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FIFA suspendiert Adamu und Temarii

20.10.2010, 20:37 Uhr | dpa, dpa

FIFA suspendiert Adamu und Temarii. Aus dem FIFA-Exekutiv-Kommitee ausgeschlossen: Reynald Temarii. (Foto: imago)

Aus dem FIFA-Exekutiv-Kommitee ausgeschlossen: Reynald Temarii. (Foto: imago)

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die unter Korruptionsverdacht stehenden Exekutivmitglieder Amos Adamu aus Nigeria und Reynald Temarii aus Tahiti vorläufig suspendiert. Das teilte der Vorsitzende der Ethikkommission, Claudio Sulser, nach einer Sitzung des Gremiums in Zürich mit. Es sei "ein trauriger Tag für den Fußball und die FIFA", sagte Sulser.

Die Suspendierung gelte zunächst für 30 Tage und kann für weitere 20 Tage verlängert werden. Dies solle dem Verband Zeit für eingehendere Untersuchungen in der Sache geben. "Weil sie Exekutivmitglieder sind, müssen sie eine Einstellung haben, die über jeden Zweifel erhaben ist", begründete Sulser die Maßnahme. Das Duo Adamu/Temarii soll nach Medienberichten verdeckt recherchierenden Reportern signalisiert haben, seine Stimmen bei der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu verkaufen.

Die Ausrichter beider WM-Turniere werden am 2. Dezember in Zürich festgelegt. Derzeit gebe es keine Diskussion, diesen Termin zu ändern, teilte die FIFA mit.

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Vier weitere FIFA-Offizielle ausgeschlossen

Öffentlich gemacht hatte den Skandal im mächtigen Verband die "Sunday Times", deren Reporter Temarii und Adamu mit versteckter Kamera gefilmt hatten. Temarii beteuerte danach mehrfach seine Unschuld und betonte, er sei «absolut integer». Bei der Anhörung in Zürich wollte er seine Position verteidigen, hatte er vorher angekündigt. Die Beratungen der Kommission dauerten länger als zunächst geplant. Die avisierte Pressekonferenz verzögerte sich daher um rund zwei Stunden.

Die Affäre zieht offenbar noch weitere Kreise: Die Ethik- Kommission schloss vier weitere FIFA-Offizielle vorerst von allen fußballbezogenen Aktivitäten aus. Slim Aloulou (Tunesien), Amadou Diakite (Mali), Ahongalu Fusimalohi (Tonga) und Ismael Bhamjee (Botsuana) werden Verstöße gegen die FIFA-Statuten sowie den Ethik- und den Disziplinarcode des Verbandes vorgeworfen.


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