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Wettskandal: Erstmals packt ein Wettbetrüger aus

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Wettskandal  

Wettbetrüger: 100.000 Euro für Bestechungen

16.01.2010, 15:52 Uhr | t-online.de, sid

Das Berliner "Café King" soll Anlaufstelle für Wettbetrüger sein. (Foto: ap)Das Berliner "Café King" soll Anlaufstelle für Wettbetrüger sein. (Foto: ap) Erstmals soll ein mutmaßlicher Wettbetrüger ausgepackt haben. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, gibt es im größten Wettskandal der europäischen Fußball-Geschichte ein Geständnis. Beim Geständigen handele es sich um den Türken Levent G., einem engen Vertrauten des Berliners Ante S.

Dieser war einer der Hintermänner im Wettskandal um den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer und gilt auch als einer der Drahtzieher im aktuellen Wettskandals.

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32 Spiele in Deutschland betroffen

Levent G. habe vor den Ermittlern der Bochumer Sonderkommission "Flankengott" geredet. Nach letzten Erkenntnissen sollen mehr als 200 Spiele in ganz Europa manipuliert worden sein, davon mindestens 32 in Deutschland, von der 2. Bundesliga bis in den Juniorenbereich. Der Türke hat laut "Süddeutscher Zeitung" im "Cafe King" in Berlin gearbeitet, das vom Bruder von Ante S. betrieben werde und schon im Mittelpunkt des Wettskandals vor fünf Jahren stand.

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Kurierdienste in die Türkei

Der mutmaßliche Wettbetrüger soll angegeben haben, Kurierdienste für Ante S. geleistet zu haben. 100.000 Euro habe er nach eigener Aussage in die Türkei gebracht. Ziel war es, Spieler und Funktionäre zu bestechen. Der 35-Jährige soll ebenfalls geschildert haben, wie Wettkonten eingerichtet wurden, wie der Kontakt mit Wettbüros in England ablief und welche Fußballer sich häufig in dem besagten Berliner Cafe aufgehalten hätten.

"Dem müsste man 500 Euro extra geben"

Bei den Treffen in dem Berliner Lokal seien Spiele verkauft worden, so auch ein Spiel der Oberliga Nordost, bei dem drei Spieler für jeweils 1000 Euro bestochen wurden. Ante S. "wollte da nur mal anfüttern", wird Levent G. zitiert. Das sei geglückt. Der Torwart habe einen "Ball über den Körper fallen lassen. Ich war selbst baff", sagte Levent G. Und Ante S. habe gesagt, "dem müsste man 500 Euro extra geben".

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