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DFB-Präsident Zwanziger erneut im Amt bestätigt

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Fußball - DFB  

DFB-Boss Theo Zwanziger einstimmig wiedergewählt

22.10.2010, 13:14 Uhr | dpa, sid, t-online.de, t-online.de, sid, dpa

DFB-Präsident Zwanziger erneut im Amt bestätigt. Bleibt auch weiterhin DFB-Präsident: Dr. Theo Zwanziger. (Foto: Reuters)

Bleibt auch weiterhin DFB-Präsident: Dr. Theo Zwanziger. (Foto: Reuters)

Dr. Theo Zwanziger ist nach einem turbulenten Jahr erneut in seinem Amt bestätigt worden: Ohne Gegenstimmen wurde der 65-Jährige beim Bundestag des DFB von den 255 Delegierten als Präsident für eine weitere Amtszeit bis zum Jahr 2013 wiedergewählt. "Ich freue mich über Ihr Vertrauen, ich werde auch versuchen, mein Bestes zu geben. Ob es immer gut genug ist für den Verband, werden wir am Ende der drei Jahre feststellen", sagte Zwanziger, der seine dritte Amtszeit im größten Sportfachverband der Welt mit 6,7 Millionen Mitgliedern antritt.

Trotz der zunächst geplatzten Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw im Frühjahr, seines unzureichenden Krisenmanagements in der Schiedsrichter-Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter und des jüngsten "Kabinentheaters" um Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte sich Zwanziger in Essen feiern lassen.

"Zuletzt haben mir einige Dinge sehr weh getan"

Von 2004 bis 2006 hatte er gemeinsam mit dem DFB-Ehrenpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder den größten Sportfachverband der Welt angeführt. "Ich habe es mir nicht leicht gemacht, noch einmal für das wichtige Amt des DFB-Präsidenten zu kandidieren. Ich mache keinen Hehl daraus, dass mir zuletzt einige Dinge sehr weh getan haben. Aber nach Rücksprache mit meiner Frau und meinen Kindern habe ich entschieden, dass ich die Kraft für drei weitere Jahre habe", sagte der Verbandsboss.

Zwanziger übt Selbstkritik

Der Jurist räumte aber auch Fehler bei den ersten Verhandlungen mit Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff ein. "Wir hatten drei oder vier Tage, in denen wir miteinander hätten sprechen müssen, und wir haben es nicht getan. Dass ich damals nicht zum Telefonhörer gegriffen habe, tut mir heute noch außerordentlich leid", sagte Zwanziger. "Was passiert ist, hätte nicht passieren dürfen."

Sammer ist der richtige Mann

Erneut lobte der DFB-Chef Matthias Sammer, dem nach einem Kompetenzgerangel mit Löw Abwanderungsgedanken nachgesagt wurden: "Er ist manchmal ein bisschen nervig. Aber er ist ein großartiger Sportdirektor. Ich wünsche mir die Zusammenarbeit mit Matthias Sammer, solange er es für richtig hält."

Rauball: "Fußball so populär wie noch nie"

Ligachef Reinhard Rauball stellte dem Profifußball in Deutschland ein glänzendes Zeugnis aus: "Fußball ist so populär wie noch nie. Ein Ende des Wachstums kann ich nicht erkennen", meinte der Präsident von Borussia Dortmund, warnte aber davor, sich auf den Erfolgen auszuruhen. Rauball verwies auf die 83 Millionen Euro, die die Liga jährlich in die Nachwuchszentren investiert.

Neue Amtszeit soll gesellschaftliches Engagement stärken

Als Erfolgsstory sieht Zwanziger das Abschneiden der DFB-Auswahlteams im vergangenen Jahr. Zudem warb er für sein gesellschaftliches Engagement, der Bundestag stand unter dem Motto "Fußball ist Zukunft. Emotional, sozial, nachhaltig." "Also, wenn Sie wollen, werde ich Sie noch einmal drei Jahre nerven", sagte Zwanziger. Er tue dies nicht, weil er mit dem Amt kokettiere. Überhaupt beklagte sich der DFB-Präsident über "eine mediale Betrachtung, die nicht immer der Realität gerecht wird".

Oberste Priorität soll Integration sein

In einem Fünf-Punkte-Plan fasste er seine Ziele für die kommende Legislaturperiode zusammen und warb für einen werteorientierten Fußball. Oberste Priorität haben für Dr. Zwanziger neben den sportlichen Erfolgen die Integration und der Kampf gegen Diskriminierung.

Weitere Punkte auf der Agenda des alten und neuen DFB-Präsidenten sind deswegen der Kampf gegen Gewalt und Korruption sowie eine stärkere Betonung der ökologischen Verantwortung des Fußballs. "Fußball kann mehr. Er grenzt ein und darf nicht ausgrenzen", sagte Zwanziger.

Merkels Zwist mit Zwanziger ist beigelegt

Bundeskanzlerin Merkel hatte beim Festakt einen Seitenhieb gegen Zwanziger gesetzt. "Ein Bild hat gefehlt", meinte die Regierungschefin, nachdem auf der Großleinwand Szenen von ihr als Begleiterin und Zuschauerin des Fußballs eingeblendet wurden. Sie meinte das Kabinenfoto von ihr mit Mesut Özil, bei dem sich Zwanziger übergangen fühlte. Zwanziger wollte nichts mehr von diplomatischen Verwicklungen wissen: "So gravierend war das alles nicht."

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