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Pierre Littbarski wird 50: "Mal sehen, was kommt"

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Fußball  

Pierre Littbarski wird 50: "Mal sehen, was kommt"

15.04.2010, 10:58 Uhr | dpa, dpa

Pierre Littbarski wird 50: "Mal sehen, was kommt". Weltmeister Pierre Littbarski blickt zum 50. Geburtstag optimistisch in die Zukunft. (Foto: dpa)

Weltmeister Pierre Littbarski blickt zum 50. Geburtstag optimistisch in die Zukunft. (Foto: dpa)

Das vorgezogene Geschenk von Hitomi für ihren Mann Pierre Littbarski muss als Trostpflaster verstanden werden. Anfang April wurde der 73-malige frühere Nationalspieler (18 Tore) von seiner japanischen Frau für drei Tage nach England eingeladen. Der Weltmeister von 1990 sollte sich von einer enttäuschenden Saison als Trainer des Schweizer Zweitligisten FC Vaduz ablenken und sein vorgezogenes Präsent zum 50. Geburtstag genießen.

Das Paar, das seit 15 Jahren verheiratet ist, sah sich das Spitzenspiel der Premier League zwischen Manchester United und dem FC Chelsea (1:2) an. "Wir haben meine Feier einfach vorgezogen. Eine Party gibt es jetzt nicht mehr", sagte Littbarski vor seinem Jahrestag.

Private Idylle in St. Gallen

Es wird ein Geburtstag mit gemischten Gefühlen für den 406-maligen früheren Bundesliga-Profi (116 Tore). Erst kürzlich war er vom FC Vaduz wegen Erfolglosigkeit entlassen worden. In seinen eineinhalb Jahren als Coach des Traditionsklubs hatte er aber etwas wie eine private Idylle vorgefunden. Nach Stationen als Trainer in Deutschland, Japan, Australien und dem Iran konnten auch seine Kinder zur Ruhe kommen. Lucien (6) und Joel (12) fühlen sich wohl in der ländlichen Gegend und jagen beim örtlichen FC Haag hinter dem Ball her. Und auch Litti konnte das neue Leben liebgewinnen. Vor allem, da es dienstags in seiner Gemeinde im Kanton St. Gallen traditionell Fisch gibt - und den mag er seit seiner Zeit in Japan über alles.

"Ich bin ein Weltenbummler, mal sehen, was kommt"

Für den ehemaligen Profi des 1. FC Köln, von Racing Paris, Brummell Sendai und JEF United in Japan könnte nun im Sommer wieder ein Umzug anstehen. "Ich bin ein Weltenbummler, mal sehen, was kommt", betonte Littbarski. Die Gründe für seine Entlassung beim FC Vaduz sind jedenfalls vielfältig: Sie reichen von hartnäckigen Verletzungssorgen bis zu Punktabzügen wegen Versäumnissen beim Platzräumen. "Wir hatten alles Pech, das man sich nur vorstellen kann. Das muss einmalig sein im Weltfußball", sagte er.

Erfahrungen bei Top-Klubs sammeln

Schon Mitte März hatte sich für Littbarski das vorzeitige Ende seiner Tätigkeit angedeutet, als der Verein aus dem Zwergenstaat den ehemaligen Profi Manfred Moser als neuen Sportlichen Leiter mit der Kader-Zusammenstellung für die kommende Saison betraut hatte. "Das war ein klares Zeichen, dass es nicht mehr lange gehen würde", sagte der einstige Dribbelkönig. Jetzt möchte er erst einmal bei Top-Klubs hospitieren. Beim FC Bayern München oder Inter Mailand würde er gerne neue Erfahrungen sammeln, bevor es wohl wieder eine neue Etappe gibt auf der Landkarte des Weltenbummlers Pierre Littbarski.

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