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FIFA: Keine weiteren Hilfsmittel für Schiedsrichter

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FIFA: Keine weiteren Hilfsmittel für Schiris

| sid, LIGA total!, sid

Die Fußball-Schiedsrichter müssen auch in Zukunft auf technische Hilfsmittel verzichten. Der Weltverband FIFA hat in Zürich die Einführung von Torkameras ebenso abgelehnt wie den Chip im Ball. Beide möglichen Neuerungen waren erörtert worden, um bei strittigen Torszenen Klarheit zu bekommen.

Gegen Technik entschieden

Das International Football Association Board (IFAB) als höchstes Regelüberwachungsgremium der FIFA verwarf aber auf seiner 124. Jahresversammlung in Zürich solche Überlegungen. "Wir haben uns entschieden, keine Technik im Fußball zuzulassen", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke nach der Entscheidung.

Briten dominieren Kommission

Zuvor hatten sich die Regelwächter, zu denen traditionell jeweils ein Vertreter der britischen Verbände aus England, Schottland, Wales und Nordirland sowie vier FIFA-Vertreter gehören, intensiv mit den neuesten technischen Möglichkeiten beschäftigt. Dazu zählten ein Chip im Ball, der signalisiert, wenn der Ball die Torlinie überquert. Die zweite Variante war eine Torkamera, die Aufschluss über die genaue Lage des Balles geben sollte.

Der Mensch soll im Mittelpunkt bleiben

Beide Lösungen wurden aber mit großer Mehrheit verworfen, wie Valcke mitteilte. "Wir sind alle der Meinung, dass die Technologie aus dem Spiel herausgehalten werden muss, denn das Besondere sind die Menschen, und da gehören auch Fehler dazu", sagte Valcke. Auf den 17. Mai wurde eine Entscheidung über den Einsatz von Torrichtern vertagt. Bundesliga-Meistertrainer Felix Magath fehlt nach wie vor jegliches "Verständnis dafür, dass hier in unserem Profifußball – wo ja letztendlich Milliarden umgesetzt werden – wir uns diesen Luxus erlauben. Dass wir Fehler einfach mittragen, obwohl wir genügend Möglichkeiten hätten, schwerwiegende Fehler sofort zu korrigieren", sagte der 56-Jährige bei LIGA total!.

Funkel und Gross schließen sich Magaths Kritik an

Auch Magaths Berliner Kollege Friedhelm Funkel sieht es wie der Schalker: "Wir sind, glaube ich, die einzige Sportart, wo Hilfsmittel nicht angewandt werden. Das finde ich schade, denn es gibt bei gewissen Entscheidungen Möglichkeiten, das innerhalb von Sekunden aufzuklären. Und ich weiß nicht, warum der Fußball das nicht zulässt." Auch der Schweizer Startrainer Christian Gross, der den VfB Stuttgart binnen weniger Wochen in der Liga wieder salonfähig machte, ermahnte die FIFA: "[…] Die Entwicklung des Fußballs – die geht ja weiter. […] Technische Möglichkeiten, um strittige Szenen klar zu definieren und beurteilen zu können, sollte man einführen. Man darf sich da der Entwicklung nicht verschließen. Ich finde es an und für sich schade, weil: Es ändert ja am Spiel nichts!"

Jansen möchte die Menschlichkeit weiterhin erleben

Alleine Nationalverteidiger Marcell Jansen findet die Entscheidung der FIFA in Ordnung: "Fußball bleibt Fußball – der lebt davon! Meistens ist es ausgeglichen, manchmal ist es nun mal so unglücklich, dass Entscheidungen auch irgendetwas bewirken können. Aber das ist ja auch menschlich irgendwo", erinnerte der Hamburger. "Fußball ist ein Spiel, das von Menschen geprägt ist – sowohl Zuschauer als auch die, die auf dem Platz sind. Und da haben die drei Unparteiischen schon mit den schwierigsten Job. Aber dennoch will man auch nicht mit technischen Mitteln das Spiel verfälschen. Wer weiß, ob das dann alles so rund laufen würde, wie wir das kennen. Und deshalb kann ich die Entscheidung schon nachvollziehen."

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