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DFB: Keine rechtlichen Schritte gegen Amerell

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DFB: Keine rechtlichen Schritte gegen Amerell

17.02.2010, 16:35 Uhr | dpa

DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte den Fall Amerell als abgeschlossen. (Foto: dpa)DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte den Fall Amerell als abgeschlossen. (Foto: dpa) Für den DFB ist der Fall Manfred Amerell abgeschlossen. "Sein Rücktritt war aus unserer Sicht notwendig. Mit seinem Rücktritt hat er das getan, was wir sonst hätten tun müssen. Damit gibt es kein Verfahren Amerell mehr, weil er keine Ämter mehr hat", betonte DFB-Präsident Theo Zwanziger vor dem Frauen-Länderspiel in Duisburg.

Dem früheren Schiedsrichter Amerell wird vorgeworfen, mindestens einen Referee sexuell belästigt zu haben. Der 62-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

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Amerell habe sich "pflichtwidrig verhalten"

Zwanziger stellte nach Gesprächen mit den Betroffenen und weiteren "im Schiedsrichterwesen tätigen Personen" fest, Amerell habe sich "pflichtwidrig verhalten". Dabei sei "der Eindruck entstanden, dass es zwischen Manfred Amerell und Michael Kempter eine Beziehung gegeben haben muss. Diese Beziehung räumt er ja selbst ein. Dabei ist es auch egal, ob sie freiwillig oder erzwungen war. Aber derjenige, der die Macht hat, darf das nicht zulassen", sagte Zwanziger. Es zähle nur das Abhängigkeitsverhältnis, das er mit dem zwischen Lehrer und Schüler verglich.

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DFB geht nicht strafrechtlich gegen Amerell vor

Während der DFB-Chef klarstellte, dass sein Verband keine juristischen Schritte gegen Amerell plane, weil das verbandsinterne Verfahren abgeschlossen sei, bliebe den Betroffenen und Amerell nur der Klageweg. "Wenn die Beteiligten noch Bedarf zur Klärung haben, gibt es dafür strafrechtliche und zivilrechtliche Mittel. Und wenn ein Gericht sagt, dass wir die Akten herausgeben sollen, dann tun wir das", sagte Zwanziger. Die von Amerells Anwalt Jürgen Langer beantragte Akteneinsicht habe das DFB-Sportgericht abgelehnt.

Kommission soll neue Struktur für das Schiedsrichterwesen erarbeiten

Derweil will der frühere FIFA-Referee Herbert Fandel binnen eines Monats Vorschläge für eine Neustrukturierung des Schiedsrichterwesens unterbreiten. Bis zur DFB-Präsidiumssitzung Mitte März solle eine Vorlage erarbeitet werden, sagte Fandel. Wie seine Ex-Schiedsrichter-Kollegen Hellmut Krug und Lutz Michael Fröhlich gehört Fandel einer neu eingesetzten DFB-Kommission an, die nach den Vorwürfen gegen Amerell die bisherigen Strukturen im Schiedsrichterwesen kritisch prüfen soll. Das Ganze müsse "möglichst schnell" geschehen, erklärte Fandel: "Es muss aus meiner Sicht sehr schnell Alltag einkehren."

Der Fall Amerell Wieviele Kollegen sind betroffen?

Fandel fordert "mehr Offenheit und Transparenz"

Eines ist für den EM-Referee von 2008, der im vorigen Sommer seine Bundesliga-Karriere beendet hatte, klar: "Mit Sicherheit wird das Beobachtungswesen einer Prüfung unterzogen." Einen ersten Vorschlag hat Fandel bereits unterbreitet. Um "mehr Offenheit und Transparenz" zu erlangen, habe er angeregt, dass die Bundesliga-Referees zweimal im Jahr ein Treffen mit der Liga und den Trainern abhalten sollen, berichtete der Konzertpianist aus Kyllburg. "Wir wollen die aktiven Schiedsrichter in die Entscheidungsprozesse einbeziehen."


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