. Im Mai hat die U17 triumphiert. Ist der deutsche Nachwuchs stärker geworden?
Matthias Sammer hat einmal gesagt, das Ziel muss es sein, Weltspitze zu sein. Da sind wir im Nachwuchsbereich auf einem guten Weg, gehören zumindest in Europa wieder zu den Besten. Die ganze Arbeit der vergangenen Jahre trägt nun Früchte. Natürlich können wir nicht zu Turnieren wie der U21-EM fahren und sagen: Wir gewinnen das Ding, wer denn sonst? Aber wir gehören wieder zu den Besten.

Sie haben die U21 interimsmäßig von Dieter Eilts übernommen. Nach dem Turnier geben Sie den Stab an Rainer Adrion weiter, der in Schweden bereits mit dabei ist. Wie sieht die Zusammenarbeit aus?
Rainer fängt an, wenn ich fertig bin. Aber er ist jetzt schon dabei, um sich ein Bild vom europäischen Niveau zu machen. Für ihn geht es dann ja auch gleich richtig los: Er will mit der Mannschaft die Qualifikation für Olympia 2012 schaffen.

Für Sie beginnt nach der U21-EM gleich die Vorbereitung mit der U20 auf die WM  im Herbst. Bleibt eigentlich Zeit für Ihr großes Hobby, die Haflinger?
Na ja, im Moment ist eher wenig Zeit. In erster Linie ist es ja das Hobby meiner Frau. Aber ich engagiere mich da inzwischen auch. Es ist schön, wenn man etwas gemeinsam machen kann. Und unsere Enkelkinder beginnen jetzt auch zu reiten. Haflinger sind wirklich tolle, freundliche Tiere, sie haben einen guten Charakter.

Reiten Sie selbst auch?
Nein, die Haflinger sind zu klein für mich. Ich sitze lieber dahinter in einer Kutsche.

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