Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Rauball bleibt weiterhin im Amt

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rauball bleibt weiterhin im Amt

25.03.2013, 11:45 Uhr | sid, sid

. Reinhard Rauball bleibt für drei weitere Jahre Präsident des Ligaverbandes DFL. (Foto: imago)

Reinhard Rauball bleibt für drei weitere Jahre Präsident des Ligaverbandes DFL. (Foto: imago)

Die Wahl zum neuen Liga-Präsidenten hat ein Ergebnis: Mit einer Absage an einen eigenen Fußball-Sender und einer Kampfansage an die Politik ist Reinhard Rauball in seinem zweiten Amt als DFL-Präsident (Deutsche Fußball Liga) bestätigt worden. Trotz der Krise von Pay-TV-Partner Sky und des zu Saisonbeginn einmal mehr drohenden Streits um die Beteiligung der Bundesliga an Einsätzen der Polizei präsentierte sich der 63 Jahre alte Jurist nach seiner einstimmigen Wiederwahl bei der Generalversammlung der 36 Profiklubs in Berlin mit breiter Brust.

"Die Bundesliga darf nicht zum Spielball der Politik werden", sagte Rauball, der nach dem Rückzug von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß bei seiner Wiederwahl keinen Gegenkandidaten hatte, unter dem Applaus der Klubvertreter. Sowohl die rigide Haltung im Zuge des Sportwetten-Monopols als auch die Forderungen der Polizei von einer Kostenbeteiligung von rund 50 Millionen Euro im Jahr bezeichnete Rauball als absurd: "Wir werden uns an den Kosten nicht beteiligen."

Kein eigener Sender für die DFL

Trotz der schweren Krise des Pay-TV-Partners Sky denkt die DFL auch nicht über die Einführung eines eigenen Senders nach. "Ein eigener Sender zur Verwertung der Live-Rechte ist im Moment nicht in Planung", sagte Rauball. Allerdings rechnet er ab der Spielzeit 2013/14 mit einem geringeren Erlös als bisher. Derzeit zahlt Sky pro Spielzeit 240 Millionen Euro. "Es wird schwer sein, an den letzten Vertrag mit dem Rekordergebnis heranzukommen. Wir müssen realisieren, welche finanziellen Eckdaten sich in Deutschland und auf dem Medienmarkt abspielen", sagte der Präsident von Borussia Dortmund.

FAN total - FC Bayern München
Die Kirche im Dorf lassen

Elmar bringt die maue Vorstellung seiner Bayern im DFB-Pokal nicht aus der Ruhe.

Liga-Bosse kritisieren Rummenigge und Röttgermann

Sky hatte durch eine weitere Kapitalerhöhung zuletzt rund 340 Millionen Euro in die Kasse gespült bekommen. Wolfsburgs Geschäftsführer Thomas Röttgermann brachte deshalb einen eigenen Ligakanal ins Gespräch. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister Bayern München hatte das komplette Geschäftsmodell von Sky infrage gestellt. Der frühere Liga-Boss Wolfgang Holzhäuser rüffelte seine beiden Kollegen, da der Vertrag mit Sky ja noch bis 2013 laufe und durch solche Aussagen das Verhältnis zum Pay-TV-Partner leide. "Ich halte die Forderungen für absolut kontraproduktiv", sagte der Chef von Bayer Leverkusen.

Auch DFL-Boss Christian Seifert kritisierte Rummenigge und Röttgermann: "Es besteht kein Grund, laufende Verträge infrage zu stellen. Wenn man seiner Frau nach einem Jahr sagt, dass man sie in drei Jahren verlassen will, dann kann man auch nicht gleichzeitig fordern, dass sie weiter liebevoll für einen sorgt."

DFL kündigt Verschärfung der Lizenzvergabe an

Mit Blick auf die Probleme bei den TV-Einnahmen beschloss der Ligaverband wegen der Schuldenlast der Vereine eine Verschärfung des Lizenzierungsverfahrens. Jeder Erstligist muss seine Schulden in der kommenden Saison um zehn Prozent verringern, jeder Zweitligist um fünf Prozent. Knapp die Hälfte der Klubs hatte in der vergangenen Saison rote Zahlen geschrieben.

Rauball: "Wir wollen nicht, dass Fußball als Melkkuh gesehen wird"

Rauball und DFB-Präsident Theo Zwanziger hielten flammende Reden, in denen die rigide Haltung der Politik beim Sportwetten-Monopol gerüffelt wurden. "Eine Finanzierungsmöglichkeit von drei Milliarden Euro werden durch Verbote in einer perversen Art und Weise heruntergerechnet auf rund 200.000 Euro. Das kann ich wirklich nicht begreifen. Dabei würde es Sportwetten ohne Fußball überhaupt nicht geben", sagte Zwanziger. Rauball meinte: "Wir wollen nicht, dass der Fußball als Melkkuh gesehen wird."

Der Kaiser ist ab sofort "Ehrenangehöriger des Ligaverbandes"

Franz Beckenbauer wurde zudem bei der Generalversammlung zum "Ehrenangehörigen des Ligaverbandes" ernannt. Neben Rauball wurden auch die Liga-Vizepräsidenten Peter Peters (Schalke 04) und Harald Strutz (FSV Mainz 05) in ihren Ämtern bestätigt. Vertreter der 1. Bundesliga im Vorstand sind zudem Karl Hopfner (Bayern München) und Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt). Die 2. Liga im höchsten Bundesliga-Gremium vertreten Helmut Hack (Greuther Fürth) sowie Ansgar Schwenken (VfL Bochum).

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal