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Bayern im UEFA-Cup 2008: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Bayern im UEFA-Cup 2008: Staatsanwaltschaft ermittelt

02.06.2010, 17:05 Uhr | dpa, dpa

Bayern im UEFA-Cup 2008: Staatsanwaltschaft ermittelt. Das 0:4 bei Zenit bedeutete die höchste Münchner Niederlage im Europapokal seit 31 Jahren. (Foto: imago)

Das 0:4 bei Zenit bedeutete die höchste Münchner Niederlage im Europapokal seit 31 Jahren. (Foto: imago)

Die für Korruption zuständige Staatsanwaltschaft in Spanien untersucht das UEFA-Pokal-Halbfinal-Rückspiel zwischen Zenit St. Petersburg und dem FC Bayern München im Mai 2008. Es handele sich um Vorermittlungen, teilten Justizquellen am Mittwoch in Madrid mit. Dabei werde geprüft, ob eine Straftat vorliege. Außerdem müsse geklärt werden, ob die spanische Staatsanwaltschaft in dieser Angelegenheit zuständig sei und mit Blick auf angebliche Manipulationen formelle Ermittlungen aufnehme.

Am 30. April hätten sich Vertreter der UEFA und der Staatsanwaltschaft in Madrid getroffen. Dabei sei es um die "mögliche Verfälschung eines sportlichen Resultats" gegangen, bestätigten die Quellen einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Ob es diese Verfälschung tatsächlich gegeben habe, müsse eine entsprechende Untersuchung klären. Da diese vertraulich sei, werde die spanische Staatsanwaltschaft keine weiteren Details nennen. Nach dem Treffen vom 30. April habe es "regelmäßige Kontakte" mit der UEFA gegeben, um bei den Recherchen weiterzukommen, hieß es weiter.

Bayern wissen von nichts

Unterdessen kündigte der russische Verein an, sich gemeinsam mit dem deutschen Rekordmeister gegen die Manipulationsvorwürfe zur Wehr setzen zu wollen. "In naher Zukunft wird es eine gemeinsame Erklärung beider Klubs geben", erklärte Zenit-Generaldirektor Maxim Mitrofanow bei einer Fragerunde mit Fans im Vereinsradio. Der Vorwurf sei "kompletter Blödsinn", sagte Mitrofanow weiter. "Wir stehen in engem Kontakt mit den Bayern." Dazu hieß es jedoch beim FC Bayern: "Wir wissen nichts davon."

Abgehörte Telefongespräche

Der deutsche Rekordmeister aus München hatte damals nach einem 1:1 im Hinspiel das Rückspiel im UEFA-Pokal-Halbfinale 0:4 verloren - die höchste Münchner Niederlage im Europapokal seit 31 Jahren. Sieger des UEFA-Cups wurde damals St. Petersburg, das im Finale die Glasgow Rangers mit 2:0 schlug. Im Oktober 2008 hatte Spaniens Justiz dann Ermittlungen aufgenommen, nachdem Medien in Madrid über abgehörte Telefongespräche von russischen Mafia-Bossen in Spanien berichtet hatten. Der Chef einer einflussreichen kriminellen Organisation soll sich damals in einem Gespräch mit einem Kollegen gerühmt haben, den Erfolg von Zenit im Halbfinale "für 50 Millionen" gekauft zu haben. Die Währung sei dabei nicht genannt worden.

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