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Fall Amerell beschäftigt jetzt auch Regionalverband

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Fall Amerell beschäftigt jetzt auch Regionalverband

09.03.2010, 12:54 Uhr | sid, dpa

Fall Amerell beschäftigt jetzt auch Regionalverband. Manfred Amerell (r.) und seine Anwälte. (Foto: imago)

Manfred Amerell (r.) und seine Anwälte. (Foto: imago)

Der Süddeutsche Fußball-Verband (SFV) will einen Untersuchungsausschuss mit Juristen einrichten, um nach dem Fall Manfred Amerell das Schiedsrichter-Wesen auf den Prüfstand zu stellen. "Diese Vereinbarung haben wir mit DFB-Präsident Theo Zwanziger getroffen", sagte Rolf Hocke, Präsident des SFV. "Wir sind nachdenklich geworden, ob wir strukturelle Probleme haben." Das Gremium habe jedoch nichts mit der zivilrechtlichen Aufarbeitung des Falles durch die Staatsanwaltschaft Augsburg zu tun, betonte Hocke.

Schlammschlacht nimmt Fahrt auf

Unterdessen sieht Amerell möglichen Strafanzeigen durch FIFA-Referee Michael Kempter und drei weiteren anonymen Unparteiischen anscheinend gelassen entgegen. "Auch bezüglich dieser Herren liegt ausreichend Beweismaterial vor, die die erhobenen Anschuldigungen ad absurdum führen", teilte Amerell über eine Presseerklärung seines Anwaltes Jürgen Langer mit. Amerell wird von Kempter und den bislang anonyomen Referees der sexuellen Belästigung beschuldigt. Im Gegenzug geht der 63-Jährige gegen die vier Personen wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen und Verleumdung strafrechtlich vor.

Noch eine Kempter-SMS

Zudem erhob Amerell erneut Vorwürfe gegen DFB-Boss Theo Zwanziger. "Es bestätigt sich der Verdacht, dass dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes gerade nicht an einer internen Klärung der Angelegenheit gelegen war", sagte Amerell. Als vermeintlichen Beweis für seine Behauptung veröffentlichte Amerell eine weitere SMS von Kempter an ihm, aus der hervorgeht, dass Kempter die Vorfälle gerne verbandsintern geklärt hätte. Diese SMS wurde am 1. Februar, also drei Tage vor der Präsidiumssitzung, in der die Vorwürfe erstmals in einer größeren Runde diskutiert wurden, verschickt.

Zwanziger weist Spekulationen zurück

Der hart kritisierte DFB-Boss spürt trotz aller Vorwürfe vor der Präsidiumssitzung am Freitag nach eigener Aussage weiter Rückendeckung. Spekulationen, wonach Generalsekretär Wolfgang Niersbach an einer Ablösung von Zwanziger und einer Inthronisierung von Franz Beckenbauer als DFB-Präsident arbeite, wies Zwanziger vehement zurück. "Niemand wird es schaffen, einen Keil zwischen Wolfgang Niersbach und mich zu treiben. Zwischen uns passt kein Blatt Papier", sagte Zwanziger der "Frankfurter Rundschau". Niersbach hatte öffentlich bislang zu Zwanziger gestanden. "Die von Herrn Amerell gegen den Verband und unseren Präsidenten Theo Zwanziger erhobenen Vorwürfe sind völlig absurd", hatte Niersbach zuletzt gesagt.

Amerell zählt Zwanziger an

Zwanziger steht wegen der Aufarbeitung der Affäre in der Kritik. Der DFB-Boss hatte sich früh auf die Seite von Kempter geschlagen, dessen Glaubwürdigkeit durch Amerell inzwischen stark erschüttert wurde. Zudem warf Amerell Zwanziger vor, dass er die Angelegenheit nicht verbandsintern geregelt und stattdessen "Menschen auf dem Altar seines Amtes ans Messer geliefert" habe.

Arbeitsgruppe soll aufklären

Deswegen reagiert jetzt auch der SFV. "Der Verband plant eine Arbeitsgruppe, einen Ausschuss im Zusammenhang mit den Vorfällen um Manfred Amerell", sagte auch der Ulmer Oberstaatsanwalt Wolfgang Zieher, der die Leitung des Gremiums übernehmen soll. Hocke sieht den SFV besonders in der Pflicht, da Amerell bis zur Niederlegung seiner Ämter Schiedsrichter-Obmann bei dem Regionalverband war. "Für uns stellt sich die Frage: Hat es bei Schiedsrichter-Ansetzungen, bei Auf- und Abstieg von Schiedsrichtern und bei Beobachtungen Dinge gegeben, die nicht satzungskonform waren?", sagte Hocke. Der Ausschuss soll am kommenden Montag in Stuttgart erstmals tagen. Die Funktionäre, die im Umlaufverfahren angeschrieben worden waren, müssen dem aber noch bis zu diesem Mittwoch zustimmen.

 
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