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Wettskandal  

Wettskandal: DFB und DFL setzen Task Force ein

23.11.2009, 14:35 Uhr | dpa, sid

Wettskandal: Theo Zwanziger setzt mit dem DFB und der DFL eine Task Force ein. (Foto: dpa)Wettskandal: Theo Zwanziger setzt mit dem DFB und der DFL eine Task Force ein. (Foto: dpa) Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben im Zusammenhang mit dem neuen europäischen Wettskandal eine Task Force eingesetzt. Dies teilte DFB-Präsident Theo Zwanziger im Beisein von Christian Seifert, dem Vorsitzenden der DFL-Geschäftsführung, mit.

Die Arbeitsgruppe soll sich mit den Auswirkungen der Manipulations-Affäre beschäftigen, die am vergangenen Freitag von der Staatsanwaltschaft Bochum publik gemacht wurde. Gleichzeitig haben UEFA und FIFA Krisengipfel angekündigt.

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32 Spiele in Deutschland betroffen

Zwanziger sagte, er habe mit der Staatsanwaltschaft Bochum telefoniert und die Unterstützung des Verbandes zugesagt. Die DFL hat nach Angaben von Seifert Akteneinsicht beantragt. In Deutschland stehen laut Staatsanwaltschaft Bochum 32 Spiele ab der 2. Bundesliga abwärts unter Manipulationsverdacht.

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Zwanziger: "Es wird die Wahrheit auf den Tisch kommen"

"Ein Sportverband ist absolut überfordert, organisierte Kriminalität, auch noch mit internationalem Charakter, allein zu bewältigen", sagte Zwanziger und kritisierte die Veröffentlichung von Spielernamen in Medien: "Ich bedauere das außerordentlich. (...) Mein Appell an sie alle: Es wird die Wahrheit auf den Tisch kommen."

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Sportausschuss des Bundestags diskutiert

Die deutsche Politik wird als Sofortmaßnahme die Gefahr von Spielmanipulationen am Mittwoch im Sportausschuss des Bundestages diskutieren. Das kündigte die designierte Ausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD) an. Der Vorschlag von Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU), ein Gesetz gegen Betrug im Sport auf den Weg zu bringen, "hat meine Sympathie", sagte Freitag. Forderungen der FDP, den Glücksspielstaatsvertrag auszuhebeln und so den Weg für private Wett-Anbieter zu ebnen, lehnte Freitag strikt ab.

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Staatsanwaltschaft Bochum: "Wir lassen uns nicht treiben"

Die Staatsanwaltschaft Bochum bleibt bei ihrer Linie und nennt weiter keine Namen von Spielern oder Vereinen, die in den Bestechungsskandal verwickelt sind. "Wir lassen uns nicht treiben, auch wenn jetzt Anwälte öffentlich aus Haftbefehlen zitieren", sagte der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft, Bernd Bienioßek. Europaweit stehen 200 Spiele unter Manipulationsverdacht. In Deutschland sind nach Angaben der Ermittler 32 Partien von der 2. Bundesliga abwärts betroffen, 15 Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

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Verdeckte Ermittlungen

Dass der Ligaverband und der DFB nicht in die Ermittlungen eingebunden wurden, sei keineswegs als Misstrauen gegen die Verbände zu werten, sagte der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft. "Bei verdeckten Ermittlungen muss der Kreis der Eingeweihten unbedingt klein gehalten werden. Sogar in unserer eigenen Behörde wussten das nur fünf bis sechs Leute." DFL-Chef Reinhard Rauball hatte zuvor die Informationspolitik der Staatsanwaltschaft kritisiert.

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UEFA will Stand der Ermittlungen diskutieren

Die UEFA will am Mittwoch mit den neun Nationalverbänden, die in den Wettskandal verwickelt sind, über den Stand der Ermittlungen diskutieren. Auch Deutschland nimmt an dem Krisentreffen in Nyon teil. Auf der Liste der Staatsanwaltschaft Bochum stehen außerdem Belgien, die Schweiz, Kroatien, Slowenien, Bosnien, die Türkei, Österreich und Ungarn.
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sagte, er sei bei einer Tagung der Generalsekretäre der europäische Verbände "abstrakt" über ein sich abzeichnendes Problem bei den Sportwetten informiert worden. In diesem Zusammenhang sei der DFB von der UEFA als beispielhaft dargestellt worden. Auch der Fußball-Weltverband FIFA hat unter anderem wegen des Wettskandals eine Sondersitzung des Exekutivkomitees für den 2. Dezember in Kapstadt einberufen.

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Sportradar: Keine auffälligen Partien in Deutschland

Die Firma Sportradar, die im Auftrag der UEFA die Wettquoten überwacht, hat in Deutschland im vergangenen halben Jahr keine Auffälligkeiten registriert. "Wir haben auffällige Partien gehabt, aber keine in Deutschland", sagte Sportradar-Geschäftsführer Carsten Koerl. Sportradar sei nicht in die Ermittlungen involviert. "Wir wissen aber, dass Spiele, die bei uns als auffällig registriert wurden, Gegenstand der Ermittlungen sind." Sportradar überwacht nach eigenen Angaben Fußballspiele der ersten und zweiten Ligen in allen 53 Mitgliedsstaaten der UEFA.

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