Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Stadionverbot: Gewaltprävention trifft auch Unschuldige

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gewalt  

Der eingeschlagene Weg ist falsch

02.11.2009, 14:45 Uhr | t-online.de

Ein Kommentar von Sonja Riegel

BGH-Entscheidung: Stadionverbot sind auch auf verdacht zulässig. (Foto: dpa)BGH-Entscheidung: Stadionverbot sind auch auf verdacht zulässig. (Foto: dpa) "Jeder Mensch, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, ist solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren [...] gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist." So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Wegen ein paar Chaoten, die den Fußball als Bühne missbrauchen, wird diese Unschuldsvermutung nun ab absurdum geführt. Mit fatalen Folgen für alle Stadionbesucher.

Urteil Stadionverbot auf Verdacht zulässig

Randale Neonazi-Angriff auf Leipziger Fans
Randale Schlägerei bei Toleranz-Turnier

Gewaltprävention trifft auch Unschuldige

Denn Stadionverbote können auch nach dem neuesten BGH-Urteil auf Verdacht ausgesprochen werden. Ein Missstand, den die überwiegende Mehrheit der Fußballfans seit Jahren anprangert. Dass es bei der sogenannten Gewaltprävention immer wieder Unschuldige trifft, kann für einen Rechtsstaat wie Deutschland nicht als Argument gelten.

Amateur-Fußball Massenschlägerei zwischen Spielern und Zuschauern
Amateur-Fußball II Lebenslange Sperre nach Massenschlägerei

Mitgehangen, mitgefangen, ausgesperrt

Das Szenario ist denkbar grotesk: Kommt es im oder am Stadion etwa zu einer Schlägerei, kann die Polizei vermeintlich Beteiligte festnehmen. Spricht der Heimverein gegen diese Fans ein Stadionverbot aus, ist dieses ohne Gerichtsverfahren gültig. Fußballfans in Sippenhaft - mitgehangen, mitgefangen, ausgesperrt. Das Stadion wird zur rechtlichen Grauzone.

Regionalliga Harte Strafe für den 1. FC Kaiserslautern
Oberliga Randale in Leipzig

Drakonische Strafen als Abschreckung

Natürlich muss etwas gegen die Gewalt in Fußballstadien getan werden. Aber der Weg, den nun auch das BGH bestätigt hat, ist der falsche. Abschreckender wäre es allemal, wenn wirklich überführte Gewalttäter mit drakonischen Strafen belegt würden. Wenn die wahren Chaoten denn überhaupt etwas abschreckt. Aber wenigstens werden keine Unschuldigen von der schönsten Nebensache der Welt ausgeschlossen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Vertrauensbruch 
Pflegerin ahnt nichts von der versteckten Kamera

Nach einem Anfangsverdacht installieren Verwandte das Gerät, die Aufnahmen sind erschreckend. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal