Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Polizeigewerkschaft fordert 50 Millionen Euro vom DFB

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Fussball  

Polizeigewerkschaft fordert 50 Millionen Euro vom DFB

04.11.2009, 11:57 Uhr | dpa

Rostocker Hooligans in Aktion (Foto: imago)Rostocker Hooligans in Aktion (Foto: imago) Nach den jüngsten schweren Fan-Ausschreitungen in Rostock hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) die Forderung nach finanzieller Beteiligung durch DFB und DFL an den Polizei-Einsätzen erhärtet. "Wir erwarten, dass sich der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga zu einem angemessenen Teil an diesen Kosten beteiligen", sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt im ZDF-Morgenmagazin.

"Eine pauschale Gebühr, die für eine Saison bezahlt wird - etwa 50 Millionen Euro - wären ein echter Freundschaftspreis", erklärte Wendt und verwies auf die enormen Aufwendungen der Polizei. "Allein die Personalkosten für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen liegen deutlich über 100 Millionen Euro", sagte Wendt.

Video Hansa-Fans liefern sich eine Straßenschlacht mit der Polizei

2. Bundesliga St. Pauli klettert auf den Relegationsplatz
Kommentar zum Stadionverbot Der eingeschlagene Weg ist falsch!

Späte Spielansetzung ein Problem

Die Gewerkschaftsfunktionär übte massive Kritik am Vorgehen von DFB und DFL bei den Ansetzungen von sogenannten Problem-Spielen wie die Begegnung zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli vom Montagabend. Diese werden nach Ansicht der DPolG nach kommerziellen Gesichtspunkten angesetzt. Spiele nach Einbruch der Dunkelheit erschwerten beispielsweise die Arbeit der Polizei. Wendt forderte ein Mitspracherecht der Polizei bei den Spielansetzungen.

FC St. Pauli DFB ermittelt gegen Deniz Naki
Ergebnisse und Tabelle der 2. Bundesliga

Ein Täter bereits identifiziert

Nach den Krawallen in Rostock laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Dazu werden Videoaufzeichnungen der Polizei ausgewertet. Im Zuge dieser Ermittlungen sei inzwischen ein Täter identifiziert worden, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Er soll mehrere Steine geworfen haben, dabei sei aber niemand verletzt worden.

Ausschließlich Rostocker Fans festgenommen

Bei den Krawallen hatten etwa 500 Rostocker Randalierer versucht, Straßensperren zu durchbrechen, um zu St.-Pauli-Anhängern zu gelangen. Dabei waren 29 Polizisten leicht verletzt worden. Bei den Krawallen waren 23 Täter, ausschließlich Rostocker Fans, wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs festgenommen worden. Sie wurden in der Nacht zum Dienstag alle wieder auf freiem Fuß gesetzt.

Leben ist in Gefahr

Nach Ansicht der Polizeigewerkschaft schweben Fans und Polizisten bei Krawallen wie in Rostock oder in der vergangenen Woche bei einem Oberligaspiel in Zwickau in Lebensgefahr. "Wenn Steine fliegen, wenn mit Eisenstangen auf Menschen eingeschlagen wird, wenn Brandsätze fliegen, dann ist in der Tat Leben in Gefahr", sagte Wendt und unterstrich: "Es ist wirklich ein Zufall, dass noch niemand zu Tode gekommen ist."

"Da ist nichts mehr anzuheizen"

DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte zuletzt in den rauer werdenden Diskussionen entgegnet, die Polizeigewerkschaft schüre nur Ängste unter den Fans. Er bezeichnete frühere Aussagen Wendts als "unverantwortlich". Dieser konterte: "Wenn sie die Auseinandersetzungen in Rostock gesehen haben - da ist nichts mehr anzuheizen. Da ist hemmungslose Gewalt gegen die Polizei schon jetzt da."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal