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Amerell-Affäre: Gericht stellt Verfahren gegen Amerell und Kemtpter ein

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Fußball  

Verfahren gegen Amerell und Kempter eingestellt

26.05.2010, 16:12 Uhr | sid, sid

Amerell-Affäre: Gericht stellt Verfahren gegen Amerell und Kemtpter ein. Manfred Amerell hat nach der Verfahrenseinstellung gut Lachen. (Foto: imago)

Manfred Amerell hat nach der Verfahrenseinstellung gut Lachen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die pikante Affäre und Schlammschlacht zwischen dem früheren Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell sowie Referee Michael Kempter hat für beide Beteiligten keine juristischen Folgen. Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat die Ermittlungsverfahren gegen Amerell und Kempter auf Grund eines fehlenden Tatverdachts eingestellt. "Das ist ein Freispruch erster Klasse", sagte Amerell. Noch ist offen, ob Amerell weiter zivilrechtlich gegen Kempter und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgehen wird.

Auch der DFB wertet das Urteil als Erfolg: "Der Deutsche Fußball-Bund sieht durch die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Augsburg bestätigt, dass Herr Amerell aus verbandsrechtlicher Sicht seine Amtspflichten verletzt hat und ein Rücktritt unumgänglich war." Video: Verfahren gegen Amerell und Kempter eingestellt

Amerells Klagen abgewiesen

"Die Einstellung der Ermittlungsverfahren gegen Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter wegen übler Nachrede sowie die Abweisung der Anzeigen von Herrn Amerell zeigen, dass die Staatsanwaltschaft die Aussagen der Schiedsrichter bezüglich ihres Verhältnisses zu Herrn Amerell als glaubhaft bewertet", hieß es in der Pressemitteilung des DFB. Amerell war von Kempter und drei weiteren Unparteiischen, die anonym geblieben sind, der sexuellen Nötigung beschuldigt worden. Der 63-Jährige hatte die Vorwürfe stets bestritten und im Gegenzug Klage wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen, übler Nachrede und Verleumdung erhoben.

Fehlender Tatverdacht

"Die Vernehmungen und die Auswertung des SMS- und Email-Verkehrs zwischen den Verfahrensbeteiligten haben keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschuldigte bewusst einen Widerstand der vier Schiedsrichter gegen seine sexuellen Handlungen überwinden musste", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft zur Einstellung des Verfahrens gegen Amerell. In Bezug auf Kempter und die drei weiteren Referees erklärte die Behörde: Den Beschuldigten könne nicht nachgewiesen werden, dass sie im Rahmen des Verfahrens sowie der auch öffentlich geführten Auseinandersetzung bewusst falsche Angaben gemacht hätten.

Druck auf Kempter und Zwanziger wächst an

Während sich Amerell durch die Entscheidung als klarer Punktsieger fühlen kann, ist der Druck sowohl auf Kempter als auch auf DFB-Präsident Theo Zwanziger erneut gewachsen. Zwanziger hatte sich in der Affäre frühzeitig auf die Seite von Kempter geschlagen und sein Amt mit der Glaubwürdigkeit des Unparteiischen aus Sauldorf verknüpft. Gegen Kempter ermittelt auch noch der DFB-Kontrollausschuss. Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, bei einer Leistungsprüfung im Juni 2008 die Zeiten von zwei Kollegen manipuliert zu haben, damit diese ihre Prüfung bestehen.

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