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Wettskandal: Wettpate Sapina setzte 20 Millionen Euro im Monat um

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Pate Sapina setzte 20 Millionen Euro im Monat um

24.04.2010, 11:13 Uhr | Spiegel Online

Wettskandal: Wettpate Sapina setzte 20 Millionen Euro im Monat um.

Im Wettskandal sollen 1,6 Millionen Euro ergaunert worden sein. (Foto: imago)

Der inhaftierte Wettpate Ante Sapina, 34, hat nach Informationen des "SPIEGEL" offenbar wesentlich höhere Beträge auf manipulationsverdächtige Fußballspiele gesetzt als bislang bekannt. Dies geht aus einem Telefonat hervor, das der Deutsch-Kroate am 4. Oktober des vorigen Jahres mit einem Kompagnon namens Branko führte und das die Bochumer Kriminalpolizei abhörte.

"Mutmaßlich größter Betrugsskandal"

Sapina ist einer der Hauptbeschuldigten in einem Ermittlungsverfahren der Bochumer Staatsanwaltschaft gegen eine Bande mutmaßlicher Wettbetrüger. In den aktuellen Ermittlungen geht es um den Fußball-Wettskandal 2009, in den Worten von Peter Limacher, Chef der Disziplinarabteilung der Uefa, der "mutmaßlich größte Betrugsskandal, den es im europäischen Fußball jemals gegeben hat". Verschoben wurden dabei nach bisherigen Erkenntnissen rund 200 Fußballspiele in neun europäischen Ländern.

Immer wieder Sapina

Sapina gilt als einer der Drahtzieher des Wettskandals - wie schon vier Jahre zuvor, als er mit seinen Brüdern vom Berliner Café King aus und mit Hilfe des bestochenen Schiedsrichters Robert Hoyzer versuchte, auf Spiele Einfluss zu nehmen. Für die damaligen Wettmanipulationen wurde Sapina zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt.

Alles noch viel schlimmer?

Seit November 2009 sitzt er wegen neuerlicher Vorwürfe wieder in Untersuchungshaft. Aufgeflogen waren die breit angelegten Wettbetrügereien, die von Amateurspielen bis zur Manipulation von Europaliga- und Champions-League-Spielen gehen könnten, durch eine von der Staatsanwaltschaft Bochum koordinierte Telefonüberwachung in Kreisen des organisierten Verbrechens. Die Auswertung der Telefonprotokolle dauert noch an - und fördert nun nach Informationen des "SPIEGEL" die Erkenntnis zutage, das alles noch schlimmer war als bisher gedacht.

60.000 Euro für einen Schiedsrichter

Bei dem Telefonat, dessen Inhalt nun bekannt wird, ging es vor allem um die Modalitäten bei der Zahlung eines Bestechungsgeldes in Höhe von mindestens 60.000 Euro an einen Schiedsrichter. Sapina erwähnte darin auch, dass er bei dem asiatischen Wettanbieter SBO allein "im September über 20 Millionen Umsatz gehabt" habe. Seine Umsätze bei anderen asiatischen Wettanbietern wie der Firma IBC, so Sapina im weiteren Verlauf des Gesprächs, seien dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Beschuldigter schweigt

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei der Währung um Euro handelt. Sapina hat sich bislang gegenüber den Strafverfolgern zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen nicht geäußert. Bisher war man davon ausgegangen, dass Sapina durch die letzten Manipulationen möglicherweise zehn Millionen Euro eingenommen haben könnte.

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