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09.12.2009, 15:00 Uhr

Mario Basler fiel aus allen Wolken. Der ehemalige Nationalspieler soll nach Informationen der "Sport Bild" im Zuge des Wettskandal in den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bochum auftauchen. In mindestens einem überwachten Telefongespräch sollen vermeintliche Wettpaten darüber gesprochen haben, dem Trainer des Regionalligisten Eintracht Trier manipulationswillige Spieler zu verkaufen.

"Diese Information ist überraschend für mich und der Wahnsinn. Jetzt kannst du keinem mehr vertrauen. Bringt dir nun ein unbekannter Berater einen Top-Spieler vorbei, kenne ich dessen Hintergründe nicht. Mit einem Mal habe ich einen Spieler der Wett-Mafia im Team. Mit dieser Erfahrung wird das Geschäft brutal schwer für mich", sagte Basler der "Sport Bild".

Basler hatte bereits wenige Tage nach Bekanntwerden des größten Betrugsskandals in der Geschichte des europäischen Fußballs massiven Ärger. So hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger den Inhalt eines vertraulichen und persönlichen Briefes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an Basler publik gemacht. Darin hatte der DFB-Kontrollausschuss Basler auf die laut Rechts- und Verfahrensordnung bestehenden Wettverbote hingewiesen. Der Trainer, der seit geraumer Zeit Werbeträger eines privaten Wettanbieters ist, hatte anschließend den Eingang des Briefes vom 24. September 2009 bestätigt: "Ich habe vor zwei Monaten einen Brief vom DFB erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass der DFB über meinen Werbevertrag informiert sei. Das sei auch alles in Ordnung. Da habe ich mich schon gewundert, warum sie mir überhaupt einen Brief schreiben. Ich habe ihn in den Papierkorb geworfen."

Der ehemalige Lauterer, Bremer und Münchner Bundesliga-Profi erklärte: "Wenn ich auf die Frage, ob ich auf mein eigenes Team wetten würde, mit ja antworte, dann ist da doch gar nichts verwerflich dran. Anders wäre es, wenn ich gegen mein Team wetten würde." Das ist allerdings nicht korrekt. Denn der DFB hatte als Reaktion auf den Wettskandal um den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer auf dem Außerordentlichen Bundestag im April 2005 unter anderem eingeführt, dass Spieler, Trainer und bestimmte Funktionäre keine Wetten auf Partien des Wettbewerbs abschließen dürfen, an denen die eigene Mannschaft teilnimmt. Dieses Verbot gilt unter anderem für die drei Profiligen und den DFB-Pokal.


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