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Amerell-Anwalt kritisiert den DFB

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DFB  

Amerell-Anwalt erhebt schwere Vorwürfe

16.02.2010, 15:21 Uhr | dpa

Schirmherr: Der Anwalt von Manfred Amerell (links) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Verband. (Foto: imago)Schirmherr: Der Anwalt von Manfred Amerell (links) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Verband. (Foto: imago) Mit schweren Vorwürfen gegen den Deutschen Fußball-Bund hat Manfred Amerells Anwalt die jüngsten Aussagen von DFB-Präsident Theo Zwanziger gekontert. "Zur Stunde ist weder meinem Mandanten noch mir der konkrete Inhalt der Beschuldigungen bekannt", erklärte Jürgen Langer und forderte den DFB auf, Einsicht in die Ermittlungsakten zu gewähren.

Dem ehemaligen Bundesliga-Referee Amerell wird vorgeworfen, mindestens einen Schiedsrichter sexuell belästigt zu haben. Der 62-Jährige war von allen DFB-Ämtern zurückgetreten, er bestreitet die Vorwürfe.

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Rücktritt "absolut notwendig"

In einem Interview der "Bild"-Zeitung hatte Zwanziger den Rücktritt Amerells als "absolut notwendig" bezeichnet. "Amerell wird stark und intensiv belastet", sagte der DFB-Boss. Auf die Frage, ob der Verband die Staatsanwaltschaft einschalten werde, sagte Zwanziger: "Das ist nicht ausgeschlossen. Wir müssen die Prüfung unserer Juristen abwarten." Die internen Untersuchungen von DFB-Justiziar Jörg Englisch waren am Montag abgeschlossen worden.

Verband verweigere Akteneinsicht

Amerell-Anwalt Langer warf dem größten Sportfachverband der Welt die Missachtung juristischer Grundsätze vor. In der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main sei ihm am "jegliche Auskunft verwehrt" worden. Zudem sei ein Anruf "ohne Erwiderung" geblieben. Unterdessen hätten ihm DFB-Direktor Stefan Hans und Englisch mitgeteilt, dass "der interne Vorgang beim DFB abgeschlossen sei und eine Gewährung von Akteneinsicht nicht erfolgen werde", schrieb Langer in einer Stellungnahme. "Das ist mir in der Form nicht bekannt", erklärte ein Verbands-Sprecher.


Indiskutabel, diesen Anspruch zu verhindern

"Elementarste Grundsätze eines rechtsstaatlichen Verfahrens verlangen die Beachtung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sowie des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Es ist schlichtweg indiskutabel und nicht hinnehmbar, diesen Anspruch durch das 'Zuklappen der Akte' verhindern zu wollen", schrieb Langer.

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Anwalt ruft Sportgericht an

Deshalb habe er das DFB-Sportgericht angerufen, "um die Rechtmäßigkeit der Ablehnung der Akteneinsicht überprüfen zu lassen". Der DFB-Kontrollausschuss sei gebeten worden, "Ermittlungen einzuleiten, ob das Recht auf Akteneinsicht in die beim DFB geführten Verwaltungsakten zu Recht verweigert wurde", hieß es weiter.


Mehrere Personen "belästigt"

Neben dem 27 Jahre alten Michael Kempter waren vom DFB weitere Zeugen im Schnellverfahren angehört worden, darunter auch Schiedsrichter. Kempter, der von Amerell sexuell belästigt worden sein soll, hatte die weitreichende Bedeutung des Falls angedeutet: "Es geht nicht nur um mich." So teilte der DFB nach Auswertung seiner Befragungen mit, dass es sich "um keinen Einzelfall" handelt. "Unabhängig voneinander haben mehrere Personen in den Anhörungen zu Protokoll gegeben, von Herrn Amerell in der Vergangenheit bedrängt und/oder belästigt worden zu sein. In Summe aller vorliegenden Erkenntnisse steht aus Sicht des DFB fest, dass Herr Amerell seine Pflichten als Mitglied des Schiedsrichterausschusses klar verletzt hat", hieß es in einer Erklärung des Verbandes.

Schiedsrichterwesen soll reformiert werden

Als Konsequenz aus der Affäre kündigte DFB-Präsident Zwanziger für eine Reform des Schiedsrichterwesens an. "Die Zeit der klassischen Männergesellschaft, die alles unter sich regeln will, sollte vorbei sein", sagte er in "Bild". In Zukunft sollten die aktiven Unparteiischen "mehr Mitspracherecht" bekommen. So beschloss der Verband umgehend, die bisherigen Strukturen im Schiedsrichterwesen einer kritischen Prüfung zu unterziehen und konkrete Vorschläge zu einer Neustrukturierung zu erabeiten. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die bis zur nächsten Präsidiumssitzung konkrete Veränderungsvorschläge unterbreiten soll.


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