Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

DFB steht hinter Präsident Theo Zwanziger

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Fussball  

DFB steht hinter seinem Präsidenten

12.03.2010, 18:34 Uhr | dpa, dpa

DFB steht hinter Präsident Theo Zwanziger . Der DFB steht hinter seinem Präsidenten. (Foto: Reuters)

Der DFB steht hinter seinem Präsidenten. (Foto: Reuters)

Theo Zwanziger hat im Schiedsrichter-Skandal um Manfred Amerell seine Haut retten können und bleibt DFB-Präsident. "Ich bin sehr zufrieden und habe mich sehr über den Vertrauensbeweis von Vorstand und Präsidium gefreut", sagte der 64-Jährige, nachdem er bei seinen Funktionärskollegen in Frankfurt/Main die Vertrauensfrage gestellt hatte und sich alle 47 Vorstandsmitglieder des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für ihn ausgesprochen hatten.

Er betonte aber auch: "Ich klebe nicht an meinem Amt. Mich wird man nicht auf einem Stuhl raustragen, in dem ich den Kopf nicht mehr gerade halten kann." Zwanziger war wegen seines Krisenmanagements heftig in die Kritik geraten.

Zwanziger hat über Rücktritt nachgedacht


"Es gab viele Fragen zu beantworten, unter anderem natürlich auch, wie stark ist der Präsident, wie groß ist das Vertrauen", räumte Zwanziger nach einem Sitzungsmarathon in der DFB-Zentrale ein. "Ich habe einen sehr ausführlichen und persönlichen Bericht abgegeben." Der Chef des mit 6,7 Millionen Mitgliedern größten Sportfachverbandes der Welt gestand, dass er einen Rücktritt erwägt habe: "Natürlich habe ich in dieser Woche auch sehr wohl darüber nachgedacht: Macht dir dieses Amt noch so viel Spaß und Freude, dass du es dir und deiner Familie noch antun willst? Natürlich lässt mich die Kritik nicht kalt." Seine Söhne hätten gesagt: "Theo alleine gegen den Rest der Welt, das geht nicht. Ich habe mich daher heute über die Rückendeckung sehr gefreut."

Reformpapier positiv aufgenommen


Bereits am 9. April bei einem außerordentlichen Verbandstag soll die Reform des Schiedsrichterwesens beschlossen werden. Der angehende Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel äußerte sich am Nachmittag zufrieden über die Präsentation seines Reformpapiers vor dem DFB-Präsidium. "Ich hatte das Gefühl, dass unser Konzept sehr positiv aufgenommen wurde. Jetzt müssen wir sehen, was entschieden wird", sagte Fandel. Der frühere Weltklasse-Schiedsrichter hatte gemeinsam mit DFB-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich und Hellmut Krug von der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Zukunftskonzept erarbeitet. Bei den Schiedsrichter-Ansetzungen soll künftig jegliche Art der Multifunktionalität vermieden werden, die Benotung durch die Schiedsrichterbeobachter an Bedeutung verlieren. Zudem sollen junge Referees künftig von mehreren Mentoren betreut werden.

Beckenbauer: "Deutscher Fußball braucht Theo Zwanziger"


Franz Beckenbauer und Gerhard Mayer-Vorfelder hatten Zwanziger bereits vor der Abstimmung den Rücken gestärkt. "Das kann nicht sein, dass Theo Zwanziger wegen dieser Geschichte zurücktritt. Der Fall Amerell ist es nicht wert, ein solches Amt aufzugeben. Der deutsche Fußball braucht Theo Zwanziger", sagte der Kaiser in einem "Bild"-Interview. DFB-Ehrenpräsident Mayer-Vorfelder, der zwischen 2004 und 2006 gemeinsam mit Zwanziger die DFB-Doppelspitze bildete: "Ich habe vollstes Vertrauen, dass der Präsident die richtigen Entscheidungen treffen wird. Ich denke nicht, dass es um seine Person geht."

Kaiser schließt Zwanziger-Nachfolge aus


Beckenbauer übte aber auch Kritik an der Vorgehensweise des Verbandes und Zwanzigers. "Sicher sind auch Fehler gemacht worden. Vielleicht wäre der DFB besser beraten gewesen, diese Angelegenheit gleich dem Staatsanwalt zu übergeben. Aber das kann überhaupt kein Grund für Zwanzigers Rücktritt sein", meinte Beckenbauer. "Völlig ausgeschlossen" sei, dass er Nachfolger von Zwanziger werde.

Amerell sieht Anzeige gelassen entgegen



Zwanziger musste im Vorstand erklären, warum der DFB so spät von den gegen Amerell erhobenen Vorwürfen der sexuellen Belästigung erfuhr. Schiedsrichter-Chef Volker Roth hatte die von Bundesliga-Referee Michael Kempter gemachten Aussagen erst einen Monat später weitergeleitet. Amerell bestreitet die Vorwürfe. Weil der frühere DFB-Funktionär Zwanziger eine einseitige Aufklärung vorwirft, hat der Verband angekündigt, ihn wegen übler Nachrede und Verleumdung anzuzeigen. Amerell sieht dem gelassen entgegen. "Ich glaube, die haben nicht damit gerechnet, dass ich das durchstehe, aber da haben sie mich wohl falsch eingeschätzt", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

Günstlingswirtschaft unterstellt


Er unterstellt Zwanziger zudem, einen Unparteiischen aus dessen Heimatverein VfL Altendiez unrechtmäßig befördert zu haben. Beckenbauer forderte ein Ende des Theaters. "Es muss jetzt Schluss sein mit diesen Nebenkriegs-Schauplätzen und Eitelkeiten. In ein paar Wochen haben wir WM. Das ist viel wichtiger als der Fall Amerell."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal