Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Wettskandal >

Wettskandal: DFB-Präsident Zwanziger besorgt um Zukunft des Fußballs

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Wettskandal  

Zwanziger: "Signale gegen Korruption setzen"

10.12.2009, 14:42 Uhr | sid

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger sorgt sich um die Zukunft des Fußballs (Foto: imago)DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger sorgt sich um die Zukunft des Fußballs (Foto: imago) Wegen des europaweiten Wettskandals sorgt sich DFB-Präsident Theo Zwanziger um die Zukunft des Fußballs. "Manipulierter Fußball ist kein Fußball mehr. Der Gedanke, wie wir uns in Zukunft davor schützen können, bereitet mir einige Sorgen. Wir müssen mit allen Mitteln die Integrität des Fußballs wahren und werden ganz gewiss zusätzliche Signale gegen Korruption setzen", sagte Zwanziger dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Zwanziger sprach auf einer turnusmäßigen Sitzung der UEFA-Exekutive in Portugal mit seinen europäischen Kollegen auch über den Verlauf des Betrugsskandals.

Aufarbeitung des Wettskandals stellt die Verbände vor Probleme

Gespräche zu diesem heiklen Thema führte DFB-Vizepräsident Rainer Koch in der UEFA-Zentrale in Nyon. Dabei wurde einmal mehr klar, dass die schwierige Aufarbeitung des Wettskandals vor allem die kleineren europäischen Nationalverbände vor große Probleme stellt.

DFB und DFL erhalten Akteneinsicht

Der DFB will es dagegen nicht bei der Gründung der Task Force "Spielmanipulation" belassen, sondern der organisierten Kriminalität darüber hinaus den Kampf ansagen. Dafür haben der Verband und die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag Einsicht in die Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bochum zu etwaigen Wett- und Spielmanipulationen im deutschen Fußball erhalten. "Wir sind der Staatsanwaltschaft Bochum dankbar, dass sie unserem Wunsch nach zeitnaher Akteneinsicht nunmehr nachgekommen ist. Wir hatten jederzeit Verständnis dafür, dass dies aus Rücksicht auf teilweise noch laufende Ermittlungen ein paar Tage in Anspruch genommen hat“, sagte Zwanziger.

"Noch mehr Experten gewinnen"

"Wir müssen noch mehr Experten in diesem Gebiet für uns gewinnen, noch genauer hinsehen. Ich denke derzeit auch intensiv darüber nach, ob es nicht sinnvoll wäre, Anfang des nächsten Jahres einige Experten anzuhören, um deren externen Sachverstand zu bündeln und gegebenenfalls ihre Vorschläge zu dieser Problematik aufzunehmen", sagte Zwanziger.

Zwanziger setzt auf Abschreckung

Sorgen bereiten dem DFB-Präsidenten bis dahin aber vor allem die Ligen unterhalb des organisierten Profifußballs. "Wie können wir verhindern, dass Spieler der vierten oder fünften Liga in die Fänge der Wettmafia geraten? Das ist sicher die schwierigste Frage, weil Betrug sich in vielen Lebensbereichen unserer Gesellschaft breit macht", sagte Zwanziger, der bei der Bestrafung der Sportbetrüger auf Abschreckung setzt.

Durch Spielsucht in die Fänge der Wettpaten

"Wir werden die Betrüger mit aller Härte bestrafen. Wir werden sehen, was nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft an harten Fakten übrig bleibt. Und wir werden weiter ermitteln, um allen Tätern auf die Spur zu kommen", sagte Zwanziger, der zum Ende des Jahres 2009 einmal mehr als Krisen-Manager gefragt ist. Allerdings zeigt der Fall des im Wettskandal teilgeständigen Marcel Schuon, wie schnell Fußballer durch Spielsucht in die Hände der Wettpaten geraten können. Denn die Zocker-Karriere des ehemaligen Osnabrücker Profis begann schon im Alter von 17 Jahren.

News Alle Artikel zum Wettskandal
Ergebnisse und Tabelle der 2. Bundesliga
Aktuell Weitere Meldungen aus der 2. Bundesliga

Schulden machten Schuon erpressbar

Ein paar Jahre später hatte Schuon so hohe Schulden, dass er erpressbar wurde. Schuon behauptet, er habe Manipulationen besprochen, aber nie aktiv betrogen. Beim 0:3 seines letztjährigen Klubs VfL Osnabrück beim FC Augsburg am 17. April schoss Schuon allerdings aus 15 Metern aufs eigene Tor. Die Schulden in fünfstelliger Höhe wurden ihm von einem vermeintlichen Wettpaten nach der 0:3-Pleite in Augsburg offenbar erlassen. Der erst 24-jährige Schuon sucht nach seiner Kündigung beim SV Sandhausen nun einen Klub im Ausland. Seine Freundin riet ihm dagegen, lieber mit dem Fußball aufzuhören.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Legendäres Jagdflugzeug 
Tüftler baut sich Flugzeug in Garage

In seiner Garage hat der 63-Jährige eine historische Maschine nachgebaut. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal