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Amerell schießt weiter gegen Zwanziger

10.03.2010, 10:24 Uhr | sid, dpa, sid, dpa

Amerell schießt weiter gegen Zwanziger. Schiedsrichterskandal und keine Ende: Manfred Amerell erhebt weiterhin Vorwürfe gegen den DFB-Boss. (Foto:imago)

Schiedsrichterskandal und keine Ende: Manfred Amerell schießt weiter gegen Theo Zwanziger

Schlammschlacht und kein Ende: Der ehemalige Bundesliga-Referee Manfred Amerell hat DFB-Chef Theo Zwanziger erneut eine einseitige Aufklärung im Schiedsrichter-Skandal vorgeworfen. "Das ist die größte menschliche Enttäuschung meines Lebens, dass ein Präsident mit so viel Erfahrung rücksichtslos über Leichen geht. Fürsorgepflicht hat er auch gegenüber denen, die Fehler machen. Das hat er außer Acht gelassen", sagte der ehemalige Bundesliga-Referee dem Magazin "Sportbild". Die Retour-Kutsche vom DFB ließ nicht lange auf sich warten.

Fürsorgepflicht vernachlässigt

"Fürsorgepflicht hat er auch gegenüber denen, die Fehler machen. Das hat er außer Acht gelassen", ergänzte der ehemalige Bundesliga-Referee, dem mehrere Unparteiische sexuelle Nötigung vorwerfen. Das frühere Mitglied im Schiedsrichter-Ausschuss des DFB hat dies stets bestritten. Zum Bruch mit Zwanziger sei es für ihn bereits vor acht Jahren gekommen, berichtete Amerell, weil er Zwanziger damals scharf attackierte. "Das hat er mir nie vergessen. Nach dem Motto: Nachtragend bin ich nicht, aber ich vergesse auch nicht".

Dementi von Niersbach

"Jeder, der unseren Präsidenten und sein aufrichtiges Engagement für einen werteorientierten Sport kennt, kann bei solchen Äußerungen nur fassungslos den Kopf schütteln. Letztendlich disqualifiziert sich Herr Amerell durch derart niveaulose Aussagen nur noch mehr", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach zu den Äußerungen Amerells. Zwanziger und der als Kronzeuge aufgetretene Schiedsrichter Michael Kempter, der den Fall Amerell ins Rollen gebracht hatte, haben sich derweil einen Maulkorb verpasst.

Kein Kommentar

Der DFB-Boss, der wegen seiner Informationspolitik in dieser Affäre immer mehr in Erklärungsnot geraten ist, will sich bis zur turnusmäßigen Präsidiumssitzung in der Frankfurter DFB-Zentrale am Freitag nicht mehr äußern. Vorher sei auch keine Anhörung Kempters vor dem DFB-Kontrollausschuss geplant, bestätigte ein DFB-Sprecher auf Anfrage. Am Mittwoch hatte die "Bild" den 27 Jahre alten Referee Kempter zitiert: "Von meiner Seite ist alles gesagt. Ich werde mich zu dem Thema nicht mehr äußern."

"Es ist jeder beschädigt, jeder kaputt"

Außerdem distanzierte sich der Schiedsrichtersprecher von dem vermeintlichen Anonymitätsversprechen des DFBs gegenüber drei weiteren Schiedsrichtern. Durch einen Vergleich beim Münchner Landgericht hatte Amerell Namen von weiteren Schiedsrichtern erfahren, die sich vom Schiedsrichtersprecher sexuell bedrängt fühlten. Diesen wurden vom DFB Anonymität versprochen. Doch durch die Klage von Amerell werden die Namen nun doch veröffentlicht. "Das hätte man verhindern können, ja verhindern müssen", sagte Amerell der "Sportbild". Der Respekt vor Menschen hätte DFB-Chef Theo Zwanziger in jeder Beziehung gefehlt: "Es ist jeder beschädigt, jeder kaputt".

Kempters Karriere für Amerell zu Ende

Über Michael Kempter sagte Amerell, dass er nicht glaube, dass der junge Schiedsrichter je wieder ein Bundesligaspiel pfeifen wird: "So wie Kempter lügt, pfeift er kein Spiel mehr". Die Schlammschlacht geht weiter.

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