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Fußball-Studie: Schiedsrichter schützen kleine Spieler wie Phillip Lahm

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Fussball - Studie  

Studie sagt: Lahm bekommt vom Schiri immer Recht

02.02.2010, 16:35 Uhr | t-online.de

Philipp Lahm geht während der WM 2006 nach einem Foul eines Schweden zu Boden. (Foto: imago)Philipp Lahm geht während der WM 2006 nach einem Foul eines Schweden zu Boden. (Foto: imago) Niels van Quaquebeke und Steffen Giessner fordern Nationalverteidiger Philipp Lahm offen zu "Schwalben" auf. Die beiden Wissenschaftler der Erasmus-Universität Rotterdam haben herausgefunden, dass der Schiedsrichter sich im Zweifel für den lediglich 1,70 Meter großen Münchner entscheiden wird - weil er gar nicht anders kann. "Die Sündenböcke sind immer die Großen, während die Kleinen unschuldig erscheinen", fasste van Quaquebeke im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" das Resultat aus der Untersuchung von knapp 120.000 Fouls auf WM-, Champions-League- und Bundesliga-Ebene zusammen.

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Der größere Spieler spielt immer foul

"Wir haben sehr früh gelernt", führte van Quaquebeke zur Erklärung der Reaktion des Spielleiters aus, "die Größe von Menschen mit Dominanz, Macht, Stärke und Aggression zu assoziieren." Im Fußball zeige sich diese evolutionäre Assoziation "besonders bei uneindeutigen Situationen, also wo es nicht ganz klar ist, wer das Foul wirklich verursacht hat." Giessner ergänzte: "Wir haben herausgefunden, dass der Spieler, der in strittigen Situationen das Foul begeht, immer größer ist als derjenige, der gefoult wird."

Instinktfußballer

Dieser körperliche Unterschied der so genannten Übersetzung verschafft dem Kleineren in der Regel die Wendigkeit und den schnellen Antritt, gegen die der größer Gewachsene kein anderes Mittel als das verbotene des Fouls zur Verfügung hat. Spielertypen wie Lahm sind zumeist für das kreative, aufbauende, das Spiel beschleunigende Element zuständig. Unter dem in der Branche bekannten Begriff des "Instinktfußballers" werden in der Regel solche technisch versierten Spieler subsumiert. "Instinktfußballer" sind eine spezielle Gruppe. Sind sie dann auch noch relativ klein von Wuchs, fallen sie in die Kategorie der früheren Nationalspieler Olaf Thon, Hans Dorfner, Manfred Schwabl, Dariusz Wosz oder Heiko Bonan. Letztere bildeten in den 90er Jahren in Bochum ein geniales Mittelfeldduo. Ähnlich wie heute in Bremen die deutschen WM-Kandidaten Marko Marin und Mesut Özil.

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Instinktschiedsrichter

"Bauchentscheidungen aus simplen Assoziationen heraus", nennt Giessner, was derartige Techniker schützt. "Instinktschiedsrichter" sind in diesem Fall alle, die pfeifen - weil sie gar nicht anders können. "Weil Lahm so klein ist, traut man ihm die Täterrolle (...) nicht zu", so van Quaquebeke. Im Fall des 26-Jährigen kommen dessen Laufwege für den Gegner erschwerend hinzu. Oft muss der von außen einkreuzende Lahm, der so gegen Costa Rica im WM-Eröffnungsspiel 2006 traf, kurz vor dem Strafraum gelegt werden. Van Quaquebeke: "Jedes Foul kann spielentscheidend sein."

Kleine können aber auch richtig giftig sein

Doch auch die, die diese Fouls begehen, können richtig klein sein - und werden dann als "Terrier" oder "Wadenbeißer" richtig berühmt. Das galt in der Vergangenheit beispielsweise für den 1,68 Meter großen Ex-Bundestrainer Berti Vogts, der als rechter Verteidiger agierte. Oder auch für seinen gleichgroßen Zeitgenossen Nobby Stiles, der 1966 mit England Weltmeister wurde. Schon Stiles' Äußeres - geprägt durch ein löchriges Gebiss - vermittelte dem Gegner, besser gar nicht zu versuchen, den heute 67-Jährigen zu überspielen. Einer seiner berühmtesten Nachfolger "wütet" durchs Mittelfeld des AC Mailand und das der italienischen Nationalmannschaft: Gennaro Gattuso aber ist vergleichsweise komfortable 1,77 Meter groß und bedarf sicher nicht des Schutzes durch die "evolutionäre Assoziation" des Schiedsrichters.

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