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Fankrawalle: DFB-Präsident Zwanziger droht mit Geisterspielen

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Fussball  

Zwanziger will notfalls die Fans draußen lassen

04.11.2009, 16:47 Uhr | dpa

Drohen in Deutschland bald mehr Spiele ohne Zuschauer? (Foto: imago)Drohen in Deutschland bald mehr Spiele ohne Zuschauer? (Foto: imago) Nach der erneuten Gewalt-Eskalation im deutschen Fußball schließt DFB-Präsident Theo Zwanziger leere Ränge bei sogenannten Problemspielen nicht mehr aus. "Wenn man spürt, das ist nur mit einer unverhältnismäßigen Zahl von Sicherheitsmaßnahmen überhaupt friedlich zu halten, dann muss man die Frage stellen, ob man dort noch mit Publikum spielen kann", sagte Zwanziger.

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Zwanziger: Ausschreitungen sind die Ausnahme

"Wenn man diese Spiele nur mit einem Riesen-Polizeiaufgebot überhaupt noch sicher halten kann, dann muss man irgendwann in der Tat sagen: Dann spielt der Fußball nur noch beim Fernsehen, dann ist eben niemand mehr da", unterstrich Zwanziger. Allerdings machte der Präsident auch deutlich, dass Ausschreitungen wie zuletzt in Zwickau und Rostock bei insgesamt 1,4 Millionen Fußballspielen im Jahr in Deutschland die Ausnahme sind: "Selbst die zwei sind nicht die Masse."

Absage an Forderung nach finanzieller Beteiligung an den Kosten

Der DFB-Präsident wandte sich erneut gegen finanzielle Beteiligungen der Vereine an den Einsatzkosten der Polizei bei Fußballspielen. Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hatte dafür einen Pauschalbetrag von 50 Millionen Euro pro Jahr gefordert und diese Summe als "einen echten Freundschaftspreis" bezeichnet. Für Zwanziger sind solche Forderungen nach wie vor inakzeptabel. Personen wie Wendt seien "Wichtigtuer".

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Zwanziger: Fußballspiele wie andere Großveranstaltungen behandeln

Zwar sei es "schlimm für uns", wenn tausende Polizeibeamten ein Fußballspiel sichern müssten. "Aber es ist eine Großveranstaltung wie jede andere - dort ist der Schutz des Staates gefragt", unterstrich der DFB-Chef, der als erste Ansprechpartner des DFB die Innenminister der Länder und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht, die mit rund 170.000 Mitgliedern wesentlich größer als die DPolG (80.000 Mitglieder) ist. Zwanziger verwies zudem auf die soziale Kraft des Fußballs "in den vielen anderen Spielen", in denen es friedlich zugeht.

Runder Tisch soll helfen

Als Konsequenz aus den jüngsten Ausschreitungen am Rande von Fußballspielen wollen die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und der Ligaverband umgehend bei einem Runden Tisch über Polizei-Einsätze bei Fußballspielen beraten. Zu den Gesprächen sollen der DFB, die betroffenen staatlichen Institutionen wie die Innenministerien von Bund und Ländern, die Zentrale Informationsstelle für Sporteinsätze (ZIS) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) geladen werden.

Rauball warnt vor "maßlosem Populismus"

Liga-Präsident Reinhard Rauball forderte eine sachliche Diskussion: "Maßloser Populismus ist gefährlich, nutzt niemandem und hilft nicht weiter. Wir wollen uns an den Fakten orientieren." Ein Termin für das Treffen, zu dem die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) allerdings nicht eingeladen wurde, steht noch nicht fest.


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