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Titelkampf wieder auf die Spitze getrieben

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Titelkampf wieder auf die Spitze getrieben

13.01.2010, 14:17 Uhr | t-online.de

Von Jörg Hausmann

Meisterjubel beim VfB Stuttgart (Foto: imago)Meisterjubel beim VfB Stuttgart (Foto: imago) Was nehmen wir mit aus der 44. Saison der 1. Bundesliga? Einen Überraschungsmeister aus Stuttgart, der Erster wurde, als es zählte. Wie schon 2001 auf der Zielgeraden abgefangene Schalker, denen deswegen ein Verlierer-Gen angedichtet wird. Einen nicht wieder zu erkennenden Rekordmeister FC Bayern München, der satt und leidenschaftslos sogar die Champions League verspielte. Trainer-Legende Hans Meyer, der unwissenden Fragern immer wieder erklärte, wie simpel es sei, Pokalfinale und UEFA Cup zu erreichen, wenn seine Nürnberger Spieler nur genug Schlaf bekommen. Und einen Abstiegskampf, dem sich die halbe Liga über Wochen und Monate ausgesetzt sah. Wer davon profitiert? Letzten Endes der Fan, der die Bundesliga desto mehr ins Herz schließt, je älter und unberechenbarer sie wird.

Bayern machen den Weg frei

Die Freude darüber, dass der x-te langweilende Alleingang der Bayern ausblieb, war in Fußball-Deutschland deutlich zu spüren. Viele gönnten den frei gewordenen Triumph nach dem unvergessenen Drama von 2001 dem damaligen "Meister der Herzen", doch Schalke fehlte letzten Endes die Souveränität. Und da auch Herbstmeister Werder Bremen in der Rückrunde seinen flotten Angriffsfußball oft einstellte und so Chance um Chance ausließ, seine Position zu behaupten, stand der zu Saisonstart auf keinem Tippzettel notierte VfB Stuttgart gerne bereit.

Ein Held und ein Heldt

Cheftrainer Armin Veh, erst am 10. Februar 2006 an Stelle des am Neckar wirkungslos gebliebenen Maestros Giovanni Trapattoni installiert, setzte sich gegen alle Widerstände und Zweifler durch. Gemeinsam mit dem ebenfalls ins kalte Wasser gesprungene Erst-noch-Spieler und Dann-schon-Manager Horst Heldt baute Veh nach und nach eine Mannschaft seiner Vorstellungen zusammen, die dann auch noch den vom gebürtigen Augsburger bevorzugten Fußball zeigte. Auch die katastrophalen Starts in die Hin- und Rückrunde (0:3 gegen und 1:4 in Nürnberg) warfen das durchdachte schwäbische Gebilde nicht um.

Ein Kahn reicht in Stuttgart nicht

Der VfB profitierte davon, von vielen Seiten quasi bis zu seinem 3:2-Sieg in Bochum am 33. Spieltag nicht als Meisterschaftsfavorit betrachtet worden zu sein. Immer lauernd auf die Aussetzer der Schalker und Bremer, schüttelten die Stuttgarter zunächst die Bayern locker ab. Das 2:0 über den Konkurrenten aus dem Süden offenbarte am 30. Spieltag dessen Verfall auf dramatische Art und Weise. Alleine Torwart Oliver Kahn schien an der Vermeidung einer Niederlage gelegen zu sein. Die Saison rettete den Münchnern auch eine spektakuläre Trainerentlassung (Felix Magaths Vorgänger Ottmar Hitzfeld wurde dessen Nachfolger) nicht. Nach dem zweiten Rückrundenspiel scheinbar über Nacht zu diesem Mittel gegriffen zu haben, dokumentierte die ganze Verzweiflung an der Isar.

Retter

Andernorts verfehlten Trainerwechsel ihre Wirkung nicht: Huub Stevens führte den Hamburger SV in letzter Sekunde noch bis in den UI Cup, sein Vorgänger Thomas Doll rettete Borussia Dortmund, Rückkehrer Ernst Middendorp die Bielefelder Arminen. Dieter Hecking führte nach dem Aufstieg mit Aachen Hannover 96 vom letzten Platz beinahe in den UEFA Cup. Karsten Heine machte bei den enttäuschenden Berlinern in den finalen sechs Partien zwar nichts mehr kaputt, muss deshalb aber wieder zurücktreten ins zweite Glied.

Fehlplanungen und fehlende Klasse

Zurückgetreten ins zweite Glied sind auch Mönchengladbach, Mainz und Aachen. In Gladbach waren die Erwartungen unrealistisch hoch und Rückkehrer Jupp Heynckes zur falschen Zeit unter die falsche sportliche Führung geraten. In Mainz kostete der leidenschaftliche Zwischenspurt im Kampf um den dritten Klassenerhalt zu Beginn der Rückserie letztlich zuviel Substanz. In Aachen reichte die Klasse für die Klasse vor allem in der Deckung nicht. 66 Gegentore (Schlusslicht Gladbach kassierte 24 weniger) wirkten sich gegenüber der Konkurrenz wie eine zusätzliche Niederlage aus.


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