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Wettskandal: Wackers Spieler geschmiert?

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Wacker: Geschmiert und abgestiegen?

16.03.2010, 09:45 Uhr | sid

Wettskandal: Wackers Spieler geschmiert?. Extra verloren? Das Spiel Wacker Burghausen gegen Greuther Fürth steht unter Manipulationsverdacht.  (Foto: imago)

Extra verloren? Das Spiel Wacker Burghausen gegen Greuther Fürth steht unter Manipulationsverdacht. (Foto: imago) (Quelle: imago)

In der 2. Bundesliga bahnt sich ein weiterer Wettskandal an. Laut eines Berichts der ARD-Sendung "Fakt" sollen Spiele des ehemaligen Zweitligisten Wacker Burghausen manipuliert worden sein. Im Fokus stehen zwei Partien aus der Abstiegssaison 2006/07.

Bei den manipulierten Spielen handelt es sich um die Partie bei der SpVgg Greuther Fürth vom 1. Oktober 2006 (1:4) sowie um das Spiel bei Erzgebirge Aue (vom 16. Februar 2007), das Wacker mit 0:3 verlor. Ein bulgarischer Wettpate teilte dem ARD-Magazin mit, dass vier Feldspieler mit jeweils 10.000 Euro sowie Torhüter Uwe Gospodarek mit 15.000 Euro bestochen worden sein sollen.

DFB reagiert

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die Vorwürfe gegen Burghausen bereits reagiert. Der Verband ließ sch von der ermittelnden Staatsanwaltschaft Bochum Unterlagen wie Spielberichtsbögen der verdächtigten Partien und Manuskripte zukommen. Ob der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen aufnehmen wird, wird von den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Bochum abhängen.

Spieler sollen selbst gewettet haben

Wie "Fakt" weiter berichtete, sollen die Spieler selbst Wetten in Höhe von 30.000 Euro platziert haben. "Das hatte zweierlei Vorteile für uns. Wir mussten nicht soviel Geld investieren in die Spieler und zweitens waren die in der Pflicht das zu machen, denn sie haben ja mitgewettet," sagt der Insider dem ARD-Magazin. Als einer der Hintermänner soll Ante S., der bereits in den Manipulationsskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt gewesen war, fungiert haben.  

Gospodarek beteuert seine Unschuld

Der 36-Jährige Gospodarek, einst Ersatztorwart bei Bayern München und zurzeit bei Hannover 96 unter Vertrag, versicherte indes an Eides statt, niemals an Spielmanipulationen beteiligt gewesen zu sein. "Ich weiß von den Vorwürfen schon seit Ende des letzten Jahres. Ich war schockiert, weil sie völlig haltlos sind. Ich habe damit nichts zu tun. Auf mich ist keine Polizei oder Staatsanwaltschaft zugekommen», versicherte der 36-Jährige am Dienstag nach dem Training in Hannover. «Es gibt von unserer Seite keine Zweifel an seiner Aussage", erklärte 96-Trainer Mirko Slomka.

Ex-Präsident wusste von Wettbürobesuchen seiner Spieler

Um die Wettleidenschaft seiner Spieler soll Burghausens Ex-Präsident Kurt Gaugler gewusst haben. Dem ARD-Magazin Fakt sagte Gaugler, dass einige Spieler regelmäßig ein Wettbüro in Burghausen besucht haben sollen. Er habe den Spielern verboten, dorthin zu gehen. Dass Spieler selbst Wetten platziert haben sollen, will Gaugler nicht geahnt haben.

Wacker erwägt rechtliche Schritt

Wacker erwägt nun rechtliche Schritte, falls ehemalige Spieler in den Wettskandal verwickelt sein sollten. "Sollten diese Spieler wirklich rechtskräftig verurteilt werden, so behalten wir es uns vor, diese gegebenenfalls in Regress zu nehmen", sagte Wacker-Geschäftsführer Florian Hahn, "sie hätten dem SV Wacker durch den Abstieg gehörigen finanziellen Schaden zugefügt". Hahn betonte, dass das damals handelnde Personal komplett ausgewechselt worden sei "und wir ausnahmslos neu aufgestellt sind. Die neue Führungsspitze war damals in keinster Weise involviert oder beteiligt".

Abstieg wegen Wettskandal?

Burghausen stieg am Ende der Saison 2006/07 mit einem Rückstand von vier Punkten zu den Nichtabstiegsplätzen ab. Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte Ende November 2009 den größten Wett- und Manipulationsskandal in der Geschichte des europäischen Fußballs öffentlich gemacht. In Deutschland sollen mindestens 32 Spiele von der 2. Bundesliga bis in den Juniorenbereich manipuliert worden sein.

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