Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

MDR-Bestechungsskandal: Wilfried Mohren legt unter Tränen Geständnis ab

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sport  

Mohren-Geständnis unter Tränen - Bewährungsstrafe

30.09.2009, 11:38 Uhr | sid, dapd, dpa

Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren vor dem Landgericht Leipzig. (Foto: ap)Ex-MDR-Sportchef Wilfried Mohren vor dem Landgericht Leipzig. (Foto: ap) Der wegen Bestechlichkeit angeklagte frühere Fernseh-Sportchef des MDR, Wilfried Mohren, ist vom Landgericht Leipzig zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Zuvor hatte Mohren ein tränenreiches Geständnis abgelegt: "Ich war naiv und habe aus heutiger Sicht einen Fehler gemacht." Seine Verbindungen zu Sponsoren hätten ein "Geschmäckle nach außen" gehabt, "und ich bedauere, dass ich das nicht schon früher so gesehen habe".

Zuvor hatte Staatsanwältin Karin Schreitter-Kvortsov den Vorschlag der Wirtschaftsstrafkammer über eine einvernehmliche Verständigung abgelehnt. Die Strafkammer hatte Mohren zugesagt, im Fall eines glaubhaften und umfangreichen Geständnisses eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren verbunden mit einer Geldstrafe zu verhängen.

Korruption Mohren könnte mit Bewährung davonkommen
MDR-Sportchef Prozess gegen Mohren beginnt

Auch Ehefrau verurteilt

Die 11. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Karsten Nickel erklärte den 51-Jährigen in drei Fällen der Vorteilsnahme und in 19 Fällen der Bestechlichkeit für schuldig. Mohren wurde zudem wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe in Höhe von 360 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt (insgesamt 9000 Euro). Ehefrau Christiane Mohren erhielt wegen Beihilfe zur Bestechlichkeit eine Geldstrafe in Höhe 360 Tagessätzen zu je 20 Euro (7200 Euro).

Strafmilderung durch Geständnis

Nickel hielt dem Angeklagten Mohren dessen frühes und umfassendes Geständnis sowie den im Vorfeld geschlossenen Vergleich über Schadenersatz mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) als strafmildernd zugute.

Schwere Vorwürfe gegen Emig

Mohren hatte eingeräumt, dienstliche und private Interessen miteinander verquickt zu haben. Schwere Vorwürfe erhob er dabei gegen den früheren Sportchef des Hessischen Rundfunks, Jürgen Emig, der ihn zu einer Reihe von Verfehlungen gedrängt habe. Das Landgericht Frankfurt verurteilte Emig am 2. Oktober 2008 wegen Bestechlichkeit und Untreue zu zwei Jahren und acht Monaten Haft. Emig hatte verdeckt Sponsorengelder kassiert und dem Sender mehr als 300.000 Euro vorenthalten. Die Verteidigung legte Revision ein, darüber entscheidet der Bundesgerichtshof am 28. Oktober.

Jahre der Diffamierung und Ausgrenzung

Zum Ende seiner Ausführungen beklagte Mohren, hinter ihm und seiner Familie lägen Jahre der Diffamierung und der Ausgrenzung. Er führte an, er habe schon immer Reporter sein wollen und es sei möglicherweise falsch gewesen, dass er auch Sportchef wurde. Die seit seiner Entlassung 2005 vergangenen Jahre seien ein fortlaufender Albtraum gewesen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal