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Wettskandal: Regionalligateam soll auf eigene Niederlage gewettet haben

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Wettskandal  

FCO-Spieler sollen auf eigene Pleite gewettet haben

06.12.2009, 12:03 Uhr

Spieler des FC Oberneuland sollen auf eigene Niederlage gewettet haben. (Foto: dpa)Spieler des FC Oberneuland sollen auf eigene Niederlage gewettet haben. (Foto: dpa) Neue Enthüllungen im Wettskandal bringen den Fußball in Verruf. Nach Informationen des "Spiegel" soll das gesamte Regionalligateam des Bremer Clubs FC Oberneuland darauf gewettet haben, eine Partie zu verlieren. Zudem betreiben einige Wettpaten offenbar auch noch andere illegale Geschäfte.

Einer der Hauptbeschuldigten in dem Verfahren der Bochumer Staatsanwaltschaft gegen eine Bande mutmaßlicher Wettbetrüger, der Kroate Marijo C., hat nach Erkenntnissen der Fahnder offenbar noch am Abend vor seiner Verhaftung versucht, ein Spiel zu kaufen. Am 18. November dieses Jahres hielt sich C. in Lugano auf, wo das U-21-Länderspiel Schweiz gegen Georgien stattfand.

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50.000 Euro für bosnischen Schiedsrichter

Dort soll C. dem Schiedsrichter dieser Partie, dem Bosnier Novo Panic, 50.000 Euro übergeben haben. Panic wurde vorige Woche von Schweizer Beamten zu den Vorwürfen befragt. Er behauptete, C. nicht zu kennen und bestritt, Geld erhalten zu haben. Für den "Spiegel" war Panic nicht zu erreichen. Der Verteidiger Marijo C.s sagte auf Anfrage: "Zum derzeitigen Stand des Verfahrens will ich mich im Interesse meines Mandanten nicht äußern."

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Oberneulands Profis sollen Wetten auf den Gegener platziert haben

Das Ermittlungsverfahren vermittelt eine Vorstellung davon, wie dreist im deutschen Fußballbetrieb offenbar manipuliert wird. Beim Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem FC Oberneuland Bremen und dem FC St. Pauli II (0:2) am 19. September 2009, so steht es in den Akten, habe "die gesamte Mannschaft" der Gastgeber "eigene Wetten auf den Gegner platziert".

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FCO-Geschäftsführerin erhielt anonymen Hinweis

Die Geschäftsführerin des FC Oberneuland zeigte sich von den Ermittlungen wenig überrascht. Sie habe während des Spiels einen anonymen Anruf erhalten, dass die Partie geschoben sei, sagte sie dem "Spiegel". Zwei Tage später meldete sie den Verdacht beim Deutschen Fußball-Bund, doch dort hatte das Frühwarnsystem der Wettüberwacher keine Auffälligkeiten registriert.

Alle Spieler haben eidesstattliche Erklärung abgegeben

Daraufhin ließ die Oberneuländer Funktionärin jeden Spieler eine strafbewehrte eidesstattliche Versicherung unterschreiben, nicht auf die Partie gegen die Regionalliga-Reserve des Zweitligisten FC St. Pauli gewettet zu haben.

Wettpaten sollen auch an illegalen Spielcasinos beteiligt sein

Derweil beschränkten sich manche der Hauptbeschuldigten wohl nicht nur aufs Wettgeschäft. So betrieb nach Erkenntnissen der Ermittler der Türke Nürettin G., 34, auch ein illegales Spielcasino im Osnabrücker Bahnhofsviertel. In dem diskreten Spielclub, vor dem immer wieder Jaguar und Ferrari aus ganz Deutschland gesichtet wurden, herrschten offenbar rustikale Sitten.

Mit Kameras: Betrug am Poker-Tisch

So soll G. mithilfe versteckter Kameras die Karten seiner Mitspieler ausgespäht haben, um diese beim Texas-Hold'em- oder Omaha-Poker zu betrügen. Die Bilder wurden den Ermittlungen zufolge in einen Nebenraum übertragen, in dem ein Komplize mit dem Spitznamen "Zocker-Toni" saß, der über Mini-Ohrhörer mit G. und einem weiteren Glücksspieler, genannt "Zigeuner-Michel", verbunden war. G.s Verteidiger Jens Meggers wollte sich zu den Falschspiel-Vorwürfen gegen seinen Mandanten zunächst nicht äußern. Der Jurist sagte, er wollte erst Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft nehmen.

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