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Deutschlands U-21 plant den Finalenzug

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U-21-EM  

Deutschlands U-21 plant den Finalenzug

25.06.2009, 20:10 Uhr | dpa

Deutschlands Innenverteidiger Benedikt Höwedes (Foto: imago)Deutschlands Innenverteidiger Benedikt Höwedes (Foto: imago) Catenaccio statt Hurra-Fußball: Die deutschen U-21 will den Weltmeister-Nachwuchs mit italienischen Mitteln schlagen. Im mit Spannung erwarteten Halbfinale gegen den Rekord-Titelträger aus Italien (Freitag ab 20:30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) soll die Abwehr als Prunkstück den ersten Einzug in ein EM-Endspiel seit 1982 garantieren.

"Natürlich haben die Italiener keine schlechten Stürmer, die sind sehr quirlig", sagte Gonzalo Castro. "Aber wenn wir wieder kompakt hinten stehen, wird es schwer für sie", ergänzte der Mittelfeldmann aus Leverkusen. Wohl mit Recht, denn im bisherigen Turnierverlauf hat die junge DFB-Elf den besseren Abwehrriegel aufgeboten als die Catenaccio-Erfinder.

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Einsatz von Khedira fraglich

In jedem Fall zahlt sich ein Premieren-Triumph aus: Denn als EM-Sieger würde jeder Kicker 12.000 Euro Prämie erhalten, teilte der DFB mit. Durch den Halbfinal-Einzug sind jedem Akteur bereits 8000 Euro sicher. Allerdings ist gegen die Südeuropäer der Einsatz von Kapitän Sami Khedira, der wegen eines Blutergusses im Knie pausiert hat, weiterhin fraglich. "Wir müssen abwarten, ob es geht und werden es vor dem Spiel entscheiden", sagte Trainer Horst Hrubesch. Dafür kann Linksverteidiger Sebastian Boenisch nach einer Knöchelverletzung wieder mitwirken.

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Höwedes: "Sie haben gefährliche Stürmer"

Die deutsche Mannschaft hat mit ihrem sicheren Torhüter Manuel Neuer im Turnier-Verlauf erst ein Gegentor beim 1:1 gegen England hinnehmen müssen und damit die beste Abwehrreihe aller Halbfinal-Teilnehmer. "Wir müssen noch kompakter stehen, aber insgesamt ist unsere Defensive ganz solide", sagte Abwehrchef Benedikt Höwedes. Der Schalker war einer von sieben Profis, die beim mit 1:0 gewonnenen Testspiel gegen die Italiener vor sieben Monaten in Osnabrück dabei waren. "Sie haben gefährliche Stürmer, die habe ich noch gut in Erinnerung", warnte Höwedes. Treffsicherster Angreifer Italiens ist bisher Robert Acquafresca mit drei Toren.

Wenig Platz für Italiens Stürmer

Vor allem der zuletzt gesperrte, gegen Deutschland aber wieder einsatzbereite Mario Balotelli von Inter Mailand sei ein ungemein schneller und zweikampfstarker Angreifer, berichtete Höwedes, der mit Jerome Boateng eine bärenstarke Innenverteidigung bildet. Im System von Hrubesch mit zwei defensiven Mittelfeldakteuren vor der Abwehr und zwei Außenverteidigern, die in erster Linie nach hinten absichern und seltener den Weg nach vorn suchen, wird auch für die Angreifer der Squadra Azzurra wenig Platz bleiben.

Aufbauspiel muss dringend besser werden

Zwar war die DFB-Elf in ihrem schwächsten Gruppenspiel gegen England beim Gegentreffer hinten einmal nicht im Bilde, doch lobte Hrubesch nach allen Partien die insgesamt sichere Defensive, die wenig Chancen der Gegner zuließ. Andererseits müsse dringend das Aufbauspiel nach vorne besser werde. Deshalb denkt der Coach an eine Umstellung auf den Außenpositionen, wo der Münchner Fabian Johnson zum seinem ersten Turniereinsatz kommen könnte.

Deutschland ist bestens vorbereitet

Hrubesch ist auf den fünfmaligen EM-Sieger, der in bislang fünf Spielen noch nie gegen eine U-21-Elf des DFB gewinnen konnte, bestens vorbereitet. Beim Testspielsieg im November saß er erstmals hauptverantwortlich auf der Trainerbank, zudem ist die Mannschaft mehrmals beobachtet worden. Dabei profitierte der Coach auch von den intensiven Analysen der Teilnehmer des neuen Trainer-Lehrgangs, die während der EM-Vorrunde alle Teams akribisch unter die Lupe nahmen.

Hrubesch verzichtet auf Elfmetertraining

Entscheidend ankommen wird es auf die Form der beiden "Mittelfeld-Stürmer", Mesut Özil und Ashkan Dejagah. Denn gegen Italiens kompakte Abwehrreihe wird es ohne einen echten Stoßstürmer nicht leichter. Doch Dejagah ist zuversichtlich: "Wir wissen, dass wir die Tore machen können, das haben wir in der Bundesliga bewiesen. Schließlich wollen wir das Turnier gewinnen", sagte der Profi des VfL Wolfsburg. Trainer Hrubesch hat übrigens auf ein spezielles Elfmetertraining verzichtet. "Ich gehe davon aus, dass die Partie in 90 Minuten entschieden wird", sagte der DFB-Coach.

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