Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Manfred Amerell will Michael Kempter verklagen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Amerell will Michael Kempter verklagen

| dpa

Manfred Amerell will Michael Kempter verklagen. Manfred Amerell will Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter verklagen. (Foto: dpa)

Manfred Amerell will Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter verklagen. (Foto: dpa)

Der Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell hat offenbar noch ein Nachspiel. Amerell kündigte in der Sat.1-Sendung "Kerner" an, Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter verklagen zu wollen. Die vier Referees hatten Amerell in eidesstattlichen Versicherungen sexuelle Belästigung vorgeworfen. "Alle vier werden demnächst vom Staatsanwalt hören", sagte der ehemalige Schiedsrichtersprecher, der sich mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) außergerichtlich geeinigt hatte. Laut dieser Einigung darf der DFB weiter öffentlich behaupten, Amerell habe in der Vergangenheit mehrere Schiedsrichter sexuell bedrängt und/oder belästigt.

Der 62-Jährige bekam dafür im Gegenzug Akteneinsicht. "Ich bin sehr zufrieden mit der Verhandlung. Ziel war es, nach vier Wochen, wo ich mich in einem Zustand befand, der in einem Rechtsstaat nicht möglich ist, endlich Akteneinsicht zu erhalten. Ich habe erreicht, was ich wollte", sagte Amerell.

Amerell übt harte Kritik an Zwanziger

Unterdessen richtete Amerell harsche Kritik an DFB-Präsident Theo Zwanziger: "Wenn Herr Zwanziger auf Menschen achten würde und Interesse an ihnen hätte, dann hätte er beide Parteien am 11. Januar angehört. Seine Amtspflicht wäre gewesen, beide Parteien aus dem Verkehr zu ziehen. Er hat zwei Menschen auf dem Altar seines Amtes ausgeliefert." Sein Rücktritt, so der Hotelbesitzer weiter, sei eine glatte Lüge gewesen. "Ich bin regelrecht erpresst worden. Das Präsidium hat gesagt, wenn ich mich nicht augenblicklich krank melde oder meine Ämter ruhen lasse, treffen sie eine Entscheidung", sagte Amerell.

Amerell: "Keine Liebesbeziehung zu Kempter"

Sein Verhältnis zu Kempter sei "eng und freundschaftlich" gewesen, aber keine Liebesbeziehung. "Dazu gehört ständiger Kontakt. Ich mochte ihn sehr gern und umgekehrt war das auch so", ergänzte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter.


Zwanziger: "Der DFB hat korrekt gehandelt"

Zuvor hatten sich Manfred Amerell und der DFB "friedlich und einvernehmlich" geeinigt. Allerdings droht auch dem von Justiziar Jörg Englisch und dem Berliner Medien-Anwalt Christian Schertz vertretenen DFB ein Strafprozess. "Der DFB hat korrekt gehandelt", sagte Zwanziger in einer ersten Reaktion. "Es gibt klare Ergebnisse, die Transparenz ist da. Der DFB ist kein Verband, in dem versteckt und gemauschelt wird", so Zwanziger in einer Pressekonferenz. Er habe alles "im Griff", betonte der Verbandsboss.


DFB darf weiter von sexueller Belästigung sprechen

Amerells Münchner Anwalt Jürgen Langer hatte zuvor den Unterlassungsantrag zurückgezogen. Der DFB darf also weiter öffentlich behaupten, Amerell habe in der Vergangenheit mehrere Schiedsrichter sexuell bedrängt und/oder belästigt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal