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Wettskandal: DFB sperrt Schuon für fast drei Jahre

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DFB verhängt erste Sperre im Wettskandal

30.08.2010, 18:55 Uhr | sid, sid

Wettskandal: DFB sperrt Schuon für fast drei Jahre. Bis Mitte 2012 gesperrt: Marcel Schuon. (Foto: dpa)

Bis Mitte 2012 gesperrt: Marcel Schuon. (Foto: dpa)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Wettskandal erstmals hart durchgegriffen und in Marcel Schuon einen der beschuldigten Profis hart bestraft. Das DFB-Sportgericht sperrte den früheren Osnabrücker "wegen versuchter Manipulation" für zwei Jahre und neun Monate bis einschließlich 31. August 2012. Kontrollausschuss und Sportgericht sahen es als erwiesen an, dass sich Schuon bereiterklärt habe, die Ergebnisse von vier Punktspielen des VfL zu beeinflussen. Schuon habe die Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt, hieß es in der Pressemitteilung des DFB.

Der Beginn der Sperrzeit für den 25-Jährigen wurde auf den 1. Dezember 2009, dem Tag des Ausschlusses Schuons aus dem Kader seines damaligen Arbeitgebers SV Sandhausen festgelegt.

"Solche Spieler gehören für mich ins Gefängnis"

"Ich halte die Sperre für zu kurz", sagte VfL-Präsident Dirk Rasch in einer ersten Reaktion. Der frühere Osnabrücker Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte Ende vergangenen Jahres "lebenslänglich" für Spieler gefordert, die der Manipulation von Bundesligaspielen für schuldig befunden werden. "Es wäre ein starker Charakterzug von ihm gewesen, wenn er auf mich zugekommen wäre und gesagt hätte: 'Trainer, stell mich bitte nicht auf'", so Wollitz. Schuon aber tat dies nicht.

Wollitz ging jetzt mit seinem Ex-Spieler Schuon noch härter ins Gericht, ihm ist die Sperre durch den DFB eindeutig zu milde: "Das Strafmaß von 33 Monaten ist lächerlich. Das ist ein Betrüger, er hat Leuten eine Illusion weggenommen. Das ist nicht entschuldbar. Er hat auf dem Fußballplatz nichts mehr zu suchen. Solche Spieler gehören für mich ins Gefängnis", sagte der jetzige Coach von Energie Cottbus.

Verein prüft Schadenersatzklage

Osnabrück war mit Wollitz und Schuon vor einem Jahr aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Der Verein plant nun eine Schadenersatzklage gegen Schuon. "Wir lassen das von unserem Anwalt prüfen», sagte VfL-Präsident Dirk Rasch und fügte hinzu: "Es geht um den immateriellen Schaden, um den Imageverlust. Wir sind sechs Wochen lang wie Täter behandelt worden, obwohl wir Opfer waren."

Kein Nachweis der Manipulation möglich

Kontrollausschuss und Sportgericht sehen es vielmehr als erwiesen an, dass er sich gegenüber einem Inhaber eines Wettbüros bereit erklärt hatte, die Ergebnisse der Zweitligaspiele des VfL Osnabrück gegen Carl Zeiss Jena (2. Mai 2008), Alemannia Aachen (21. November 2008), den FC Augsburg (17. April 2009) sowie den 1. FC Nürnberg (13. Mai 2009) zugunsten des jeweiligen Spielgegners zu beeinflussen. Ein Nachweis, dass es seitens von Schuon während dieser Spiele tatsächlich zu Manipulationshandlungen gekommen ist, konnte dagegen nicht geführt werden. Auch wenn dem Spieler nach der Begegnung in Augsburg bestehende Wettschulden in Höhe von 25.000 Euro erlassen wurden.

Schuon wirkt bei der Aufklärung mit

Im Rahmen der Ermittlungen wurde Schuon zweimal angehört. Dabei räumte er die Vorwürfe im Wesentlichen ein, so dass es einer mündlichen Verhandlung vor dem Sportgericht nicht mehr bedurfte. Bei der Strafzumessung wurde zugunsten Schuons insbesondere berücksichtigt, dass er an der Aufklärung von Manipulationsvorwürfen zumindest in Teilbereichen mitgewirkt hat. Schuon sei sich bewusst, hieß es in der Stellungnahme des DFB, "dass er dem Fußball durch sein Verhalten erheblichen Schaden zugefügt hat".

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